RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

Nur Wild gefährdete Klassensieg

Für Franz Panhofer und Beifahrer Richard Gollatsch stand im Vordergrund, den Toyota Corolla Coupé EA86 auf Schotter am Limit auszutesten.

Bildquelle: Team

Die Show von Franz Panhofer im Waldviertel blieb aus – sie war aber auch nicht angesagt. Für ihn stand vielmehr im Vordergrund, sein Toyota Corolla Coupé EA86 auf Schotter am Limit auszutesten, was ihm und seinem Beifahrer Richard Gollatsch beim ersten gemeinsamen richtigen Schotterspektakel auch gelungen ist. Platz 24 in der Gesamtwertung, Klassensieg, und dazu auch noch Platz 2 in der 1600er-Klasse in der ARC. Dabei stand diesem Erfolgserlebnis nur ein Rehbock im Weg. Auf der letzten Sonderprüfung stand er etwa vier Kilometer vor dem Ziel in Engabrunn im Lichtkegel von Panhofers Corolla.

"Weil die Verhältnisse im Finish der Rallye immer gefährlicher wurden, haben wir in Absprache mit Technikchef Karl Trisko und Car Chief Roman Steinbauer beim letzten Ringerl abgedreht – 'Auto heimbringen' war angesagt. Wir wollten unsere Position nicht gefährden, Richard war zu diesem Zeitpunkt Vizemeister in der Beifahrerwertung des historischen Rallyepokals, und das war ein Ziel, das wir uns gesetzt hatten. Dem Rehbock blieb daher genügend Zeit, um sich in die Weingärten zu verabschieden", sagte Panhofer, der zufrieden Bilanz zog – als Vizemeister im historischen Rallyepokal 2015 hinter Willi Rabl im Porsche 911 SC RSR.

Panhofer weiter: "Für uns war das 'Fahren über die Zielrampe' vorrangig. Wir haben schnell den Rhythmus gefunden, sind ins Fahren gekommen und haben viel gelernt. Das Auto, das bei Toyota Mitterbauer in Perg vorbereitet wurde, hat perfekt funktioniert, wofür ich mich bei meinem Chef Markus Mitterbauer herzlich bedanken möchte. Alles in allem: Ich bin stolz, was wir im Waldviertel zusammengebracht haben."

Für die Saison 2016 hat Panhofer ähnliche Pläne wie im abgelaufenen Jahr, in dem er fünf Mal am Start stand. Mit der Wechselland-Rallye begann die Saison für Panhofer mit einem Neustart. Richard Gollatsch kam als Co-Pilot ins Cockpit: "Das hat von Anfang an funktioniert. Wir haben den Schrieb umgestellt. Ich hab ihm gesagt, was ich wissen will, und einen neuen Weg miteinander gefunden."

Bei der Kärnten-Rallye gab's die ersten Erfolge. Mit einem 13.Gesamtplatz auf dem Rundkurs sorgte das Duo für Furore. Bei der Weiz-Rallye war Panhofer wieder mit Harry Auer dabei, weil Gollatsch nach einer Kieferoperation außer Gefecht gesetzt war: "Das war die heißeste Rallye in meinem Leben, und am Ende stand ein herausragendes Ergebnis." Bei der Herbstrallye in Dobersberg gab's zum obligaten Klassensieg Platz 3 im Historischen Pokal.

Im Waldviertel kam Panhofer im dritten Anlauf – nach einem Unfall und einem technischen Ausfall – endlich ins Ziel, wobei er mit den Zeiten auf den langen Prüfungen (29./27./SP 4, 27./SP6 und 26./SP7) aufzeigte. Mit Hilfe seiner Sponsoren hofft Panhofer auch im nächsten Jahr mit seinem Toyota Corolla Coupé die Konkurrenz im historischen Rallyepokal ein wenig durcheinanderbringen zu können.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

AARC, Herbstrallye: Bericht

Alpe Adria: Die Entscheidungen sind gefallen

Die Entscheidungen um den Titel sind gefallen – Alpe Adria Rally Cup & Alpe Adria Rally Trophy bei einer stark besetzten und bestens organisierten Herbst Rallye!

Offiziell: Rallye Dakar 2027

Rallye Dakar 2027 in Portugal und Marokko

Nach der Absage in Saudi-Arabien steht der neue Plan für die Rallye Dakar 2027 fest: Mit einer Route in Europa und Afrika kehrt die "Dakar" zu ihren Wurzeln zurück

MRC, Rally du Valais: Vorschau

Mitropa Cup mit Finale in der Schweiz

Mit der Rallye International du Valais in der Schweiz wird erneut das Finale im diesjährigen Mitropa Rally Cup (MRC) ausgetragen.

Luca Waldherr im motorline-Talk

„Ein Meilenstein für Waldherr Motor Sport“

Waldherr Motor Sport feierte am Wochenende mit Timo Schulz den Titel in der JuniorERC - für Teambetreiber Luca Waldherr ist es der erste Euopameistertitel. Wir baten ihn zum Interview.

WRC-Rückkehr in die USA

WRC: Diese Region wird zur Rallye-Bühne

Die WRC kehrt 2027 in die USA zurück, nun stehen weitere Details fest: Knoxville wird Rallye-Zentrum, der zeremonielle Start erfolgt in Nashville

ARC, Herbstrallye: Bericht Kiehtreiber

Nothing’s gonna stop us

Die Saison 2026 verlief für René Kiehtreiber mit zwei Ausfällen und vier erfolgreich beendeten Rallyes sehr wechselhaft, zum Abschluß wollten er und sein Stamm-Copilot es noch einmal genau wissen.