MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Analyse

FIA darf künftig alleine entscheiden

Zäsur in der Formel-1-WM: Weil Rahmenverträge auslaufen, können Teams beim Reglement ab 2021 keinen Einfluss mehr geltend machen.

Ex-Geschäftsführer Bernie Ecclestone und den FIA-Präsidenten war es jahrelang ein Dorn im Auge, dass die Teams beim Regelwerk der Formel-1-WM ein Mitbestimmungsrecht besitzen und Reformprozesse blockieren können – ironischerweise über die Formel-1-Kommission, die der Brite selbst mit so viel Macht ausgestattet hatte. Damit soll nun Schluss sein: Weil die kommerziellen Rahmenverträge Ende übernächsten Jahres auslaufen, könnte bald der Motorsportweltrat der FIA alleine darüber entscheiden, was künftig in Kraft tritt.

Die Teams müssen nicht mehr zustimmen, wenn es beispielsweise um die geplante Einführung von 18-Zoll-Felgen geht. "Sie muss auch nicht mehr in der Strategiegruppe abgesegnet werden, weil das derzeitige Entscheidungssystem ausläuft", sagte FIA-Rennleiter Charlie Whiting und erinnerte daran, dass eine Einigung über ein neues Concorde Agreement mit den Rennställen weit entfernt scheint. Freilich wären sie – vermutlich mit Ausnahme von Ferrari, das Sondervereinbarungen eingegangen ist – damit auch nicht mehr verpflichtet, an der Formel-1-WM teilzunehmen.

Was die neuen Reifendimensionen angeht, dürfte es unter den Teams aber ohnedies breite Zustimmung geben. Whiting stellte klar: "Es drohen keine Überraschungen, und ich glaube nicht daran, dass jemand dagegen wäre. Die Regel gehört zu einem Paket, das wir [die FIA; Anm.] und das Formula One Management [de facto Liberty Media; Anm.] zusammenstellen."

Bei anderen Novellen könnte es sehr wohl Opposition geben, doch von ihrem Einfluss wie in der Vergangenheit werden sich die Teams verabschieden müssen. "Wahrscheinlich gibt es auch künftig noch eine Formel-1-Kommission, aber sie könnte dann eine ganz andere sein als derzeit", blickte Whiting voraus.

Angedacht wird seitens der FIA derzeit sogar, dass etablierte Motorenhersteller ihre Forschungsdaten mit Neueinsteigern teilen müssen, damit sich ein Debakel wie mit Honda möglichst nicht mehr wiederholt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Analyse

- special features -

Weitere Artikel:

Tardozzi über Marquez' Ungarn-Coup

"Er überrascht uns immer noch"

Marc Marquez gewinnt in Ungarn und macht im Titelkampf Boden gut - Doch Davide Tardozzi warnt: Der Spanier sei noch weit von seiner Bestform entfernt

Montoya-Kritik "Unsinn"

Jetzt schießt Max Verstappen zurück!

Nachdem Juan Pablo Montoya eine Rennsperre für Max Verstappen forderte, schießt der Niederländer zurück - Der Ex-Pilot redet seiner Meinung nach "viel Unsinn"

Keine umklappenden Flügel

FIA streicht für Monaco aktive Aerodynamik

Die FIA hat beim Formel-1-Rennen in Monaco keine Zonen für den Straightline-Modus vorgesehen, weshalb es in Monte Carlo keine umklappenden Flügel geben wird

24h Nürburgring 2026 – Hintergrund

Große Galerie der Zuschauer-Rekordveranstaltung

Das 24h Rennen durch die grüne Hölle brachte vor allem einen neuen Zuschauer-Rekord. 352.000 Besucher nannte der Veranstalter. Und dies bei typischem Eifelwetter mit maximal Temperaturen um die 10 Grad und Luftfeuchtigkeit in allen Variationen. Galerie mit mehr als 250 Bildern!

Traurige Nachrichten aus den USA: Der zweimalige NASCAR-Champion Kyle Busch ist am Donnerstag im Alter von 41 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben

GP von Monaco: 2. Fr. Training

Ferrari wieder doppelt vorn

Ferrari belegte wie im ersten Training die ersten beiden Plätze, während Mercedes nicht über die Positionen vier und fünf hinauskam - Frühes Aus für Lando Norris