Rallye

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

ORM: Niederösterreich-Rallye

Lokalmatador als Action-Hero

Michael Kogler sorgte für Action im Live-TV: Überschlag im Ziel, trotzdem 2WD-Bestzeit. Bei den „Großen“ liegen Baumschlager und Neubauer vorne.

Foto: Harald Illmer

Die Zuschauer vor den TV-Geräten staunten nicht schlecht, als Michael Kogler in der Live-Übertragung auf ORF Sport + seinen Citroen quasi über die Ziellinie überschlug – der Melker Lokalmatador büßte bei dem spektakulären Malheur jedoch keine Zeit ein und durfte sich vielmehr über die Bestzeit bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen freuen. Kogler nahm es entsprechend gelassen: „Für die Fans war es Action pur.“ Mit Blick auf die ausgeschlagene Heckscheibe fügte Kogler etwas zerknirscht hinzu: „Für die Mechaniker wird es leider Arbeit pur.“

Die neue Niederösterreich-Rallye startete ihren Prolog, den Rundkurs Bergland bei spätsommerlichem Kaiserwetter – auf der rund 30 Kilometer langen Sonderprüfung waren wie erwartet die beiden heimischen Champions Raimund Baumschlager und Hermann Neubauer am schnellsten unterwegs. Im Duell um den Vizemeistertitel hat Gerhard Aigner nach einem Dreher von Johannes Keferböck die Nase vorne.

In der ORM2WD fuhr Luca Waldherr hinter dem eingangs erwähnten Bestzeithalter Michael Kogler die zweitschnellste Zeit, der Tabellenleader kämpfte jedoch nach halber Distanz mit erhöhter Motortemperatur. Doch auch seine beiden Konkurrenten im Titel-Dreikampf kämpften mit Problemen: Christoph Zellhofer fiel eine Kurve vor der Rundkursausfahrt eine Antriebswelle aus, Willi Stengg wiederum rutschte gleich in der ersten Kurve von der Strecke und büßte laut eigener Schätzung rund zehn Sekunden ein.

Die Niederösterreich-Rallye wird am Samstag um 8.10 Uhr mit dem Start der zweiten Sonderprüfung fortgesetzt – das Ergebnis des Prologs wird auch für die Startreihenfolge am zweiten Tag herangezogen.

Stimmen der Piloten:

Raimund Baumschlager: „Erstmals seit meinem Unfall konnte ich wieder von Beginn an Gas geben – das Selbstvertrauen steigt, ich bin zufrieden.“

Hermann Neubauer: „Alles bestens – nur die Zeit stimmt nicht.“
(Ein Doppelauslöser am Start-Schranken wurde festgestellt, die Zeit wurde um 7s korrigiert)

Jaroslav Orsak: „Ich fahre zum ersten Mal seit einem Jahr Pause – ich hatte auch keinen Test und mir fehlt in schnellen Kurven noch das Vertrauen. Ich fahre just for fun.“

Maximilian Koch: „Ich hatte ein Jahr Pause und fahre zum ersten Mal mit einem R5. So gesehen bin ich zufrieden.“

Gerhard Aigner: „Es hat alles gut gepasst, ein guter Einstand.“

Johannes Keferböck: „Ich habe in einer Spitzkehre zu spät gebremst, mich gedreht und wir sind mit dem Heck voran rausgerutscht, wobei auch der Motor abgestorben ist. Das hat uns sicher 25 Sekunden gekostet.“

Luca Waldherr: „Ich hatte nach der halben Distanz einen gebrochenen Lüfter, die Motortemperatur war bei 130 Grad. Ich denke, dass uns das fünf bis zehn Sekunden gekostet hat.“

Christoph Zellhofer: „Kurz vor der Ausfahrt aus dem Rundkurs hatten wir eine defekte Antriebswelle – ich musste dann mit dem ‚Einradantrieb‘ ins Service fahren.“

Willi Stengg: „Bin gleich in der ersten Kurve abgeflogen – bis wir aus dem Graben wieder rauskamen, vergingen sicher zehn Sekunden. Ich mag solche Rundkurs außerdem nicht und ich hatte zu harte Reifen gewählt. Doch die Rallye hat gerade erst begonnen...“

Martin Kalteis: „Ich fuhr eine Runde zu wenig – ich könnte mich in den Hintern beißen..“

Andreas Aigner: „Wir mussten die letzten zehn Kilometer mit einem ‚Patschen‘ fahren.“

Niederösterreich-Rallye nach 1 von 9 Sonderprüfungen:

1. Raimund Baumschlager/Pirmin Winklhofer (A/D, Skoda Fabia R5) 15:48,6 Min
2. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel (A/A, Ford Fiesta R5) +4,1 Sek
3. Jaroslav Orsak/Ondrej Krajca (CZ/CZ, Ford Fiesta R5) +14,0
4. Maximilian Koch/Lisa Brunthaler (D/D, Skoda Fabia R5) +28,8
5. Jozsef Trencsenyi/Gabor Verba (H/H, Skoda Fabia R5) +36,1
6. Gerhard Aigner/Marco Johannes Hübler (A/A, Ford Fiesta R5) +46,7
7. Johannes Keferböck/Ilka Minor (A/A, Skoda Fabia R5) +58,7
8. Patrik Rujbr/Jan Rysanek (CZ/CZ, Skoda Fabia R5) +1:06,4
9. Bernd Zanon/Denis Piceno (I/I, Peugeot 208 R5) +1:22,2
10. Michael Kogler/Andre Kachel (A,D, Citroen DS3 R3) +1:23,4
11. Luca Waldherr/Tobias Unterweger (A/A, Opel Adam R2) +1:25,2
12. Martin Zellhofer/Jürgen Heigl (A/A, Suzuki Swift S1600) +1:30,6
13. Riccardo Holzer/Mario Palmsteiner (A/A, Mitsubishi Lancer Evo 6.5) +1:31,5
14. Christoph Zellhofer/Thomas Schöpf (A/A, Suzuki Swift S1600) +1:48,2
15. Janos Tergulicza/David Erdelyi (H/H, Mitsubishi Lancer EvoVI) +1:48,2
16. Willi Stengg/Jürgen Klinger (A/A, Opel Adam R2) +1:50,0

Die Niederösterreich-Rallye im TV

Sonntag, 30.09.2018: 11.30h - ORF eins: Sportbild

Mittwoch, 03.10.2018: 20.15h - ORF Sport+: Highlights der Niederösterreich Rallye 2018

Wiederholung:
04.10.2018 - 08:15h / 05.10.2018 - 00:15h / 05.10.2018 - 12:15h
06.10.2018 - 03:15h / 06.10.2018 – 16:15h

Die LIVE Stimmen der Piloten

Samstag, 29. September 2018:
09:30 Uhr: Stimmen nach SP 3
11.30 Uhr: Stimmen nach SP 5
15:30 Uhr: Stimmen nach SP 7
18:45 Uhr: Stimmen vor Ziel

LIVE über folgenden Link:
mixlr.com/michael-noir-trawniczek

Zum NACHHÖREN wenige Minuten nach Ende der Liveübertragung:
mixlr.com/michael-noir-trawniczek/showreel/

Alle weiteren Infos wie Zeitplan usw über:
www.noe-rallye.at/

Nach SP5 Nach SP5 NÖ-Rallye startet durch NÖ-Rallye startet durch

Ähnliche Themen:

ORM: Niederösterreich-Rallye

Weitere Artikel

In Vielfalt und Zeitraum unübertroffen

Rückblick: 70 Jahre Bulli

Der VW Transporter feiert den 70er, kein anderes geschlossenes Nutzfahrzeug wurde über einen so langen Zeitraum gebaut, mit ein Grund des großen Erfolges ist die unglaubliche Vielfalt.

Treffen mit Stroll in Gstaad: Was steckt hinter den Gerüchten?

Vettel und Aston Martin: Noch ist nichts unterschrieben!

Lawrence Stroll möchte Sebastian Vettel unbedingt als Leithammel für sein Aston-Martin-Team engagieren, doch Vettel hat sich noch nicht entschieden.

Es wird Zeit für ein Duell auf Augenhöhe: Die Fat Boy, die gerade ihren 30. Geburtstag mit einem Sondermodell feiert, gegen die neue Livewire. Welche bietet mehr amerikanisches Motorrad?

Der große Wrangler-Rivale ist wieder da

Das ist der neue Ford Bronco

Nach 24 Jahren hat Ford (für viele Amerikaner und Offroad-Fans) endlich den neuen Bronco vorgestellt - und das gleich als ganze Familie: als Zweitürer, Viertürer und "abgespeckte" Bronco Sport Variante.