RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Deutschland-Rallye

Dominante Vorstellung von Ott Tänak

Mit fünf SP-Siegen holt Ott Tänak am Freitag einen soliden Vorsprung heraus, nur Sébastien Ogier kann sein Tempo halbwegs mitgehen.

Ott Tänak (Toyota) hat bei der Deutschland-Rallye, dem neunten Lauf der Rallye-WM 2018, nahtlos dort weitergemacht, wo er zuletzt bei seinem souveränen Sieg in Finnland aufgehört hatte. Der Este war am Freitag klar der schnellste Mann, gewann fünf der sechs Sonderprüfungen, geht aber dennoch nur mit einem knappen Vorsprung von 12,3 Sekunden auf Sébastien Ogier (M-Sport) in die zweite Etappe.

Der amtierende Weltmeister war am Freitag der einzige, der Tänaks Tempo einigermaßen mitgehen konnte. Mit einer Bestzeit auf der ersten Sonderprüfung des Tages holte sich Ogier zunächst die Führung in der Gesamtwertung, doch Tänak schlug bei auf folgenden SP Mittelmosel I umgehend zurück und nahm Ogier in den Weinbergen fünf Sekunden ab.

Es war der Beginn eines Durchmarschs, denn Tänak gewann auch die folgenden vier SP und setzte sich so von seinen Verfolgern ab. "Heute morgen hat es sich nicht perfekt angefühlt, aber die Zeiten waren trotzdem gut", sagte Vorjahressieger Tänak. "Das Auto ist offensichtlich schnell. Es ging nur darum, dass ich mich wohl fühle. Im Moment macht es ziemlich viel Spaß."

Ogier wirkte am Ende des Tages trotz Platz zwei etwas ernüchtert. Zwar funktionierte die neue Aerodynamik seines Ford Fiesta WRC besser als in Finnland, doch Tänak hatte der Franzose nur wenig entgegenzusetzen: "Es ist sehr schwierig, gegen das Paket Ott und Toyota zu kämpfen."

Der WM-Führende Thierry Neuville (Hyundai) war insgesamt nicht in der Lage, mit Tänak und Ogier mitzuhalten. Darüber hinaus mussten Neuville und sein Beifahrer Nicolas Gilsoul eine lose Ölleitung reparieren. "Das hat uns aber nicht beeinträchtigt", sagte er. "Es war im Grunde ein perfekter Tag für uns. Wir haben alles gegeben und keine großen Fehler gemacht, sind aber nicht in der Lage, die selben Zeiten wie sie zu fahren. Wir müssen schauen warum." Mit 27,4 Sekunden Rückstand auf Tänak hat der Belgier mit dem Kampf um den Sieg aktuell nichts zu tun, liegt aber sicher auf Rang drei.

Während an der Spitze die Positionen vorerst klar bezogen sind, toben dahinter spannende Duelle um die weiteren Positionen: Elfyn Evans (M-Sport) und Jari-Matti Latvala (Toyota) sind im Kampf um Platz vier nur um eine Sekunde voneinander getrennt. Noch enger geht es mit 0,1 Sekunden Abstand zwischen Dani Sordo (Hyundai) und Esapekka Lappi (Toyota) auf den Plätzen sechs und sieben zu.

Auch Craig Breen (Citroën) und Andreas Mikkelsen (Hyundai) auf den Rängen acht und neun sind nach sieben SP nur um eine Sekunde voneinander getrennt. Breen und sein Citroën-Teamkollege Mads Østberg waren so etwas wie die Pechvögel des Freitags. Der Ire war auf der zweiten SP des Tages als erster Fahrer in einen heftigen Regenschauer geraten, der Norweger verlor am Nachmittag wegen einer fehlerhaft eingebauten Frontschürze und des daraus resultierenden Kühlproblems an Motorleistung.

Mit 150 Kilometern, die sich auf acht Sonderprüfungen verteilen, ist der Samstag der längste Tag der Deutschland-Rallye 2018. Dann steht unter anderem zwei Mal die Königsprüfung Panzerplatte mit ihren 38,57 Kilometern auf dem Programm.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Deutschland-Rallye

Weitere Artikel:

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.