4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Lexus NX 200t - erster Test

Ecken und Kanten

Lexus präsentiert für sein extravagantes SUV NX nach dem Hybridmodell 300h nun die zweite Motorisierung, den 200t mit 238 Turbo-PS.

mid/wal

Über das markante Erscheinungsbild und die Hybrid-Meriten des neuen Lexus-SUV haben wir angesichts der ersten Ausfahrt mit dem NX 300h bereits ausführlich berichtet (zum Fahrbericht geht es nach Klick auf diesen Link!).

Nun schlagen die Japaner nach der 197 PS starken Hybrid-Variante ein neues Motorisierungs-Kapitel auf: mit dem ersten Turbo-Benziner vom Lexus. Die Eckdaten: zwei Liter Hubraum, 175 kW/238 PS, vier Zylinder und Direkteinspritzung.

Zudem besitzt er ein ausgefeiltes Turbo-System: Dieser Technik zugrunde liegen ein Twin-Scroll-Turbolader und eine spezielle Auspuffanlage. Sie fasst jeweils die Zylinder-Paare zusammen, die im gleichen Ansaug- und Verdichtungstakt arbeiten. Gesteuert wird das System von einer dazu neu entwickelten Software. Effekt der Maßnahme: direkteres Ansprechverhalten, minimiertes Turboloch, höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und ein optimierter Kraftstoffverbrauch.

Unsere ersten Fahreindrücke lassen uns den NX 200t als ein bequemes Auto erleben, das sich ausgesprochen agil gibt. In 7,1 Sekunden spurtet der Allradler von Tempo 0 auf 100, der normierte Durchschnittsverbrauch liegt bei 7,9 Litern. Das Turboloch ist nicht mehr zu spüren, wobei die 6-Gang-Automatik beim plötzlich verstärkten Gasgeben dann doch ein wenig Bedenkzeit benötigt.

Das automatisch schaltende Getriebe ist zwar laut Lexus ebenfalls neu entwickelt, befindet sich aber nicht ganz auf dem Stand der modernsten Automatik-Technologien mit acht oder gar neun Gängen. Gleichwohl: Der Lexus-Motor arbeitet ungemein geschmeidig und leise. Ausgleichswellen verringern die Vibration des Vierzylinders, so dass die Laufruhe eines V6-Antriebs entsteht.

Die Innenausstattung punktet mit sportlichen Ledersitzen, die einen exzellenten Seitenhalt bieten, ohne zu beengen. Leder in Türverkleidung und am Armaturenbrett machen einen edlen Eindruck, was natürlich zum Premium-Konzept von Lexus passt. Das Cockpit wirkt sportlich, aber übersichtlich. Auf dem breiten Mitteltunnel sind Schalter und Bedienelemente sinnvoll geordnet und intuitiv zu bedienen.

Trotz seiner Abmessungen (Länge: 4,6 Meter, Breite: 1,8 Meter, Höhe: 1,6 Meter) lässt sich der NX leicht manövrieren. Möglich macht's das aufwändige, adaptive Fahrwerk: Das erlaubt dem Fahrer, die Dämpfungscharakteristik zwischen samtigen Komfort für Stadtfahrten bis zur härteren Hochgeschwindigkeitsstabilität auf der Autobahn zu variieren.

Ausgesprochen alltagstauglich auch für einen Vier-Personen-Haushalt sind die Innenraummaße: Die Beinfreiheit im Fond ist für die moderate Größe dieses SUV mit 918 mm überdurchschnittlich. Großzügig ist auch das Gepäckabteilvolumen von 580 Litern (bei umgeklappten Rückenlehnen: 1.625 Liter).

Angesichts des Preises sollte man einmal kurz durchatmen. Nicht vergessen: Der Lexus NX 200t ist angesichts seiner Leistung trotz "niedrigerer Nummer" über dem NX 300h angesiedelt und ausschließlich in Überdrüber-Ausstattung zu haben - nicht unter 66.600 Euro. Glückliches Deutschland: dort startet er (in weit bescheidenerer Ausstattung) bei 42.000 Euro.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mit Diesel-Power und Retro-Design nach Europa

Das ist der neue Toyota Land Cruiser

Nachdem Toyota 2021 den neuen, nicht für Europa gedachten Land Cruiser 300 vorgestellt hat, zogen die Japaner heute das Tuch von seinem kleinerem, aber keinen Deut weniger spannenden Bruder; auch für den alten Kontinent.

Viel Lob vom F1-Weltmeister

Lewis Hamilton testet Ineos Grenadier

Sir Lewis Hamilton durfte in Begleitung von INEOS-Vorstandsvorsitzendem Sir Jim Ratcliffe höchstselbst den Grenadier auf der Straße und im Gelände einer schonungslosen Testfahrt unterziehen.

Der späte Vogel überfährt den Wurm

Ford Ranger Raptor im Test

Die Autowelt ist im Umbruch. Und dann ist da Ford. Die hauen, vermutlich ala „wann, wenn nicht jetzt noch schnell“, die Neuauflage ihres Pick-up-Bestsellers mit dem Motor aus dem Ford GT, einem Bodykit aus Bubenträumen und dem Fahrwerk eines Baja-Rennwagens raus. Komplett vorbei am Markt? Vielleicht. Trotzdem großartig? Verflucht ja.

Geländegängiger und luxuriöser gleichermaßen

Das ist der neue VW Amarok

Er startet mit fünf Turbomotoren mit Leistungen von 110 bis 222 kW und bis zu sechs Zylindern Anfang 2023 durch und soll sowohl höhere Geländegängigkeit, auf Wunsch aber gleichzeitig auch deutlich mehr Komfort und Luxus bieten als sein Vorgänger.

Marktstart ist bereits dieses Jahr

Ford Ranger Raptor enthüllt: bulliger Look, viel Power

Die letzten werden die ersten sein, heißt es doch: Während er "normale" Ranger erst 2023 auf den Markt kommt, darf der nun vorgestellte Ranger Raptor, samt seinen 288 PS und feinstem V6-Sound bereits dieses Jahr mit uns in Sand und Dreck spielen. In manchen Märkten gar schon im Sommer.

Fords Aushängeschild für Inklusion

Goodwood: Ford zeigt den "Very Gay Raptor"

Einfach nur cool, dieses Gefährt: Ford wird bei dem diesjährigen Festival of Speed im südenglischen Goodwood (bis 26. Juni 2022) unter anderem mit dem besonders kräftigen Ranger Raptor-Pick-up der nächsten Generation vertreten sein. Und zwar mit einem ganz besonderen Exemplar.