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Elektro und 9-Gang

Neben dem weltweit ersten 9-Gang-Automatik-Getriebe präsentiert Land Rover am Genfer Autosalon eine 70 kW starte Elektroversion des Defenders.

Der englische Traditionsbetrieb unter indischer Hand präsentiert sich von seiner innovativen Seite: Land Rover stellt in am 83. Genfer Automobilsalon nicht nur die weltweit erste 9-Gang-Automatik vor, sondern auch eine Elektroversion des Defenders.

Das Projekt besteht aus sieben Fahrzeugen des 4x4-Modells, die komplett elektrisch angetrieben werden – ohne Abstriche bei der Geländetauglichkeit zu machen, wie Land Rover betont. Nach der Weltpremiere auf dem Genfer Salon will Land Rover mit den Electric Defender-Modellen wichtige Erkenntnisse über emissionsfreie Antriebe für künftige Baureihen sammeln.

In den elektrischen Varianten wurden Dieselmotor und Getriebe des Defender durch neue Komponenten ersetzt: ein 95 PS (70 kW) starker Elektromotor mit 330 Nm Drehmoment sowie ein 300-Volt-Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 27 kWh. Sie ermöglichen dem Electric Defender eine Reichweite auf der Straße von rund 80 Kilometern.

Im Gelände, in dem der 4x4-Klassiker häufig mit geringerem Tempo bewegt wird, kann sich die Akku-Reichweite des Elektromodells sogar auf bis zu acht Stunden erhöhen. Anschließend erlaubt ein 7-kW-Schnellladegerät die Aufladung des Akkus in nur 4 Stunden, während mit einem 3-kW-Standard-Ladegerät etwa 10 Stunden benötigt werden.

Wie die konventionellen Geschwister verfügt der Electric Defender über die Kombination aus permanentem Allradantrieb und mittlere Differenzialsperre.

Da der Elektromotor sein Drehmomentmaximum vom Start weg zur Verfügung stellt, konnte hier jedoch auf eine Gangschaltung verzichtet werden. Der elektrische Defender besitzt lediglich ein mit dem Faktor 2,7 untersetztes einstufiges Getriebe, das mit dem Vierradantrieb gekoppelt ist.

Der rund 410 Kilo schwere Akku des Electric Defender ist im Motorraum, am Platz des Dieselmotors untergebracht. Das Leergewicht beträgt zwischen 2.055 und 2.162 Kilogramm, je nachdem, ob der E-Motor den Defender als Pick Up, Hard Top oder Station Wagen antreibt. Das sind rund 100 Kilo mehr als ein kraftstoffbetriebener Defender.

Das 9-Gang-Automatik-Getriebe, dass in Genf im Range Rover Evoque stecken wird wurde von ZF entwickelt soll den Verbrauch und die CO2-Emissionen beträchtlich reduzieren. Kleinere Übersetzungssprünge optimieren den Beschleunigungsvorgang und halten den Motor im verbrauchsoptimalen Drehzahlbereich.

Zudem werden Schaltqualität, Schaltzeit und Geräuschniveau des Getriebes weiter optimiert. Neben dem Kraftstoffverbrauch soll auch der Komfort bei höheren Geschwindigkeiten von den zusätzlichen Gängen profitieren.

Da die kleinste Übersetzungsstufe des 9HP deutlich kürzer ausfällt als beim Sechsgang-Getriebe, soll es die Fähigkeiten im Geländeeinsatz oder bei Anhängerbetrieb verbessern.

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