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ORM: Waldviertel-Rallye

88 Teams haben fürs Finale genannt

Traditionelles Saisonfinale des heimischen Rallyesports: Keine WRCs am Start, dafür dank European Rally Trophy aber zwölf R5-Autos.

Foto: Daniel Fessl

Die Waldviertel-Rallye am 18./19. November 2016 stellt den traditionellen Saisonabschluss im heimischen Rallyesport dar. Sportlicher Höhepunkt: Heuer wird dieser Klassiker erstmalig als letzter Prädikatslauf zur FIA European Rally Trophy 2016 ausgetragen; das heißt, dass es zu vier internationalen Entscheidungen in der E.R.T. kommen wird. Darüber hinaus zählt die Waldviertel-Rallye als siebenter Lauf auch zur heimischen Rallyemeisterschaft, zum österreichischen Rallyecup der OSK, zur österreichischen historischen Rallyemeisterschaft, zum historischen Rallyepokal der OSK und zur niederösterreichischen Rallyetrophy.

Veranstalter sind auch bei der 36. Auflage wieder der ÖAMTC-ZV Baden und der MSRR Neulengbach. Gesamtorganisationsleiter ist Helmut Schöpf mit seinem Team. Begonnen hat diese Serie im Jahre 1981 als Semperit-Rallye, bevor 2001 nach Wegfall dieses Titelsponsors der Name Waldviertel-Rallye gewählt wurde. Der erste Rallyetag mit vier Sonderprüfungen findet wieder in und um St. Pölten statt. Schöpf ist es neuerlich gelungen, die SP 2 im VAZ St. Pölten live auf ORF Sport plus zur Übertragung zu bringen. Nicht nur dieser Höhepunkt wird die Fans begeistern, es gibt auch eine Ausstellung historischer Rallyeboliden bis hin zum Audi S1.

Weiters wird es dort eine Charity-Drift-Challenge geben, außerdem wird der "Racemaster Austria" ermittelt, wobei hauptsächlich historische Rallyefahrzeuge in direkten Duellen aufeinandertreffen werden. Rund 25 Autos mit vielen ehemaligen Rallyefahrern werden am Start sein. Außerdem hat man ehemalige heimische Spitzenfahrer eingeladen. Sie werden zum Thema "Rallyesport einst und jetzt" in der Halle C des VAZ in Interviewform Stellung beziehen und den Fans auch für Autogrammwünsche zur Verfügung stehen.

Der zweite Rallyetag am Samstag hat dann das namensgebende Waldviertel und das Schloss Grafenegg (mit Rallyeleitung und Medienzentrum) zum Mittelpunkt. Dort befindet sich auch die Servicezone, wo die Fahrzeuge von den einzelnen Prüfungen immer wieder ins Regrouping zurückkehren. Auf dem Programm stehen weitere acht Sonderprüfungen mit den schon bekannten Namen wie Kronsegg - Gföhl, Wolfshoferamt, Langenlois und Manhartsberg.

Die Gesamtlänge der Rallye beträgt knapp 420 Kilometer, wovon 159 Kilometer auf den zwölf Sonderprüfungen gefahren werden. Der Schotteranteil der Strecken beträgt 62,66 Prozent, jener auf Asphalt 37,34 Prozent.

Technische Daten der Waldviertel-Rallye 2016

Gesamtlänge: 419,93 Kilometer
davon auf SP: 158,92 Kilometer
Anzahl der Sonderprüfungen: 12
Schotter-/Asphaltanteile, 1. Tag: 56,82%/43,18%
Schotter-/Asphaltanteile, 2. Tag: 64%/36%
Gesamt: 62,66% Schotter, 37,34% Asphalt

Insgesamt haben 88 Teams für die Waldviertel-Rallye genannt. Darunter befinden sich zwei EM- und acht nationale Prioritätsfahrer. 49 heimischen Teams stehen heuer 39 ausländische Mannschaften gegenüber. Im 36. Jahr der Waldviertel-Rallye sind 16 Nationen am Start, Österreich ist mit 49 Startern vertreten. Die Bemühungen, die heurige Waldviertel-Rallye zum Finale der FIA European Rally Trophy zu machen, haben sich für Organisationsleiter Helmut Schöpf mehr als nur gelohnt. Die Beteiligung von 39 ausländischen Mannschaften ist laut Veranstalter herausragend und verspricht tollen Rallyesport.

Gemeinsam mit der heimischen Meisterschaft werden nicht weniger als zwölf R5-Boliden zu sehen sein, womit das Fehlen der beiden heimischen WRCs als verschmerzbar betrachtet wird. Von den insgesamt 88 genannten Teams werden 36 Mannschaften um den Titel in der FIA European Rally Trophy kämpfen. Deren Verteilung auf die drei Kategorien lautet ERT elf Starter, ERT2 fünf, ERT3 20. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass bei der 36. Waldviertel-Rallye 44 Teilnehmer, darunter 15 österreichische Teams und 29 ausländische Mannschaften, zum allerersten Mal im Rahmen der Rallye-ÖM 2016 an den Start gehen.

Beachtlich ist auch das Nennergebnis jener Starter, die bei der Rallyeshow in St. Pölten den "Racemaster" ermitteln. Dort werden 19 Autos am Start sein. Bekannteste Protagonisten sind Josef Pointinger, Günther Knobloch, Franz Zehetner und Patrick Eigenbauer. Die Rallyeshow ist eine Veranstaltung für historische und moderne Fahrzeuge, bei der das Einhalten der jeweiligen Schnitte oder einer Vorgabezeit nach einem Punktesystem bewertet wird. Teilnahmeberechtigt in der Klasse "Rallyelegenden" sind Fahrzeuge, die eine gültige Straßenzulassung besitzen und den technischen Bedingungen der StVO entsprechen.

Im Rahmen der Rallyeshow sind auch Fahrzeuge ohne Straßenzulassung in der Serie "Racemaster" zugelassen. Diese befahren nur die Wertungsstrecken im VAZ St. Pölten. Alle Sonderprüfungen im Superstage-Modus werden auf Bestzeit gefahren. Die Strecke der Rallyelegenden umfasst die Rallyeshowstrecke im VAZ St. Pölten im Superstage-Modus sowie StVO-Etappenstrecken und gesperrte Wertungsstrecken, die nach einem Vorgabeschnitt zu absolvieren sind. Das "Racemaster Austria" umfasst ausschließlich die Strecken im VAZ im Superstage-Modus.

Bei den Rallyelegenden werden die geringsten Zeitunterschiede der Sonderprüfungen 2/4 zum Vorgabeschnitt gewertet. Bei Gleichstand erhält das ältere Baujahr den Vorzug. Der Wertungsmodus "Racemaster" sieht vor, dass die schnellsten Zeiten der Sonderprüfung 1/3 und des Qualifikationslaufs I der Superstage-Sonderprüfung VAZ gewertet werden. Mindestens die jeweils vier schnellsten Teams aus jeder Klasse nehmen am Finale teil.

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