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Der Edelnomade

Nissan hat sein erfolgreiches Kompakt-SUV Qashqai radikal modernisiert - wir testen das Tekna-Modell mit 116 PS starkem 1,2 Liter-Benzinmotor.

Text: Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sabine Sommer

Würde man Automobile „vermenschlichen“ - wozu vor allem männliche Zeitgenossen gerne neigen, ein bekannter Formel-1-Weltmeister gibt ihnen sogar weibliche Vornamen - müsste man sagen: Jedes Auto ist ein Nomade.

Während die in der iranischen Provinz Fars lebende Stammesgemeinschaft Qashqai lediglich jahreszeitenbedingt vom nördlichen Zagros-Gebirge in den Süden der Provinz siedelt, kommt die Auto-Version Qashqai weiter herum: Seit ihrer Einführung im Jahr 2007 rollten mehr als zwei Millionen Exemplare aus den Produktionshallen im britischen Sunderland. Jetzt wurde es Zeit für die zweite Generation des Nissan Qashqai.

Den neuen Qashgai erkennt man auf den ersten Blick – denn die Designer haben der zweiten Ausgabe ein auffälligeres Blechkleid verpasst. Sein Charisma, sein Gesicht hat er behalten, die Konturen sind geblieben - sie wurden jedoch wesentlich „schärfer“ umgesetzt, der neue Qashqai zeigt „Ecken und Kanten“.

Die Frontpartie wirkt im Vergleich zur Vorgängerversion angriffslustig im positiven Sinn, elegant und höchst modern. Der Kühlergrill wurde komplett neu gestaltet, das Nissan-Logo wird von einer wuchtigen Chromleiste umrahmt, auch die Scheinwerfer haben an Eleganz deutlich zugelegt. Die LED-Tagfahrlichter bilden einen Pfeil – ein Element, das für den neuen Qashqai stilprägend ist.

Auch in der Seitenansicht zeigt sich der neue Qashqai dynamisch, die nach hinten ansteigende Gürtellinie unterstreicht die Entschlossenheit des optischen Auftritts. Die Länge hat um 4,7 Zentimeter zugelegt, zugleich ist er um 1,5 Zentimeter niedriger und um zwei Zentimeter breiter ausgefallen.

Den Jahrgang 2014 gibt es in drei Motorisierungen: 1,2-Liter-Benziner mit 116 PS, 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS sowie 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS. Allradantrieb oder Automatik gibt es als Optionen für den Benziner und den stärkeren Diesel.

Die Ausstattungen heißen wie gewohnt Visia, Acenta, und Tekna. Letztere wurde von uns in Verbindung mit dem Benziner getestet. Zur reichen Tekna-Mitgift gehören: Voll-LED-Scheinwerfer, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, Rundumkamera (Safety Shield 360 Grad), schlüsselloser Zugang, die jüngste Ausgabe des Infotainment- und Navigationssystems NissanConnect mit 7-Zoll-Touchscreen sowie Leder-/Kunstlederpolsterung.

Im neuen Qashqai Tekna fühlt man sich von Anfang an bestens versorgt: Die Bedienungselemente wurden praktisch und logisch angeordnet – das hochwertig verarbeitete und elegante Interieur erfreut mit schnörkelloser Übersichtlichkeit.

Über die Lenkradtasten können sämtliche Bedienarbeiten komplikationslos durchgeführt werden. Aufgrund der einem SUV eigenen höheren Sitzposition hat man den optimalen Überblick über das Verkehrsgeschehen. Für die Entwicklung der Sitze hatte Nissan übrigens Zugriff auf jüngste Forschungsergebnisse der Weltraumbehörde NASA, die Drücke und den Blutfluss im unteren Rücken untersucht hatte.

So wurde der Sitz mit zusätzlichen Polsterungen im Becken-, Lenden- und Brustbereich optimiert, sodass auch lange Fahrten ohne Schmerzen möglich sind.

Im neuen Qashqai wurde auch die Bewegungs- und Beinfreiheit der Fahrzeuginsassen vergrößert – auch wenn die Kopffreiheit für die hinten sitzenden Passagiere aufgrund der Karosserieform nach wiwe vor eingeschränkt ist.

Beim Laderaum steht der Qashqai mit 430 Litern nicht auf der Poleposition seiner Klasse, das gleicht er jedoch mit einer erhöhten Flexibilität aus: 16 verschiedene Konfigurationen sind dank des doppelten Ladebodens möglich.

Wie sich der Nissan Qashqai der zweiten Generation fährt, wie viel Treibstoff er verbraucht und was er kostet, erfahren Sie auf Seite 2.

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Nissan Qashqai 1,2 DIG-T Tekna – im Test

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