MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Kostenkontrolle: Teams warnen vor Einheitsautos

Williams befürchtet, dass Technikinnovationen bei zu scharfen finanziellen Restriktionen zu kurz kommen könnten - Ross Brawn ist sich des Problems bewusst.

Eine durch das Reglement vorgeschriebene und verbindliche Obergrenze für die Ausgaben der Formel-1-Teams findet immer mehr Befürworter. Die von Liberty Media wiederbelebte Idee schmeckt Williams-Technikchef Paddy Lowe, der Restriktionen des Budgets als gangbaren Weg hin zu einer preisgünstigeren Königsklasse betrachtet: "Etwas auf der Input-Seite", wünscht sich der Brite. "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren viel damit experimentiert, den Output zu kontrollieren."

Konkret bedeutet das: Lowe möchte nicht vorgeschrieben bekommen, für was und wie er sein Geld ausgibt, sondern wie viel er davon zur Verfügung hat. Dennoch würdigt er die bisherigen Versuche, den Sport für Privatiers erschwinglicher zu machen und große Autokonzerne auch in Durststrecken bei der Stange zu halten. "Es war nicht wertlos", findet Lowe. Er erwähnt Beschränkungen für Testfahrten auf der Strecke und die Nutzung von Windkanälen als positive Beispiele der Vergangenheit.

Doch den Ex-Mercedes-Co-Teamchef treibt die Angst um, dass die Regelhüter zu weit gehen. "Ich denke, wenn wir so weitermachen, sinkt der Einfluss der Ausgaben auf die Rundenzeit massiv", so Lowe. Beispielsweise Geld könnte verpuffen, weil damit nur auf dem Computer erprobte Teile gefertigt werden, die sich in der Realität als unvorteilhaft entpuppen. "Es endet in Autos, die sich zum Verwechseln ähnlich sind und mit Standardisierung. Es drosselt die Innovation in den Wagen."

Das will Formel-1-Sportchef Ross Brawn vermeiden. Er wolle das geistige Niveau der Szene nichtnach unten schrauben und Anreize für innovative Techniklösungen erhalten. "Es sollte die Ferrari, die Mercedes und die Red Bull geben, die Teams schlagen wollen. Wir möchten keine Dominanz, sondern brauchen ein Umfeld, in dem jemand einen guten Job machen kann", so Brawn. Nicht gewünscht sei, dass Finanzkraft es ermöglicht, sich an die Spitze zu setzen. "In der Art und Weise, wie es in den vergangenen drei Jahren passiert ist", macht der Brite seine Unzufriedenheit deutlich.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

DTM Oschersleben – Hintergründe

Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Thomas Preining und Mirko Bortolotti schafften es diesmal ganz oben auf das Podium. Zu Beginn der entscheidenden Phase der Saison 2026 schafften die beiden Piloten damit den Anschluss in der aktuellen Meisterschaftswertung an die Spitzengruppe.

Neuer Vertrag bei Red Bull

Verstappen-Zukunft in der F1 geklärt!

Max Verstappen hat allen Wechselgerüchten ein Ende bereitet und seine Verlängerung bei Red Bull in der Formel 1 verkündet

DTM-Rennen Nürburgring – Hintergründe

Schon die Ausgangspositionen?

Der Nürburgring hatte mit der Rauchentwicklung durch die nahen Waldbrände eine neue Facette parat. Motorsportlich betrachtet wurden die Weichen für das Halbfinale Mitte September auf dem Sachsenring gestellt, nachdem der ADAC vor der eigentlichen Action die Termine für die Saison 2027 bekanntgegeben hatte. Ein besonderes Viertelfinale eben

IndyCar zeigt erste Bilder

So sieht das neue Einheitsauto ab 2028 aus!

Die ersten Renderings des Dallara IR-28, der in zur IndyCar-Saison 2028 den in unterschiedlichen Ausführungen bereits seit 2012 eingesetzten DW12 ablösen wird

Beim Finale in London sichert sich Pascal Wehrlein auf dramatische Weise seinen zweiten WM-Titel in der Formel E - Barnard letzter Rennsieger der Saison 2025/26

Budkowski löst Lowdon ab

Cadillac mit neuem F1-Teamchef

Marcin Budkowski dockt mit zwei Jahrzehnten Formel-1-Erfahrung beim Rookie-Team Cadillac an und soll dieses "in die nächste Performance-Phase" führen