RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Rebenland-Rallye Raimund Baumschlager, Skoda Fabia S2000

Wer stoppt das Uhrwerk Baumschlager?

Die Konkurrenz des elffachen Staatsmeisters grübelt über wirksame Strategien, ihn am Wochenende bei der Rebenland-Rallye zu bremsen.

Foto: Harald Illmer

Noch drei Tage bis zum südsteirischen Motorsportereignis des Jahres; wenn sich am Freitag um 15:05 Uhr auf dem Hauptplatz in Leutschach der Škoda Fabia S2000 von Raimund Baumschlager als erstes Auto von der Startrampe in die 3. Rebenland-Rallye katapultiert, ist damit gleichzeitig die Jagd auf den zweifachen Sieger dieses Laufs eröffnet – und das obwohl die "Jäger" Gerwald Grössing, Hermann Neubauer, Mario Saibel, Walter Mayer oder Chris Brugger, obwohl sie mit durchaus wirksamen "Waffen" namens Ford Fiesta R5, Ford Fiesta S2000, Škoda Fabia S2000 und Peugeot 207 S2000 ausgerüstet sind, noch nicht genau wissen, wie die "Beute" Baumschlager "erlegt" werden kann.

"Eines vorweg", erklärt Vizestaatsmeister Gerwald Grössing (Ford Fiesta R5), "Raimund Baumschlager hat sich den Status des ewigen Topfavoriten redlich erarbeitet. Wer elf Staatsmeistertitel geholt hat und seit 30 Jahren den Rallyesport in Österreich derart mitbestimmt, steht zu Recht dort, wo Raimund jetzt steht. Da können wir allesamt nicht mithalten. Raimund ist ein Vollprofi auf seinem Gebiet. Die einzige Chance, die ich sehe, ist, ihn so weit unter Druck zu setzen, dass er Fehler macht. Aber selbst da ist er wohl abgebrüht genug, dass er dann die nötige Ruhe bewahrt."

Auch für Mario Saibel, der wie das oberösterreichische Nachwuchstalent Chris Brugger (beide Škoda Fabia S2000) für Baumschlagers Rennstall BRR fährt, schlägt in diese Kerbe: "Unter normalen Umständen ist der Raimund nicht zu schlagen. Wir können nur schauen, ihm so nahe wie möglich zu kommen. Eigentlich wird der Kampf um die restlichen zwei Plätze auf dem Podest in Leutschach intensiver werden als der um den Sieg."

Hermann Neubauer, der im Rebenland einen Ford Fiesta S2000 steuert, vergleicht Baumschlager gar mit einem Präzisionsgerät: "Der rennt wie ein Uhrwerk. Wenn ihm kein gröberer Fehler unterläuft, ist Baumschlager nicht zu schlagen. Ich werde aber alles versuchen, vom ersten Meter an Druck auf ihn auszuüben, um ihn eventuell so ein wenig bremsen zu können."

Womit also zwei Fragen offen bleiben: 1. Wer stoppt das Uhrwerk Baumschlager? Und 2. Wie???

Streckendaten und Zeitplan:

• Gesamtkilometer: 298,48 Kilometer
• Davon 14 SP über 158,48 Kilometer
• Streckenbeschaffenheit: 100% Asphalt

Freitag, 21. März

15:05 Uhr Start der Rallye (Hauptplatz Leutschach)
15:23 Uhr SP 1 Panoramastraße - Pößnitz (7,90 km)
15:44 Uhr SP 2 Remschnigg (11,78 km)
16:06 Uhr Regrouping FF Leutschach
17:44 Uhr SP 3 Pößnitz - Panoramastraße (8,34 km)
18:09 Uhr SP 4 Remschnigg (11,78 km)
18:31 Uhr Regrouping FF Leutschach
19:34 Uhr SP 5 Pößnitz - Panoramastraße (8,34 km)
19:39 Uhr Service Leutschach
20:34 Uhr Parc Fermé FF Leutschach (Ende 1. Etappe)

Samstag, 22. März

07:55 Uhr Parc Fermé Out - Service In
08:20 Uhr SP 6 Poharingberg (2,99 km)
08:35 Uhr SP 7 Glanz (10,97 km)
08:55 Uhr Regrouping FF Leutschach
10:25 Uhr SP 8 Poharingberg (2,99 km)
10:40 Uhr SP 9 Glanz (10,97 km)
11:00 Uhr Regrouping FF Leutschach
14:01 Uhr SP 10 RK Eichberg (16,04 km)
14:31 Uhr SP 11 RK Schlossberg (20,72 km)
15:09 Uhr Regrouping FF Leutschach
16:17 Uhr SP 12 RK Eichberg (16,04 km)
16:47 Uhr SP 13 RK Schlossberg (20,72 km)
17:25 Uhr Regrouping FF Leutschach
18:28 Uhr SP 14 Powerstage Eichberg (8,90 km)
18:48 Uhr Ziel der Rallye vor dem Knielyhaus

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Rebenland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche