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Magnum Opus

Es ist nicht bloß die Form, die einen Range Rover unverkennbar macht. Es ist das Gefühl und die eigene Seele, die ihn umgibt. Jetzt wurde der Bulle neu aufgelegt.

Rainer Behounek

Beim Aufmachen der Türen denkt man an alles, nur nicht an den Gewichtsverlust von 420 Kilogramm. Riesig und schwer, so wie das Felsentor bei Ali Baba macht sie den Weg frei für Schätze der besonderen Art. Der Range Rover ist auch mit 2.160 Kilogramm noch ein Range Rover. Ein Bezwinger alles Urbanen, ein Silberrücken, ein Rädelsführer, der durch den Gewichtsverlust noch athletischer geworden ist.

Die neue Generation untermauert diesen Over-the-top-Umstand noch mehr. Obwohl sich neue Style-Elemente wie LED-Lichter eingeschlichen haben wirkt er keineswegs verspielt oder hip, im Gegenteil. Das Designunternehmen Vercarmodel Saro machte aus dem Gelände-Rolls einen Luxus-Steinbock der Gegenwart. Coolness verschmilzt mit Eleganz, Stil mit einer bewussten Erhabenheit. Kein Wunder, dass James Bond damit durch die Gegend cruist.

Die Form ist in etwa gleich geblieben, alles andere wurde grundlegend verändert. Die Stahlblech-Karosserie musste in der vierten Generation einer Aluminium-Karosserie weichen, die 150 Kilogramm weniger auf die Waage bringt.

An der wuchtigen Größe hat er freilich nichts verloren, fünf Meter ist der neue Range Rover lang, 1,98 Meter breit und 1,8 Meter hoch. Der Radstand misst 2,92 Meter und ist damit so lang wie ein Toyota iQ.

Im Innenraum kann dem neuen Range Rover so schnell keiner das Wasser reichen. Feinstes Leder, handgearbeitet Ziernähte, Echtholzfurniere, und edle Stoffe betten die Insassen, so dass sie am liebsten nicht mehr aussteigen möchten. Dank der erhöhten Sitzposition hat man alles im Blick, was vor allem auf den ersten Metern gut tut, denn die Größe muss man erst einmal verinnerlichen.

Die Größe merkt man auch im Innenraum, so ist es ja nicht. Alleine der Kofferraum fasst zwischen 909 und 2.030 Liter und legt man die Sitze um ergibt sich eine Laderaumlänge von 1,985 Meter. Sperrige oder schmutze Güter sollten vorher gut verpackt werden, denn edler Stoff ziert den kompletten Kofferraum - der Zugang wird durch die horizontal teilbare Heckklappe ungemein erleichtert.

Die Multimediakonsole ist durch die vielen Möglichkeiten und die verhältnismäßig kleinen Knöpfe etwas umständlich zu bedienen, dafür ist es grafisch top und verfügt über einen Splitscreen – während der Fahrer das Navi im Blick hat, kann der Beifahrer fernsehen.

Unsere Version ist mit dem neuen 3,0-Liter-V6-Twinturbo-Dieselmotor ausgestattet, der 258 PS bei 4.000 U/min und berge-versetzende 600 Nm bei 2.000 U/min generiert und an ein 8-Gang-Automatikgetriebe gekoppelt ist. Neben einer Beschleunigung von 7,6 Sekunden auf 100 und einer Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h glänzt er laut Datenblatt auch mit einem Verbrauch von 7,5 Liter/100 Kilometer.


Wie sich der Range Rover fährt, was er tatsächlich verbraucht und wie viel man hinblättern muss, damit er in der eigenen Garage steht, erfahren Sie auf der zweiten Seite.

Weitere Testdetails:

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