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Cap der guten Hoffnung

Mit dem neu entwickelten Captur möchte Renault erneut einen fixen Platz in Europas Autowelt und in einem neuen Segment einnehmen. Ein erster Fahrbericht.

Rainer.Behounek@motorline.cc

Renault Captur heißt das neue Crossover-SUV – wer jetzt aussteigt und den Überblick der SUV-Untergruppierungen verliert: Ein Crossover ist, wie in der Musik auch, vor allem eine Mischung aus bestehenden Elementen. Beim Automobil ist es die kompakte Basis eines Modells der unteren Mittelklasse, das durch Offroad-Features wie erhöhte Bodenfreiheit, Kunststoffverkleidungen an der Karosserie und Ähnliches zwar nicht unbedingt geländetauglich gemacht wird aber den Anschein erweckt.

Beim Captur ist es die slicke Plattform des Clio, die ihm die überschaubaren Maße von 4,12 Meter Länge verleiht, mischt man die angesprochene Bodenfreiheit – in unserem Fall 170 Millimeter – und die wuchtigen Verkleidungen dazu, dann steht vor einem ein ausdrucksstarker Stadt-Eroberer, der genau zur rechten Zeit kommt, boomt doch kein anderes Segment so wie das der Kompakt-Crossover-SUVs.

Je nach Individualisierungsgrad ist man von einem normalen oder einem farb-akzentuierten Interieur umgeben. Orange, weiß, blau, mit Muster, ohne – wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit, sogar den Sitzbezug zu wechseln. Genial einfach, einfach genial – mittels Reißverschluss lassen sich die gesamten Sitzbezüge abziehen, waschen oder je nach Lust und Laune gegen andere Bezüge im Sortiment ersetzen.

Neben den Wechsel-Sitzbezügen ist es aber das Schubfach, das dem Innenraum zusätzliche Eigenständigkeit verleiht. Das Captur-Handschuhfach klappt nicht nach unten, sondern lässt sich rausziehen, wie eine Lade und fasst elf Liter. Auch wenn das Herausfahren mit einigen Verrenkungen vonstatten geht und man sich an ans Öffnen an sich gewöhnen muss, ist die Lade eine gelungene Idee.

Generell verfügt der Captur über zahlreiche Staulösungen: oben am Armaturenbrett ist eine geschlossene Ablage eingelassen, zwischen den Vordersitzen befindet sich ein mobiles Staufach, dass zentral platziert für alle Passagiere nutzbar ist und der Kofferraum schluckt zwischen 359 und 1.235 Liter.

Die Motorenpalette beinhaltet zwei Benzin- und ein Dieselaggregat. Die Benziner gehen mit 90 PS und 135 Nm und 120 PS und 190 Nm an den Start, wobei Letzterer mit Direkteinspritzung und 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet ist. Der 90 PS und 220 Nm-Dieselmotor komplettiert das Angebot.

Das Fahrverhalten ist durch das niedrige Gewicht von 1.176 Kilogramm sehr spritzig, die Lenkung könnte in Verbindung mit dem straffen Fahrwerk etwas direkter sein. Die Kraft wird ausschließlich über die vorderen Räder auf die Straße gebracht, was vor allem im Bergland Österreich einen schalen Beigeschmack hinterlässt – auf der anderen Seite ist dadurch mehr Platz und weniger Gewicht gegeben.

Die Preise starten ab 16.500 Euro beim Captur TCe 90 in der Basisausstattung „Tonic“ mit ABS, Eco-Mode, elektrischen und beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, ESP, LED Tagfahrlichter, zig Airbags und mehr.

Den 120 PS-Benziner mit Doppelkupplung (ab 20.000 Euro) und die Dieselvariante mit 90 PS gibt es ab der Ausstattungslinie „Expression“. Zusätzlich erhält jeder Schnellentschlossene bis 31. August 2013 einen Frühbucherbonus von 1.550 Euro, womit der Captur ab 14.950 Euro erhältlich ist.

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