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ORM: Schneebergland-Rallye

Alle gesteckten Ziele erreicht

Karl Wagner und Gerda Zauner konnten bei ihrem zweiten Einsatz im Ford Fiesta R5 den hervorragenden 5. Platz belegen.

Fotos: Walter Vogler/Weitsicht.cc

Nach ihrer ersten Rallye im Fiesta R5 im letzten Jahr, beschlossen Karl Wagner und seine Copilotin Gerda Zauner den nächsten Schritt in „die Moderne“ zu wagen und bei der Schneebergland-Rallye auf den Schotterpisten rund um Rohr im Gebirge an den Start zu gehen.

Rund 180 Kilometer hatte man bis dato im Fiesta R5 absolviert und die Umstellung vom Porsche 911 auf den modernen Boliden verlief besser als gedacht: „Es ist fast so als würde man das Gehen neu lernen. Es beginnt bei der Änderung der Linie, den veränderten Bremspunkten und noch viel mehr. Der Umstieg ist schon gewaltig, darum hatte ich bei der Waldviertel-Rallye auch ein wenig die Hosen voll“, erklärt Wagner. „Bei der ersten Rallye bist du halt viel mehr mit den Sachen beschäftigt, die neu dazukommen, wie die Launch Control, das ALS und so weiter. Diesmal konnte ich mich erstmals rein auf das Fahren konzentrieren.“

Die ersten beiden Sonderprüfungen brauchte das Team, um sich an die selektive Streckenführung zu gewöhnen, doch man kam immer besser in Fahrt; die Zeiten bestätigten das gute Gefühl. Doch auf SP4 musste man dann zurückstecken: „Wir sind irgendwo mit der Front eingetaucht. Es gab keinen Schlag oder ähnliches, doch plötzlich leuchtete die Warnlampe der Motortemperatur auf. Um keinen Motorschaden zu riskieren habe ich sofort das ALS abgedreht und bin quasi im Schleichgang die Prüfung zu Ende gefahren“, erklärt Wagner den Zeitverlust. Am Ziel der SP zeigte sich, was passiert ist: „Das Plastik unterhalb des Kühlers war hochgebogen und verdeckte diesen. Wir müssen einen Stein oder eine Welle erwischt haben.“

Der Schaden konnte noch vor Ort mittels Racetape behoben werden, da der Kühler selbst nicht beschädigt wurde. Doch am Start der nächsten Prüfung bremste erneut eine Warnlampe Wagner und Zauner aus: „Diesmal war es der Wasserdruck, knapp 800 Meter nach dem Start. Ich habe erneut den Stagemodus ausgeschaltet und bin mit dreiviertel Gas über die Prüfung gerollt“, so Wagner.

Im anschließenden Service konnte das Wasserproblem behoben werden. Zudem änderte man das Setup, um bei der Nachmittagsschleife wieder attackieren zu können, da man am Vormittag mit massiven Untersteuern kämpfte. Der Nachmittag verlief problemlos, sodass Karl Wagner und Gerda Zauner auf Rang 5 liegend das Ziel in Rohr im Gebirge erreichten.

„Es war echt super. Eine tolle, kompakte Rallye mit anspruchsvollen Sonderprüfungen. Es war im Nachhinein gesehen absolut richtig, den Motor am Vormittag zu schonen, auch wenn es Zeit gekostet hat. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!“, resümiert der Wiener. Und auch Gerda Zauner zeigt sich zufrieden: „Es war eine echt super Rallye. Ich liebe dieses Auto. Auch der Karl ist super gefahren, ich finde keinen Anlass etwas zu kritisieren. Ich bin noch immer in Höchstform“, erklärt die erfahrene Copilotin.

Wagner und Zauner werden Ende August wieder am Start sein, jedoch in Italien und sicherlich ohne „Wasserschaden“, da man mit dem Porsche 911 die Rally Alpi Orientali in Angriff nehmen wird. Der nächste Start im Fiesta R5 ist beim Saisonfinale im Waldviertel geplant.

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