CLASSIC

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Planai-Classic 2017

„Was abgefroren ist, tut nicht mehr weh“

Der zweite Tag der Planai-Classic 2017 war ereignisreich und bitterkalt, was die gute Stimmung aber keineswegs einschränkte.

Michael Hintermayer & Fabian Bonora
Fotos: Gepa-Pictures/Markus Oberländer; Planai-Classic/Martin Huber

Die Planai-Classic 2017 wird vielen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben – oder in den Knochen. Denn bis aufs Mark froren die Piloten bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad in ihren teils offenen Autos. Vor allem am Flugplatz Niederöblarn war Härte gefragt: Starker Wind ließ die gefühlte Temperatur stark von der gemessenen Abweichen. Schlechte Laune kam trotzdem nicht auf. Nach den eher milden und regnerischen Wintern der Vorjahre waren dies genau die Temperaturen, auf die die Teilnehmer gewartet hatten.

Am besten kamen auf dem eisigen Flugfeld Alexander Herzl und Georg Bertha (BMW 2002 tii) zurecht. Denn nach der SP am Alpenflugplatz fanden sie sich an der Spitze des Feldes wieder, gefolgt von Alexander und Florian Deopito (Mercedes 350 SLC) und Pius Weckerle und Othmar Schlager (VW Käfer). Doch dies sollte erst die erste Entscheidung des Tages gewesen sein, denn zu Mittag machte sich das Feld auf zur Hochwurzen-Trophy, die die Teilnehmer durch die Region Schladming/Dachstein führte.

Dort kam es zu einzigartigen Szenen, denn Johann Kofler kam mit seinem Sunbeam Supersport von der Straße ab und rutschte in eine Leitplanke. „Der Schneepflug hatte einen kleinen Graben zugeschüttet. Ich bin mit den Rädern hineingekommen und wurde in den Graben gezogen“, erklärte der Tiroler sein Malheur. Der bestellte Abschleppwagen konnte aber schon bald wieder kehrt machen, denn Planai-Classic-Teilnehmer sind hilfsbereit.

In diesem Falle war es die Rallyelegende Rudi Stohl, der Halt machte um zu helfen. Mit seinem Pinzgauer nahm er den gestrandeten Sunbeam „an den Haken“ und zog ihm aus dem Schnee. Der Schaden am Auto hält sich in Grenzen: „Der Kotflügel ist etwas lädiert, aber morgen fahr ich weiter“, erklärte Kofler im Ziel und ergänzte „das war echt kalt, das könnt ihr mir glauben.“

Als Führende starten morgen Pius Weckerle und Otmar Schlager (VW Käfer/2173 Strafpunkte) in den finalen Tag der Planai-Classic 2017. Dahinter gibt es einen spannenden Kampf um Platz 2 zwischen Günter Schwarzbauer und Erich Hemmelmayr (Datsun 240 Z/2736 Punkte) und Alexander und Florian Deopito (Mercedes 350 SLC/2769 Punkte).

Los geht es morgen um 8:00 auf der Trabrennbahn Gröbming, wo die Piloten die Zuschauer mit spektakulären Driftwinkeln verwöhnen. Danach steht die traditionelle Fahrt auf die Planai-Bergstraße auf dem Programm, ehe es im WM Park der Planai zum Grande Finale kommt. Diesmal allerdings nicht im Rahmen des Skilegenden-Slaloms, sondern bei einer Schluss-Challenge der Teilnehmer.

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