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WRC: Finnland-Rallye

Ogier: Finnland-Rückkehr auf der Kippe

Da Beifahrer Julien Ingrassia nach dem Unfall an einer Gehirnerschütterung leidet, ist ein Neustart von Sebastien Ogier bei der Finnland-Rallye ungewiss.

Julien Ingrassia, Beifahrer von Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier (Ford), hat sich bei einem Unfall am Freitag bei der Finnland-Rallye eine Gehirnerschütterung zugezogen. Aufgrund der Folgen dieser Verletzung kehrten er und Ogier am Samstag nicht wie zunächst geplant unter Rallye-2-Reglement in die Rallye zurück. Ogier und Ingrassia fuhren ihren Ford Fiesta WRC lediglich wie vorgeschrieben vom Parc Ferme in den Service, wo das Auto vom Team für den Samstag zurückgezogen wurde.

Durch diese Maßnahme verbleibt das Auto offiziell in der Rallye, Ogier und Ingrassia könnten so am Sonntag in den Wettbewerb zurückkehren und um die Punkte in der Powerstage kämpfen. Ob sie dazu allerdings in der Lage sein werden, ist aktuell noch unklar, denn Ingrassia wurde bei dem heftigen Unfall am Freitagmorgen schwerer verletzt als zunächst bekannt war.

"Weil er über Kopfschmerzen und Übelkeit klagte und sich übergeben musste, wurde er ins Zentralkrankenhaus von Mittelfinnland gebracht. Dort wurde eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert", teilte Rallyearzt Dr. Timo Kaukonen am späten Freitagabend mit. "Die Computertomographie zeigte keinerlei Auffälligkeiten."

Ingrassia wurde nach dem ersten Check aus dem Krankenhaus entlassen und am Freitagabend erneut von Dr. Kaukonen und Dr. Jean Duby, dem medizinischen Delegierten des Automobil-Weltverband FIA untersucht. "Dabei ging es ihm etwas besser, aber er hatte sich noch nicht vollständig erholt. Er klagte zudem über Schmerzen im linken Brustkorb", teilt Dr. Kaukonen mit.

"Daher habe ich nach Rücksprache mit dem medizinischen Delegierten der FIA entschieden, dass er 15 Tage lang keine Wettkämpfe bestreiten soll und anschließend ohne weitere Untersuchung wieder starten kann", so die Empfehlung des Rennarztes. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Startverbot, denn M-Sport hält sich die Entscheidung offen, ob Ogier und Ingrassia nach einem weiteren Ruhetag am Sonntag wieder starten werden.

M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson stellte gegenüber Autosport jedoch klar, dass sein Team dabei kein unnötiges Risiko eingehen wird: "Unsere größte und einzige Sorge gilt Julien, und ich muss wohl nicht betonen, dass wir nichts tun werden, was seine Gesundheit aufs Spiel setzen wird", sagt er.

Ogier war am Freitag bei der vierten Sonderprüfung in einer Linkskurve von der Strecke abgekommen und mit der Beifahrerseite hart an einem Baum angeschlagen.

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