RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Dunlop-Rallye

Number One

Er ist momentan nicht zu schlagen: Hans-Georg Lindner driftet bei den Historischen in einer eigenen Liga - doch die Konkurrenz schläft nicht!

Es war eine ungewöhnliche, aber sicher populäre Entscheidung, den bei den Historischen genannten Rallyewagen die Startnummern 1 bis 14 zu geben und diese – natürlich mit einigen Null-Wagen dazwischen – vor Raimund Baumschlager fahren zu lassen, der die Startnummer 15 hatte. Somit bekam der Schnellste der Historischen – oder derjenige, den man für den Schnellsten hielt – die Nummer Eins. Die Wahl fiel nicht ganz zu Unrecht auf Hans-Georg Lindner, der somit in den Genuss des erhebenden Gefühls kam, die Dunlop Pyhrn-Eisenwurzen Rallye mit der Startnummer Eins zu befahren. Er war auch jedes Mal der erste Wettbewerbswagen, den die Besucher zu sehen bekamen.

Dass diese Startnummer keinesfalls nur eine symbolische Bedeutung hatte, zeigte er einmal mehr mit seinem eindrucksvollen Speed: Bestzeit bei den Historischen auf SP 1, in der Gesamtwertung hätte er damit einen Subaru und einen Mitsubishi geschlagen. In der Historischen-Wertung war er knappe zehn Sekunden schneller als Max Lampelmaier, der leider Schwierigkeiten mit seinem Getriebe bekommen hatte und zu SP 3 nicht mehr antreten konnte. Sonst hätte es zwischen diesen beiden Salzburger Escort-Fahrern vielleicht sehr spannend werden können.

Sepp Gruber, der mit seinem Porsche 911 RS zweimal Bestzeit bei den Historischen gefahren ist, hatte am Freitag zu viele Eingewöhnungsschwierigkeiten, daher führte Hans-Georg Lindner nach der ersten Etappe mit 1:22 Minuten Vorsprung. In der Gesamtwertung wäre er damit auf dem hervorragenden 15. Platz gelegen. Josef Pointinger, der ebenfalls versucht hatte, dranzubleiben, hatte es eine Zündkerze herausgedrückt, weswegen er einige Zeit mit drei statt vier Zylindern Vorlieb nehmen musste. Auch Gerhard Openauer mit dem dritten Escort, der noch dabei war, attackierte heftig, verloren gegangene Ventilhebel produzierten jedoch einen Rückstand, der nicht mehr aufzuholen war.

Am Samstag ging es ziemlich ähnlich weiter, wobei auch einige Bestzeiten von Sepp Gruber nichts daran ändern konnten, dass Hans-Georg Lindner und Franz Blechinger mit ihrem blauen Ford Escort RS 2000 die Rallye mit einer Minute Vorsprung beendeten. Schwierigkeiten am Fahrzeug traten keine auf, so dass unter der Abwesenheit von Christoph Weber ein noch überlegenerer Sieg als bei der Pirelli-Rallye geschafft werden konnte. Damit wurde Hans-Georg Lindner seiner symbolischen Nummer Eins gerecht, und ein erster Platz in der Castrol-Trophy wird immer wahrscheinlicher.

Aber die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht – bei der Bosch-Rallye in vier Wochen sollte die Jagdgesellschaft wieder vollständig versammelt sein, von Christoph Webers Mercedes bis zu Sepp Gruber, der mit seinem Porsche wieder angreifen will. Und wenn der Escort von Max Lampelmaier einmal technisch durchhält und richtig funktioniert, wird die Herausforderung dramatisch wachsen.

Die Dunlop-Rallye, die im nächsten Jahr vielleicht schon zur Historischen Rallye-Europameisterschaft zählt, als Sieger bei den Historischen zu beenden, war in jedem Fall für das Team ein schönes Erlebnis. Besonders viel Freude machte, dass der blaue Escort während der Siegerehrung gemeinsam mit dem Mitsubishi von Achim Mörtl auf der Bühne stand. Eine Ehre, wie man sie nicht jeden Tag bekommt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Dunlop-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

3 Städte Rallye: Fotos Samstag

3 Städte: Die besten Bilder vom Samstag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder von der 3 Städte Rallye - hier die besten Bilder vom Samstag

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…

Monte 2027 ohne Ogier

Ogier lässt WRC-Zukunft offen

Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird erstmals seit 2011 beim Saisonauftakt der WRC in Monte Carlo fehlen - Programm 2027 offen

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026