RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Finnland-Rallye

Ogier: Finnland-Rückkehr auf der Kippe

Da Beifahrer Julien Ingrassia nach dem Unfall an einer Gehirnerschütterung leidet, ist ein Neustart von Sebastien Ogier bei der Finnland-Rallye ungewiss.

Julien Ingrassia, Beifahrer von Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier (Ford), hat sich bei einem Unfall am Freitag bei der Finnland-Rallye eine Gehirnerschütterung zugezogen. Aufgrund der Folgen dieser Verletzung kehrten er und Ogier am Samstag nicht wie zunächst geplant unter Rallye-2-Reglement in die Rallye zurück. Ogier und Ingrassia fuhren ihren Ford Fiesta WRC lediglich wie vorgeschrieben vom Parc Ferme in den Service, wo das Auto vom Team für den Samstag zurückgezogen wurde.

Durch diese Maßnahme verbleibt das Auto offiziell in der Rallye, Ogier und Ingrassia könnten so am Sonntag in den Wettbewerb zurückkehren und um die Punkte in der Powerstage kämpfen. Ob sie dazu allerdings in der Lage sein werden, ist aktuell noch unklar, denn Ingrassia wurde bei dem heftigen Unfall am Freitagmorgen schwerer verletzt als zunächst bekannt war.

"Weil er über Kopfschmerzen und Übelkeit klagte und sich übergeben musste, wurde er ins Zentralkrankenhaus von Mittelfinnland gebracht. Dort wurde eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert", teilte Rallyearzt Dr. Timo Kaukonen am späten Freitagabend mit. "Die Computertomographie zeigte keinerlei Auffälligkeiten."

Ingrassia wurde nach dem ersten Check aus dem Krankenhaus entlassen und am Freitagabend erneut von Dr. Kaukonen und Dr. Jean Duby, dem medizinischen Delegierten des Automobil-Weltverband FIA untersucht. "Dabei ging es ihm etwas besser, aber er hatte sich noch nicht vollständig erholt. Er klagte zudem über Schmerzen im linken Brustkorb", teilt Dr. Kaukonen mit.

"Daher habe ich nach Rücksprache mit dem medizinischen Delegierten der FIA entschieden, dass er 15 Tage lang keine Wettkämpfe bestreiten soll und anschließend ohne weitere Untersuchung wieder starten kann", so die Empfehlung des Rennarztes. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Startverbot, denn M-Sport hält sich die Entscheidung offen, ob Ogier und Ingrassia nach einem weiteren Ruhetag am Sonntag wieder starten werden.

M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson stellte gegenüber Autosport jedoch klar, dass sein Team dabei kein unnötiges Risiko eingehen wird: "Unsere größte und einzige Sorge gilt Julien, und ich muss wohl nicht betonen, dass wir nichts tun werden, was seine Gesundheit aufs Spiel setzen wird", sagt er.

Ogier war am Freitag bei der vierten Sonderprüfung in einer Linkskurve von der Strecke abgekommen und mit der Beifahrerseite hart an einem Baum angeschlagen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Finnland-Rallye

Weitere Artikel:

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

Der "verrückte Traum"

Wie Solberg die WRC-Elite schockte

Oliver Solberg schreibt WRC-Geschichte: Als jüngster "Monte"-Sieger aller Zeiten triumphiert der Toyota-Pilot bei extremen Bedingungen gegen die Weltelite

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.