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Formel 1: Analyse

Wolff kündigt Kampf um Fixbonus an

Mercedes will verhindern, dass leistungsunabhängige Preisgelder, die mindestens 34 Mio. Euro pro Jahr einbringen, gestrichen werden.

Das Mercedes-Werksteam ist nicht bereit, im Zuge eines neuen Concorde Agreements ab der Formel-1-WM 2021 auf finanzielle Privilegien zu verzichten. Wenn die kommerziellen Rahmenverträge erstmals unter der Federführung des Rechteinhabers Liberty Media neu gestaltet werden, würde hart verhandelt, kündigte Toto Wolff in seiner Rolle als Sportchef der deutschen Marke an. "Es wird ganz sicher kein Spaziergang, wenn wir etwas abgeben sollen, was wir in den vergangenen Jahren erreicht haben", sagte er.

Es geht um viel Geld: Als fünffacher Konstrukteursweltmeister kassiert Mercedes derzeit jedes Jahr einen leistungsunabhängigen Bonus, der von noch mit Bernie Ecclestone ausverhandelten Verträgen herrührt. In der Saison 2017 war er 34 Millionen Euro wert; zuletzt ist er vermutlich sogar angewachsen und machte somit einen beträchtlichen Anteil am Gesamtpreisgeld von 114 Millionen Euro aus, das Mercedes 2018 kassierte.

Liberty Media, das auch durch Budgetmaßnahmen für mehr Chancengleichheit sorgen will, sind solche Fixboni, die auch Ferrari, McLaren, Red Bull Racing und Williams erhalten, ein Dorn im Auge. Wolff hingegen verteidigte diese: Mercedes habe lange um das zusätzliche Geld gekämpft, Daimler habe kräftig investiert und sei dabei Risken eingegangen.

"Als Mercedes in die Formel 1 eingestiegen ist, waren wir nicht konkurrenzfähig und hatten keine Vorzüge. Wir mussten uns aus einem Loch ziehen und wussten, dass wir Zugang zu Privilegien bekommen und ernster genommen werden, wenn wir Erfolge feiern. Wir sind froh, dass wir mit von der Partie und für den Sport ein wichtiger Akteur sind", meinte Wolff, "und es ist auch klar, dass jeder seine eigenen Ziele verfolgen muss."

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