RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Schneebergland-Rallye

Alle gesteckten Ziele erreicht

Karl Wagner und Gerda Zauner konnten bei ihrem zweiten Einsatz im Ford Fiesta R5 den hervorragenden 5. Platz belegen.

Fotos: Walter Vogler/Weitsicht.cc

Nach ihrer ersten Rallye im Fiesta R5 im letzten Jahr, beschlossen Karl Wagner und seine Copilotin Gerda Zauner den nächsten Schritt in „die Moderne“ zu wagen und bei der Schneebergland-Rallye auf den Schotterpisten rund um Rohr im Gebirge an den Start zu gehen.

Rund 180 Kilometer hatte man bis dato im Fiesta R5 absolviert und die Umstellung vom Porsche 911 auf den modernen Boliden verlief besser als gedacht: „Es ist fast so als würde man das Gehen neu lernen. Es beginnt bei der Änderung der Linie, den veränderten Bremspunkten und noch viel mehr. Der Umstieg ist schon gewaltig, darum hatte ich bei der Waldviertel-Rallye auch ein wenig die Hosen voll“, erklärt Wagner. „Bei der ersten Rallye bist du halt viel mehr mit den Sachen beschäftigt, die neu dazukommen, wie die Launch Control, das ALS und so weiter. Diesmal konnte ich mich erstmals rein auf das Fahren konzentrieren.“

Die ersten beiden Sonderprüfungen brauchte das Team, um sich an die selektive Streckenführung zu gewöhnen, doch man kam immer besser in Fahrt; die Zeiten bestätigten das gute Gefühl. Doch auf SP4 musste man dann zurückstecken: „Wir sind irgendwo mit der Front eingetaucht. Es gab keinen Schlag oder ähnliches, doch plötzlich leuchtete die Warnlampe der Motortemperatur auf. Um keinen Motorschaden zu riskieren habe ich sofort das ALS abgedreht und bin quasi im Schleichgang die Prüfung zu Ende gefahren“, erklärt Wagner den Zeitverlust. Am Ziel der SP zeigte sich, was passiert ist: „Das Plastik unterhalb des Kühlers war hochgebogen und verdeckte diesen. Wir müssen einen Stein oder eine Welle erwischt haben.“

Der Schaden konnte noch vor Ort mittels Racetape behoben werden, da der Kühler selbst nicht beschädigt wurde. Doch am Start der nächsten Prüfung bremste erneut eine Warnlampe Wagner und Zauner aus: „Diesmal war es der Wasserdruck, knapp 800 Meter nach dem Start. Ich habe erneut den Stagemodus ausgeschaltet und bin mit dreiviertel Gas über die Prüfung gerollt“, so Wagner.

Im anschließenden Service konnte das Wasserproblem behoben werden. Zudem änderte man das Setup, um bei der Nachmittagsschleife wieder attackieren zu können, da man am Vormittag mit massiven Untersteuern kämpfte. Der Nachmittag verlief problemlos, sodass Karl Wagner und Gerda Zauner auf Rang 5 liegend das Ziel in Rohr im Gebirge erreichten.

„Es war echt super. Eine tolle, kompakte Rallye mit anspruchsvollen Sonderprüfungen. Es war im Nachhinein gesehen absolut richtig, den Motor am Vormittag zu schonen, auch wenn es Zeit gekostet hat. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!“, resümiert der Wiener. Und auch Gerda Zauner zeigt sich zufrieden: „Es war eine echt super Rallye. Ich liebe dieses Auto. Auch der Karl ist super gefahren, ich finde keinen Anlass etwas zu kritisieren. Ich bin noch immer in Höchstform“, erklärt die erfahrene Copilotin.

Wagner und Zauner werden Ende August wieder am Start sein, jedoch in Italien und sicherlich ohne „Wasserschaden“, da man mit dem Porsche 911 die Rally Alpi Orientali in Angriff nehmen wird. Der nächste Start im Fiesta R5 ist beim Saisonfinale im Waldviertel geplant.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Schneebergland-Rallye

Weitere Artikel:

WRC Safari-Rallye Kenia: Nach SP6

Ogier bläst zur Jagd auf Solberg

Während Oliver Solberg bei der Safari-Rallye am Freitagmorgen an der Spitze blieb, machte Sebastien Ogier mit einer Aufholjagd wertvolle Zeit gut

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 1 (SP2)

Fünffachspitze für Toyota

Angeführt von Oliver Solberg liegen nach zwei von 20 Wertungsprüfungen in Kenia fünf Toyota-Fahrer in den Top 5 - Hyundai führt das Verfolgerfeld an

Alpenfahrt Revival 2026: 1. Vorschau

Starterfeld nimmt langsam Formen an

Bis jetzt haben bereits 24 Mannschaften ihre Nennung abgegeben - Super-Star wird Rallye Ex-Weltmeister Stig Blomqvist mit Arne Hertz sein

Lavanttal Rallye ist bereit

Lavanttal Rallye in den Startlöchern

Österreichs älteste und nach wie vor aktive Rallye findet vom 9. bis 11. April 2026 im Lavanttal mit dem Mittelpunkt in Wolfsberg statt.

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP 11

Titelverteidiger im Angriffsmodus

Simon Wagner holte frühmorgens auf, doch der Spitzenreiter der Rebenland Rallye, Michael Lengauer, schlug wieder zurück / Entscheidung um den Sieg fällt bei den Königsprüfungen am Nachmittag / Sekundenkrimi auch um Platz drei

WRC Safari-Rallye: Bericht

Erster WRC-Sieg für Takamoto Katsuta

34 Jahre musste Japan auf einen WRC-Sieg warten: Bei der legendären Safari-Rallye in Kenia endet die lange Durststrecke - dank Takamoto Katsuta