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Toyota Corolla 2,0 D-4D Premium - im Test

Mit vorzügl. Hochachtung

Wiederentdeckung eines Klassikers: der Toyota Corolla lebt, und er zeigt sich mit Stufenheck heute seriöser denn je.

Johannes.Gauglica@motorline.cc

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Avensis nicht glauben, drei Yaris schon wieder her, dass es den Corolla nicht mehr gibt. (Verso Witze macht, sollte sich schämen, aber wir mussten die jetzt einmal anbringen.) Der Nachfolger der nach Stückzahl erfolgreichsten Modellfamilie aller Zeiten heißt Auris.

„Nicht mehr gibt“? Stimmt, er ist noch im Angebot, aber nur noch als Viertürer mit Stufenheck. Und solche Autos fliegen in unseren Verkaufsstatistiken gewissermaßen unter dem Radar.

Weiter südlich und östlich ist man dem traditionellen Drei-Box-Design mehr zugetan, ebenso beispielsweise in Nordamerika. Bei uns hat man die alten Vorbehalte gegen die Heckklappe („ich fahr’ keinen Leichenwagen!“) so gründlich abgelegt, dass der klassische Sedan im Familien-Segment fast ausgestorben ist.

Die konservativere Klientel spricht er also an, der Corolla, und er tut dies höflich und mit der gebotenen Reverenz. Lüftet quasi beim Grüßen den Hut, wie sich das gehört. Und hat einen leichten Akzent.

Nämlich einen amerikanischen: vor uns steht die Corolla-Generation, die derzeit auch in Nordamerika verkauft wird. Dort ist er (think big!) einer der beliebtesten Kompaktwagen, sozusagen das Pendant zum bei uns allgegenwärtigen Golf. Allerdings nicht mit dem bei uns ebenfalls offerierten Dieselmotor.

Um den kommt man auch am Weg in die Herzen der Stufenheck-Käufer nämlich nicht mehr herum, deshalb pocht im Corolla-Corpus der 125-PS-Selbstzünder samt Sechsgang-Schaltgetriebe.

Die technische Basis entspricht dem Auris, man bekommt also modernste Toyota-Technik, aber in konservativerem Outfit. Wir fühlten uns, gerade von unserem silbergrauen Testwagen, etwas an den älteren Camry erinnert.

Reden wir vom Geld, und damit vom etwas unklaren Preisgefüge beim Toyota Corolla. Ab 21.759,60 Euro ist der Corolla zu haben, dies in der Version mit dem 1,6l-Benzinmotor mit variabler Ventilsteuerung Dual-VVT-i und einer Leistung von 124 PS zu haben.

Zur Wahl stehen die Ausstattungen "High" und "Premium", die Unterschiede sind ebenso gering wie der Aufpreis von 1,393,20 Euro. Serienmäßig sind zum Beispiel elektrische Fensterheber rundum (vorne links automatisch), fernbediente Zentralverriegelung, Klimaautomatik, höhen- und reichweitenverstellbares Lenkrad, Tempomat, 16-Zoll-Leichtmetallräder, CD-Radio mit Fernbedienung am Lenkrad, Nebelscheinwerfer, Bordcomputer, Sitzheizung... - eigentlich alles, was man zum angenehmen Autofahrerleben braucht.

Der Corolla "Premium" offeriert zusätzlich einen Regensensor, einen automatisch abblendenden Innenspiegel und ein fabelhaft funktionierendes Keyless-System samt Startknopf.

Über die Sicherheit der Insassen wachen Toyotas elektronisches Stabilitätsprogramm VSC samt Traktionskontrolle, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, sieben Airbags und jede Menge Warntöne: Gurtschloss, Zündschloss, Türschloss, Licht - dingdong, klingeling, piep.

Umso empfindlicher ist der Preisanstieg, wenn man Diesel fahren möchte: satte 3.503,10 Euro zusätzlich verrechnet Toyota für den 126 PS starken 2,0l-Turbodiesel. Damit ergab sich für unseren Testwagen ein Endpreis von 26.643,- Euro inklusive aller Taxen. Eine Okkasion ist der Corolla D-4D also nicht.



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Technische Daten, Ausstattung

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