RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Loeb gewinnt vor Grönholm

Den WM-Titel musste der junge Franzose denkbar knapp Petter Solberg überlassen, wenigstens auf Gran Canaria konnte er gewinnen.

Dabei gewann der die Wiederauflage des spannenden Duells aus dem Vorjahr: Doch dieses Mal behielt Sebastien Loeb die Oberhand und konnte seinen Widersacher Marcus Grönholm besiegen.

Im letzten Jahr hatte noch der finnische Rallye-Weltmeister die Nase vorne, in diesem Jahr gewann Loeb zwei der drei Final-Läufe und krönte sich somit zum „Sonnenkönig“ von Gran Canaria.

Beim frischgebackenen „Champion der Champions“ war die Freude über den Erfolg sichtlich groß: „Letztes Jahr wurde ich Zweiter und im Jahr darauf, also heuer, wurde ich Zweiter der Rallye- Weltmeisterschaft. Wenn sich diese Serie fortsetzt, dann wäre ich nächstes Jahr um diese Zeit ein sehr glücklicher Mann“, meinte Loeb mit einem Augenzwinkern.

Auf dem Weg zum Sieg gab Loeb keinen einzigen Laufsieg ab, als Tüpfelchen auf dem i konnte er dann Marcus Grönholm auch noch mit dessen „Arbeitsgerät“, dem Peugeot 206 WRC, schlagen.

Auf die Frage, wie sich das Auto der Konkurrenz fahren ließe, meinte Loeb diplomatisch: „Am Anfang dachte ich, es würde sehr schwierig sein, sich umzustellen und ich müsste viel lernen. Aber am Ende hatte ich den Dreh schnell heraus!“

Bei seinem insgesamt vierten Auftritt auf Gran Canaria profitierte der 29jährige Franzose aber auch von seiner Erfahrung: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Fahrten im Finale. Um hier schnell zu sein, musst du genau wissen, wo du spektakulär fahren kannst und wo du auf der Linie bleiben musst. Es gibt viele Ecken, wo du enorm viel Zeit verlieren kannst, wenn du zu hart fährst.“

Marcus Grönholm haderte ein wenig mit dem Schicksal. Nachdem er den ersten Durchgang verloren hatte, traten am Auto von Loeb technische Probleme auf, der Start zum zweiten Lauf verzögerte sich.

„Möglicherweise habe ich ein wenig die Konzentration verloren“, so Grönholm. „Aber ich habe wahrscheinlich zu viel riskiert und Sebastien war heute einfach zu schnell für mich.“

Die Konkurrenz auf dem Weg in das Finale war hart, das Halbfinale war allerdings den WRC-Cracks vorbehalten: Während sich Sebastien Loeb gegen Francois Duval durchsetzte, blieb Marcus Grönholm gegen den nächstjährigen Mitsubishi-Piloten Gilles Panizzi siegreich – beide Duelle verliefen übrigens äußerst knapp.

Für ein besonderes Spektakel sorgte – einmal mehr – X-Games-Star Travis Pastrana. Der Amerikaner beendete seinen Fight gegen Marcus Grönholm mit einer astreinen Rolle in seinem Mitsubishi Evo VIII: „Ich habe versucht, wirklich spät zu bremsen. Richtig spät. Aber das war dann wohl doch etwas übertrieben...“

Zum Abschluss eines erfolgreichen Rallye-Wochenendes gab es für Sebastien Loeb auch noch die Auszeichnung zum „Rally Driver of the Year“. Der Titel wird jedes Jahr von der Organisatorin Michele Mouton vergeben, als Jury fungieren die Teamchefs aller WRC-Teams. Auch Francois Duval konnte sich freuen, er wurde von derselben Jury zum „Young Rally Driver of the Year“ gewählt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Race of Champions: Gran Canaria

- special features -

Weitere Artikel:

AARC, Vipavska Dolina: Bericht

Ungarische Festspiele in Slowenien!

24 Teams von AARC & AART waren angesagt, doch leider mussten der AARC-Vorjahrsieger Niki Schelle und auch die Italiener Cepek/Colja aus gesundheitlichen Gründen ihren Start absagen

WRC Rallye Portugal: Nach SP14

Solberg stürmt im Regen an die Spitze

Heftiger Regen wirbelt die Rallye Portugal durcheinander: Oliver Solberg stürmt von Rang vier an die Spitze, Sebastien Ogier verliert überraschend Zeit

Zur Saisonhalbzeit werfen wir einen Blick auf die Tabellen der TEC7 ORM. Einen knappen Kampf gibt es nur noch in der TEC7 ORM2…

Die Rally Gran Canaria war Ilka Minors 150. WM-Rallye - Johannes Keferböck erfreute seine Copilotin mit gesteigerten Speed-Werten und einer zugleich souveränen Fahrt. Mit dem zweiten Platz im WRC Masters Cup konnte man die Tabellenführung weiter ausbauen.

Ogier sieht alten Hunger

Ott Tänak testet Toyotas 2027er WRC

Ott Tänak hat den WRC-Zirkus verlassen, fährt aber längst wieder Toyota - Der Este testete den 2027er-Prototypen bereits zweimal - Ogier glaubt: Der Hunger ist zurück