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Business-Einstieg

Ford setzt seinen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 125 PS jetzt auch als Einstiegs-Motor für den Mondeo ein. Wir testen den Kombi "Traveller".

Thomas Schneider/mid

Ford bietet den hochgelobten EcoBoost-Dreizylinder-Benziner seit einigen Monaten auch für den Mondeo an. 125 PS leistet das viermal in Folge zum Motor des Jahres gewählte Aggregat mit nur einem Liter Hubraum im 4,87-Meter-Flaggschiff. Das klingt nach Untergrenze, aber abwarten.

Zum Test stellt sich die Kombi-Variante Traveller (in Deutschland: "Turnier") passenderweise auch in der Einstiegs- Ausstattung "Trend". Im Testwagen allerdings durch einige Extras aufgefettet - unter anderem mit dem Infotainment-System "SYNC" mit Sprachsteuerung, Navi und 20,3-Zentimeter-Touchscreen, 16-Zoll Alufelgen, Premium-Audioanlage und zehnfach einstellbaren vorderen Sitzen.

Auch die komplette Palette der teils aufpreispflichtigen elektronischen Helfer vom Spurhalte- über den Totwinkel- bis hin zum Park-Assistenten und einer Rückfahr-Kamera darf nicht fehlen.

Der Innenraum des Mondeo ist tadellos verarbeitet, die Bedienelemente sind gut platziert und die Platzverhältnisse großzügig. Wie es sich für einen Kombi gehört, gilt das natürlich auch für den Kofferraum, der 525 bis 1.630 Liter Gepäck schluckt.

Der kleine Dreizylinder, der mit einem sauber schaltenden Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist, erweist sich als durchaus tauglich, den 1.476 Kilo schweren Wagen mithilfe seiner 92 kW/125 PS und 170 Nm maximalem Drehmoment in Schwung zu bringen.

Zum Weltklasse-Sprinter wird der Mondeo damit nicht, zwölf Sekunden für die Standard-Beschleunigung von 0 auf 100 km/h reichen aber in den allermeisten Situationen mehr als aus.

Etwa Überholmanöver auf der Landstraße: Die absolviert der Mondeo - richtige Gangwahl vorausgesetzt - durchaus zügig. Und auf der Autobahn erreicht der schwächste Mondeo - wo erlaubt - 187 km/h.

Bei der Fahrt mit 130 km/h und eingeschaltetem Tempomat ist der Unterschied zu den leistungsstärkeren Versionen völlig aufgehoben.

Dann spielt der große Kombi seine in allen Ausführungen vorhandenen Stärken aus: das straffe und dennoch komfortable Fahrwerk, das niedrige Geräuschniveau im Innenraum und das hohe Maß an Raumkomfort.

Den angegebenen Durchschnittsverbrauch von 5,2 Litern Super erreicht der Mondeo 1.0 Ecoboost im Test zwar nicht, 6,5 Liter sind dennoch ein guter Wert für einen Wagen dieser Größe.

Wer das komplette Drehzahlband nutzt und die Leistung voll ausreizt, muss mit rund acht Litern pro 100 Kilometer rechnen.

Alles in allem fällt das Urteil für den Business -Einsteiger positiv aus. Wer bequem von A nach B kommen möchte, kann mit dem Basis-Benziner glücklich werden.

Auch mit der Grundausstattung "Trend", bei der Fahrer-Knieairbag, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer mit statischem Abbiege-Licht, Ford "SYNC" (Audiosystem, Sprachsteuerung, Bluetooth, AppLink, Notruf-Assistent), Berganfahr-Assistent und Fernbedien-Zentralsperre mit dabei sind.

Wer einen großen Touchscreen, Müdigkeits-Warner, Spurhalte-Assitent, Verkehrsschild-Erkennung, automatisches Fernlicht, Tempomat, LED-Tagfahrlichter, beheizbare Sportsitze, Frontscheibenheizung, 17-Zoll-Alus etc. zu schätzen weiß, sollte statt "Trend" besser die Variante "Titanium" wählen.

Die kostet dann allerdings gleich 6.200 Euro mehr als unser mit 30.400 Euro fair ausgepreister Testwagen (Deutschland: 26.750 Euro für den "Trend", 30.675 Euro für den "Titanium"). Für sportlich orientierte Fahrer gibt es ja auch Benziner mit bis zu 240 PS und die drehmomentstarken Diesel
(zum Test des 150-PS-TDCi geht es nach Klick auf diesen Link).

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