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Rallye-ÖM: Steiermark-Rallye

Kein Glück in Admont für Michael Böhm

Dank an die Fichte: Ein Baum stoppte den Absturz des Fiat Grande Punto in der achten Sonderprüfung – Unfallursache unbekannt, Crew unverletzt.

Nach einem verhaltenen Freitag, an dem Michael Böhm keinen Rhythmus fand, aber trotzdem Rang 3 in der Dieselwertung hinter Rabl und Jörl belegte, schien der Samstag sein Tag zu sein. Auf den ersten drei Sonderprüfungen des Tages holte Michael Böhm dreißig Sekunden auf Günther Jörl auf und verkürzte seinen Rückstand auf fünf Sekunden. In SP 7, dem Rundkurs Hall, der in diesem Jahr in die Gegenrichtung gefahren wurde zeigte der Fiat-Pilot mit der Dieselbestzeit und dem 11. Gesamtrang, dass mit ihm zu rechnen war.

In SP 8/Kaiserau Süd passierte dann das Unerwartete. Am Ausgang einer breiten, langgezogenen Kurve brach der Fiat Grande Punto nach links aus, durchschlug die Holzleitschienen, drehte sich und rutsche einige Meter den Abhang hinunter. Das Auto blieb an einer Fichte hängen – Glück im Unglück, denn der Abhang war sehr steil und bis zum Tal waren es noch mehr als 150 Meter: "Wir waren zügig unterwegs, als unser Wagen am Kurvenausgang plötzlich nach links lenkte. Ich hatte keine Chance gegenzulenken, und so durchbrachen wir die massive Holzleitschiene und drehten uns die Böschung hinunter. Gott sei Dank sind wir unverletzt. Unsere Techniker werden das Auto untersuchen, um die Ursache zu analysieren. Schade, denn wir hätten mit einem guten Resultat einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft machen können", erklärt in sichtlich geschockter Michael Böhm.

Teamchef Christian Böhm: "Ich bin natürlich enttäuscht über diesen Unfall, aber bevor wir das Auto nicht zerlegt haben, können wir keine Stellungnahme zur Ursache abgeben. Alles andere sind Gerüchte. Ich bin aber auch froh, dass den beiden nichts passiert ist, denn die Gesundheit ist wichtiger als verbeultes Blech. Wir werden versuchen, den Punto wieder aufzubauen um ihn beim Saisonfinale im Waldviertel einzusetzen.“

„Bei der nächsten Rallye werden wir wahrscheinlich auf unseren bewährten Fiat Stilo zurückgreifen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unser Team und die Feuerwehr, die uns bei der Bergung des Autos tatkräftig unterstützt hat. Ich hoffe, dass wir den Punto bis November wieder auf die Beine bekommen, denn die Beschädigungen sind enorm, aber auch der finanzielle Aufwand. Jetzt ist die Dieselmeisterschaft spannender als je zuvor, denn Jörl führt vor Michael, dahinter bereits Rabl, der auch noch Dieselmeister werden kann. Somit wird die Entscheidung wohl wieder im Waldviertel fallen."

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