4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Kunst-Stoff

Dacia hat dem Duster ein Facelift verabreicht – wir haben den 110-PS-Diesel mit Allradantrieb unter die Lupe genommen, auf Asphalt und im Gelände.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sabine Sommer

„Das ist ja alles nur aus Plastik“, ist ein aktbekannter, undankbarer Spruch. Sagen Sie das einmal jemandem, der gerade eine beträchtliche Summe für Plastikkleidung bei seinem lokalen Erotikshop liegenlassen hat. Wir lernen: Alles ist relativ – und Plastik kann mitunter auch zum begehrten „Edelwerkstoff“ mutieren...

Im Fall des Dacia Duster ist die kunststoff-dominierte Innenansicht weniger edel als vielmehr „abwaschbar“, hier kann auch mit dreckigen Arbeitshandschuhen eingestiegen werden, die Schuhe müssen nicht ausgezogen oder vorgereinigt werden, wenn man mit den Kindern im Wald spazieren war.

Auch die Kunstleder-Seitenteile der Sitze (Fläche und Lehne sind aus echtem Leder), die es bei dem von uns getesteten Sondermodell "Supreme" gibt, leisten dazu einen Beitrag: Ein feuchtes Tuch und schon strahlt der Duster wieder in vollem Glanz.

Es geht beim Duster nicht darum, ob man mit ihm beeindrucken kann, vielmehr muss er praktisch und günstig sein – mit dem „Anti-Statussymbol-Auto“, wie man das Billig-SUV bei seiner Einführung vor vier Jahren beworben hatte, wurden offene Türen eingerannt, sonst hätte man wohl kaum satte 400.000 Stück verkauft.

Das Facelift, das am Dacia Duster jüngst vorgenommen wurde, kann man außen nur an Details erkennen – doch diese Retuschen, wie zum Beispiel der neue Waben-Kühlergrill, die modifizierten Scheinwerfer oder die hinzugefügten Seitenschweller in Alu-Optik zeigen Wirkung.

Das einzige Allrad-Modell der rumänischen Renault-Tochter wirkt nun deutlich moderner und auch sportlicher. Der 1,5 Liter-Vierzylinder-Dieselmotor des Dacia Duster dCi 110 4WD leistet, wie sein Name verrät, 110 PS bei 4.000 Umdrehungen und gibt bei 1.750 U/min sein maximales Drehmoment von 240 Nm ab.

Auch innen wurde der Allrad-Duster überarbeitet: Die vormals in der Mittelkonsole positionierten Schalter für die elektronischen Fensterhebel wanderten in die Tür-Innenverkleidungen, wo sie ihren Zweck deutlich besser erfüllen. Allerdings ist das in der "Supreme"-Version integrierte und durch einfache Bedienbarkeit bestechende Navigationssystem tief positioniert, sodass der Blick allzu sehr von der Straße weichen muss.

Die Justierung der Vordersitze wird zu einer Nervenprobe, da man das entsprechende Einstellrad erst einmal finden muss und dieses ungünstig an der Innenseite positioniert wurde, denn dort ist ein 1,5 Liter großes Ablagefach im Weg.

Zugleich wiederum verwöhnt der Duster mit eben jenen, oben erwähnten praktischen Ablagen im Innenraum – allerdings passen nur 0,33 Liter-Dosen in den Cupholder, eine 0,5 Liter-Dose oder -Flasche hat bereits das Nachsehen.

Von brauchbarer Größe ist der Kofferraum, er kann durch Umklappen der hinteren Sitzreihe von 443 auf 1.604 Kilogramm vergrößert werden, die Anhängelast beträgt 1.500 Kilogramm.

Wie sich der Dacia Duster dCi 110 4WD fährt, was er verbraucht und wie viel er am Ende kostet, erfahren Sie auf Seite 2.

News aus anderen Motorline-Channels:

Dacia Duster dCi 110 4WD – im Test

Weitere Artikel:

Mit Diesel-Power und Retro-Design nach Europa

Das ist der neue Toyota Land Cruiser

Nachdem Toyota 2021 den neuen, nicht für Europa gedachten Land Cruiser 300 vorgestellt hat, zogen die Japaner heute das Tuch von seinem kleinerem, aber keinen Deut weniger spannenden Bruder; auch für den alten Kontinent.

Double Cab Pick-Up mit BMW-Power

Ineos Grenadier Quartermaster enthüllt

Robust, praktisch und im Gelände unschlagbar; das und nicht weniger verspricht Grenadier für ihr nunmehr zweites Modell, den Quartermaster. Dieser kann ab 01. August in Österreich bestellt werden.

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

Premiere für 7. Juli 2022 bestätigt

Vorgeschmack auf den neuen VW Amarok

Der Amarok ist der Premium-Pickup von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN). Das neue Modell feiert am 7. Juli 2022 seine Digital-Premiere und zeigt sich damit der Welt im Live-Stream erstmals unverhüllt und ohne Tarnung.

Limitierter Retro Defender zum 75ten

Land Rover Works V8 ISLAY EDITION vorgestellt

Land Rover Classic präsentiert sein erstes Heritage-Sondermodell. Mit dem Classic Defender Works V8 Islay Edition feiert der britische 4x4-Spezialist seinen 75-jährigen Geburtstag. Die Retroausgabe startet in zwei Karosserievarianten zum Preis ab rund 263.000 Euro.

Der späte Vogel überfährt den Wurm

Ford Ranger Raptor im Test

Die Autowelt ist im Umbruch. Und dann ist da Ford. Die hauen, vermutlich ala „wann, wenn nicht jetzt noch schnell“, die Neuauflage ihres Pick-up-Bestsellers mit dem Motor aus dem Ford GT, einem Bodykit aus Bubenträumen und dem Fahrwerk eines Baja-Rennwagens raus. Komplett vorbei am Markt? Vielleicht. Trotzdem großartig? Verflucht ja.