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ORM: Lavanttal-Rallye

G. Aigner im Lavanttal auf Werbetour

Mit einer Platzierung im Spitzenfeld hofft der Oberösterreicher Gerhard Aigner, Sponsoren zu halten bzw. künftige zu beeindrucken.

Fotos: Daniel Fessl

Wenn an diesem Freitag der dritte Rallye-ÖM-Lauf 2018 im Lavanttal gestartet wird, will sich Gerhard Aigner nicht nur die Aufmerksamkeit der tausenden zu erwartenden Fans, sondern dank einer starken Leistung vor allem auch das weitere Interesse seiner Geldgeber sichern. "Die Rallye in Wolfsberg ist für mich eine Art Bewerbungsschreiben", meint der Oberösterreicher zu seinem mittlerweile vierten Auftritt mit einem Ford Fiesta WRC.

Eigentlich hätte Gerhard Aigner so ein Empfehlungsgesuch nicht wirklich nötig: ein zweiter Platz bei der heurigen Jännerrallye, ein dritter Platz bei der vorjährigen Lavanttal-Rallye und der momentan zweite Platz in der österreichischen Staatsmeisterschaft sind an sich Erfolge, die schon eine gepflegte Visitenkarte in der heimischen Rallyeszene darstellen und ihn in die Riege der besten Piloten des Landes hieven.

Ein Stockerlplatz ist auch diesmal das Ziel des Vorchdorfers, für dessen Beifahrer das Kärntner Motorsporthighlight sogar ein echtes Heimspiel ist: Marco Hübler stammt direkt aus Wolfsberg und freut sich demnach auf viele bekannte Gesichter in den Zuschauerzonen.

Dass der Einsatz eines World Rally Cars keine billige Variante ist, weiß Aigner freilich: "Darum ist auch dementsprechend viel Lauf- und Überzeugungsarbeit nötig, um die dafür nötigen Sponsoren zu finden und diese dann auch bei der Stange zu halten. Eine ganze Meisterschaftssaison ist finanziell nicht abgesichert. Ich muss mich leider immer von Rallye zu Rallye hanteln."

Dabei hat Aigner noch Glück – weil sein Team R+ Racing aus Mailand keinen R5-Boliden frei hat, wird ihm das WRC (Baujahr 2012) zu denselben, etwas günstigeren R5-Konditionen bereitgestellt. "Aber teuer genug ist es trotzdem noch immer", lacht der 43jährige Busunternehmer. Wie auch immer: Gute Ergebnisse sind die beste Werbung und damit auch das beste Mittel, um Förderer bei Laune zu halten. Daher heißt die Vorgabe für die Lavanttal-Rallye nicht nur ins Ziel zu kommen, sondern sich auch im Spitzenfeld zu etablieren.

Aigner: "Ich will so knapp wie möglich an die österreichischen Spitzenpiloten herankommen; vor allem den zeitlichen Abstand zu Gerwald Grössing, der ja auch ein World Rally Car lenkt, will ich verringern." Lauter Ziele eben, mit denen es möglich ist, den Argumentespeicher für neue Werbetouren in eigener Sache aufzufüllen, denn mit der Zielflagge im Lavanttal beginnt für Gerhard Aigner schon wieder die Sponsorenlaufarbeit bezüglich der danach folgenden Schneebergland-Rallye.

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