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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Großformation der Meister-Jäger

Bisher ist es für Sepp Pointinger und sein Team immer sehr prächtig gelaufen, wenn man mit dem Escort RS 2000 nach Pinggau gekommen ist.

Zweimal konnte er bereits Siegeslorbeeren mit nach Hause nehmen, und beide Male war die Konkurrenz von einer hohen Qualitätsklasse. Zuletzt wurde sie halt leider arg aufgerieben, aber um als Erster anzukommen, muß man eben auch erst einmal ankommen.

Als nunmehr regierender Meister der Historischen in Österreich, der auch nach dem siegreichen Beenden der Meisterschaft 2006 seine Erfolgsserie konsequent fortgesetzt hatte, darf sich Sepp Pointinger auch in Friedberg als Favorit betrachten, gerade nach seiner beeindruckenden Bilanz bei der Bosch-Rallye in den vergangenen Jahren. Vor allem im letzten Jahr war die ganze Klasse des Rallye-Evergreens gefordert, denn Gernot Zeiringer machte es ihm alles andere als leicht. Erst nach dem Riesenpech des Steirers, dessen Porsche von der Strecke gerutscht und ungünstig zum Liegen gekommen war, war die Sache für Sepp und Gertrude Pointinger eindeutig. Sie leisteten sich aber auch danach kein Zurücknehmen des Tempos und wurden 15. in der Gesamtwertung, was die Qualität der Vorstellung zusätzlich unterstreicht.

Daß sich Sepp Pointinger seine hervorragende Fahrzeugkontrolle bis in die jüngste Gegenwart bewahren konnte, zeigte sich auch bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye vor wenigen Wochen. Wieder gab es ein mitreißendes Duell (diesmal mit Escort-Kollegen Sepp Gruber), und wieder schaffte Pointinger mit der richtigen Mischung aus Schnelligkeit und Zuverlässigkeit (die er auch seinen Mechanikern Gerhard Gebharter und Wolfgang Wohlschläger verdankt) einen klaren Sieg bei den Historischen. So gesehen ist er für den Sekundenkampf bei der Bosch-Rallye bestens gerüstet.

Und der wird, so wie es aussieht, diesmal besonders hart sein. Gute Siegchancen hat diesmal vor allem Christian Rosner, und natürlich sind auch seine Porsche-Kollegen, wie etwa Johannes Huber oder Europameister Michael Stoschek, in hohem Maß zu favorisieren. Auch die Escort-Front, neben Sepp Pointinger selbst auch mit Sepp Gruber und Gerhard Openauer würdig besetzt, hat Verstärkung bekommen, in der Person des einstigen Gruppe N-Überfliegers Michael Brandner. Zu den Anwärtern auf einen Podiumsrang gehören wohl auch Koni Friesenegger (Opel Kadett) und vor allem Alois Nothdurfter (Ford-Lotus Cortina). Es könnten aber auch noch andere als die Genannten für Überraschungen gut sein.

Alles in allem also keine leichte Aufgabe für die regierende Nummer Eins im historischen Rallyesport in Österreich – man kann aber wohl davon ausgehen, daß Sepp Pointinger ganz im Stil eines Champions an diese Aufgabe herangehen wird. Zumindest ein Podestplatz sollte angesichts seiner zuletzt geschafften Erfolge ein Thema sein, das würde auch schon reichen, um im Titelrennen weiter in der Spitzengruppe zu bleiben. Klar scheint auch, daß die Siegchancen von Sepp Pointinger umso eher steigen, je schlechter das Wetter sein wird. Und es ist schon öfters vorgekommen, daß Wasserscheue bei der BOSCH Super Plus-Rallye nichts zu lachen hatten.

Gut gerüstet ist das Winning Team so oder so – wieder bestehend aus Sepp und Beifahrerin Gertrude Pointinger und den Mechanikern Gerhard Gebharter und Wolfgang Wohlschläger, die einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg des Rallye-Ehepaares haben.

Vorne dabei zu sein macht eben immer wieder Spaß – und zwar allen im Team.

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