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Jukepost

Der Nissan Juke polarisiert wie ein Mini Countryman, ohne Premium-Aufpreis zu verlangen. Da gewöhnt man sich gern an gewisse Eigenheiten.

Text: Hans-Karl Lange
Fotos: Bernhard Reichel

Mehr als eine halbe Million Käufer seit 2010 können nicht irren, 100.000 Menschen Jahr für Jahr. Wer weder dem herben Charme eines Dacia Duster erliegt noch einen Mini Countryman bezahlen mag, kommt am Joke des Nissan Juke nicht vorbei.

Im Zuge des aktuellen Facelifts wurden beim Juke lediglich die Front- und Heckleuchten modifiziert, der Kühlergrill überarbeitet und die Stoßfänger zugunsten einer sportlicheren Optik etwas robuster gestaltet.

Die größte Neuheit ist erst nach Öffnen der Motorhaube sichtbar: Der 1,2-Liter-Turbobenziner mit 115 PS.

Yellow, Sunlight Yellow… Sonnenlichtgelb mit Schwarz in unserem Testfall. Erwachsenere Semester mag das an Rallye-Kadett und Opel Manta GT/E erinnern, an Ford Mustang Mach I und DeTomaso Pantera GTS. Jüngere vielleicht an eines der Abverkaufs-Sondermodelle des Audi A2.

Auf dem Sprung steht der Juke da, wie ausgefedert. In seinen überbetonten Radkästen scheint Platz zu sein für 21 Zoll oder mehr anstelle der in Tekna-Ausstattung montierten 17-Zöller oder der lieferbaren 18 Zoll wie beim Nismo RS.

Dankbarkeit gleich nach dem Einsteigen: eine Handbremse mit Griff. So was kann man heute gar nicht genug loben. Solide Verarbeitung, nichts klappert, trotz einiger harter Verschalungen. Sitzverstellung und Türgriff kommen einander in die Quere. Die Tasten der zweistufigen Sitzheizung sind fast optimal versteckt.

Zum hinten Sitzen kauft man keinen Juke. Zum groß Einladen seit dem Facelift schon eher, das Grundvolumen des Laderaums wurde nämlich um satte 40 Prozent auf nunmehr konkurrenzfähige 354 Liter erhöht.

Zudem gibt es einen doppelten Ladeboden. Legt man die Fondlehnen um, ergibt sich eine glatte Fläche. Das dann entstehende Maximalvolumen von 797 Liter ist allerdings ein bescheidener Wert, und die Ladekante bildet nach wie vor eine ordentliche Hürde.

Angenehme Sitzhöhe, aber wenig Übersicht. Parkpiepsen tut es hinten, vorne könnte man es noch eher brauchen. Die Rundherum-Kamera (bei der getesteten Topausstattung "Tekna" serienmäßig) macht tagsüber einen sehr guten, nachts einen etwas düsteren Eindruck.

Effizient warnt hingegen das Sicherheitsschild ("Safety Shield", ebenfalls Serie beim "Tekna"): vor toten Winkeln, vor Spurhalteverlust und vor plötzlichen Auto- oder Fußgängerbewegungen in der Fahrspur.

Wie sich der Nissan Juke 1,2 DIG-T fährt, wie viel er verbraucht und kostet, erfahren Sie nach Klick auf diesen Link.

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