RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Franz Sonnleitner feiert Klassensieg im Schneebergland

Mit einem Klassensieg und einem starken 7. Gesamtrang bei der hochkarätig besetzten Veranstaltung rund um Rohr im Gebirge (NÖ) meldeten sich Franz Sonnleitner und sein Co-Pilot Walter Pfaffenhuemer eindrucksvoll in der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft zurück.

Fotos: Daniel & Dominik Fessl

Von der zweijährigen Pause des Niederösterreichers in der ÖM war von Beginn nichts zu merken. Trotz fehlender Tests und neuem Beifahrer gelang gleich zum Auftakt eine 6. Gesamtzeit, mitten im Feld der WRC, R5 und S2000 Fahrzeuge. Die anschließende SP „Jagahütt“ über 28 km groben Schotter forderte bei mehr als 60 Grad Innentemperatur Mensch und Material gleichermaßen. Auch in dieser Prüfung konnte das Duo im seriennahen Mitsubishi Evo IX mit einer weiteren Top-10 Zeit überzeugen. Der Wanger zeigte sich im ersten Service überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich zu Beginn so gut läuft. Meinen neuen Beifahrer Walter Pfaffenhuemer habe ich ja erst einen Tag vor der Rallye kennengelernt. Die 6. Gesamtzeit in der ersten SP hat aber gezeigt, dass das Zusammenspiel sehr gut funktioniert hat. Und ich bin in der Zwischenzeit anscheinend auch nicht eingerostet.“

Vor dem zweiten Befahren der Königsprüfung wurden die Fahrzeuge am Start angehalten, da sich Teamkollege und Sponsor Gerald Rigler mit seinem Peugeot 207 S2000 nach wenigen Kilometern spektakulär mit mehrfachen Überschlägen aus der Rallye verabschieden musste. Für den KFZ-Werkstattbesitzer Sonnleitner bedeutete dies eine zusätzliche Herausforderung: „Zuerst wussten wir nicht, was passiert war. Als wir dann erfuhren, dass unsere Teamkollegen verunfallt sind, hat uns das schon etwas beunruhigt. Zum Glück hat man uns am Start noch gesagt, dass ihnen nichts passiert ist. Trotzdem haben wir aufgrund der extrem tiefen Spurrillen und des losen Gerölls ein wenig Tempo herausgenommen, um keinen Unfall oder Ausfall zu riskieren.“

Aufgrund der Tatsache, dass die Rettungsfahrzeuge im tiefen Schotter stecken geblieben wären, wurde die dritte Fahrt der 28 km langen Extremprüfung – dieses Mal in die andere Richtung – abgesagt. Für Sonnleitner die richtige Entscheidung: „Ich habe bereits im Mittagsservice gesagt, dass die Strecke unfahrbar sein wird. Selbst die Topfahrer mit den WRC und R5 Autos hatten bei der zweiten Durchfahrt ihre Probleme. Da schaut es für die seriennahen Fahrzeuge noch viel schlimmer aus. Jetzt freue ich mich auf die kurzen Prüfungen, wo ich noch einmal den Hammer raus hole!“

Diesen Worten ließ der Niederösterreicher Taten folgen und zauberte zum Abschluss sogar eine 5. Gesamtzeit in den Schotter. Das Ergebnis der beherzten Fahrt konnte sich im Ziel sehen lassen. Das Duo wurde mit dem Mitsubishi Lancer Evolution IX als bestes seriennahes Fahrzeug mit dem Klassensieg und dem 7. Gesamtrang abgewunken. Sonnleitner abschließend: „Das ist schon ein richtig gutes Gefühl, dass ich auf Anhieb mit der Spitze mithalten kann. Ich möchte mich beim gesamten Team mit meinen unermüdlichen Mechanikern, meiner Familie und Freunden sowie bei Walter für die Unterstützung bedanken. Ein besonderer Dank geht an Gerald Rigler und seinen Beifahrer Martin Rossgatterer, die uns trotz ihres Ausfalls motiviert haben und sogar für eine Sektdusche auf der Zielrampe gesorgt haben.“

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Schneebergland-Rallye

Weitere Artikel:

MRC, 3 Städte Rallye: Bericht

Von Thurn und Taxis gewinnt MRC-Wertung

Starke Leistung von Albert von Thurn und Taxis/Jara Hain auch mit Platz 2 der Gesamtwertung der 3-Städte-Rallye. Pech für den 7-fachen Mitropa Rally Cup Gewinner Hermann Gaßner Sr.

Project Rally One entwickelt sein Auto für das WRC-Reglement 2027: Beim jüngsten Test in Frankreich saß auch Rekordweltmeister Sebastien Loeb am Steuer

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP10)

Solberg führt - Titelkampf spitzt sich zu

Oliver Solberg dreht die Rallye Italien: Mit zwei Bestzeiten setzt sich der Toyota-Pilot an die Spitze und verkürzt im WM-Kampf den Rückstand auf Elfyn Evans. Raith 12. der RC2. Masters: Garandos führt.