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Formel 1: News

Kostenkontrolle: Teams warnen vor Einheitsautos

Williams befürchtet, dass Technikinnovationen bei zu scharfen finanziellen Restriktionen zu kurz kommen könnten - Ross Brawn ist sich des Problems bewusst.

Eine durch das Reglement vorgeschriebene und verbindliche Obergrenze für die Ausgaben der Formel-1-Teams findet immer mehr Befürworter. Die von Liberty Media wiederbelebte Idee schmeckt Williams-Technikchef Paddy Lowe, der Restriktionen des Budgets als gangbaren Weg hin zu einer preisgünstigeren Königsklasse betrachtet: "Etwas auf der Input-Seite", wünscht sich der Brite. "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren viel damit experimentiert, den Output zu kontrollieren."

Konkret bedeutet das: Lowe möchte nicht vorgeschrieben bekommen, für was und wie er sein Geld ausgibt, sondern wie viel er davon zur Verfügung hat. Dennoch würdigt er die bisherigen Versuche, den Sport für Privatiers erschwinglicher zu machen und große Autokonzerne auch in Durststrecken bei der Stange zu halten. "Es war nicht wertlos", findet Lowe. Er erwähnt Beschränkungen für Testfahrten auf der Strecke und die Nutzung von Windkanälen als positive Beispiele der Vergangenheit.

Doch den Ex-Mercedes-Co-Teamchef treibt die Angst um, dass die Regelhüter zu weit gehen. "Ich denke, wenn wir so weitermachen, sinkt der Einfluss der Ausgaben auf die Rundenzeit massiv", so Lowe. Beispielsweise Geld könnte verpuffen, weil damit nur auf dem Computer erprobte Teile gefertigt werden, die sich in der Realität als unvorteilhaft entpuppen. "Es endet in Autos, die sich zum Verwechseln ähnlich sind und mit Standardisierung. Es drosselt die Innovation in den Wagen."

Das will Formel-1-Sportchef Ross Brawn vermeiden. Er wolle das geistige Niveau der Szene nichtnach unten schrauben und Anreize für innovative Techniklösungen erhalten. "Es sollte die Ferrari, die Mercedes und die Red Bull geben, die Teams schlagen wollen. Wir möchten keine Dominanz, sondern brauchen ein Umfeld, in dem jemand einen guten Job machen kann", so Brawn. Nicht gewünscht sei, dass Finanzkraft es ermöglicht, sich an die Spitze zu setzen. "In der Art und Weise, wie es in den vergangenen drei Jahren passiert ist", macht der Brite seine Unzufriedenheit deutlich.

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