RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Wales Rally GB

Ott Tänak in Führung, Ogier Zweiter

Kris Meeke lag beim Heimlauf lange Zeit vorne, büßte die Führung am Freitag Abend aber an seinen Toyota-Teamkollegen Ott Tänak ein.

Der estnische WM-Führende Ott Tänak ist auf den letzten beiden Prüfungen des Freitags an die Spitze der Wales Rally GB gestürmt. Nach acht SP war der Toyota-Pilot noch auf Platz vier gelegen, katapultierte sich dann aber mit Bestzeiten auf Dyfnant II und Aberhirnant II auf Rang eins, während der ursprüngliche Spitzenreiter Kris Meeke zurückfiel.

Tänak gewann Dyfnant II mit 5,7 Sekunden Vorsprung auf Andreas Mikkelsen (Hyundai). Die SP wurde noch bei Tageslicht gestartet, sodass es den Esten nicht weiter störte, dass sein Licht wegen beschädigter Leitungen nicht funktionierte. Vor Aberhirnant II waren wegen nunmehriger Dunkelheit allerdings Reparaturen am Straßenrand erforderlich.

Sébastien Ogier war auf beiden Abendetappen Drittschnellster und sicherte sich damit den zweiten Platz im Gesamtklassement. Ogier lag zunächst auf Rang drei und war auf Dyfnant II 5,8 Sekunden langsamer als Tänak, überholte Meeke aber auf Aberhirnant II, der sich über Aquaplaning beschwerte; beide trennen aktuell nur zwei Zehntelsekunden.

Thierry Neuville verlor in den Abendstunden Zeit auf seine beiden Titelrivalen, da er mit den Sichtverhältnissen zu kämpfen hatte. Beim zweiten Befahren von Dyfnant und Aberhirnant gab der Belgier mehrere Sekunden auf Tänak und Ogier sowie auch ein paar Zehntel auf Meeke her, sodass er nunmehr fast fünf Sekunden hinter dem Nordiren rangiert.

Durch eine 20minütige Verspätung der letzten beiden SP waren einige Fahrer am Ende der Startreihenfolge schon auf Dyfnant II der Dunkelheit ausgesetzt. Diese Verzögerung wurde durch die Unterbrechung der Prüfung Penmancho II nach einem Unfall von Jari-Matti Latvala (Toyota) ausgelöst. Für den Finnen ist die Rallye damit vorbei: Sein Auto kann am Samstag nicht erneut starten, weil der Überrollkäfig zu schwer beschädigt ist.

Als letztes WRC auf der Straße litt Craig Breen am meisten darunter. Er blieb nebst Pontus Tidemand der einzige Fahrer, dessen Zeit über zehn Sekunden langsamer war als jene von Tanak. Das erlaubte Breens Hyundai-Teamkollegen Andreas Mikkelsen, den fünften Platz in der Gesamtwertung zu übernehmen. Der Ire fiel auf Rang sechs zurück, vom siebentplatzierten Teemu Suninen (M-Sport) trennen ihn vor dem Samstag nur 3,9 Sekunden.

Der Achte, Suninens Teamkollege Elfyn Evans, hatte am Vormittag wegen eines Fahrwerksschadens über 40 Sekunden verloren, konnte vier Sekunden auf den Finnen gutmachen, hat aber immer noch 14,4 Sekunden Rückstand. Tidemand sorgte auf Rang neun immerhin dafür, dass M-Sport den Auftakt zur Heimrallye mit allen Autos knapp in den Top 10 beendete.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Wales Rally GB

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

Unser Kolumnist, ORF-Legende Peter Klein, war zu Besuch bei einem großen Künstler, der weit über den Motorsport hinaus geschätzt und geliebt wird...

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.