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Le Mans Series: 1000km Spa

Blaue Stunde in Belgien

Was braucht man für eine Pole Position in Spa-Francorchamps? Vor allem ein blaues Auto, egal in welcher Klasse.

Versprechungen: in der ersten freien Session erreichten zwei Autos bis aufs Tausendstel dieselbe Zeit.

Peugeot Nr. 9, das Auto von Alex Wurz, und der Oreca-AIM von Olivier Panis/Nicolas Lapierre teilten sich die inoffizielle Pole Position. Im Qualifying waren die Abstände dann doch deutlicher, und die Papierform wurde bestätigt.

LMP: Peugeot très chaud

Volles Haus in Spa-Francorchamps: 51 Teams sind für das 1000km-Rennen genannt, die letzte Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans. Allen voran die Peugeot, die trotz aller reglementären Anpassungen immer noch eineinhalb Sekunden schnellere Runden drehen können als die Benziner-Konkurrenz.

Schnellster der Benzin-Fraktion ist der Aston Martin LMP1 Nummer 009 auf dem dritten Startplatz, dennoch war das Qualifying für Aston Martin einigermaßen desaströs. Denn der LMP1 Nr. 007 schaffte nach einem Motorplatzer keine gezeitete Runde.

Somit startet eines der schnellsten Autos vom Ende des Feldes. Der V12-Motor entsorgte sein Öl großzügig in der Umgebung des ehemaligen „Bus Stop“, dort gab es in der Folge einige Dreher und Zwischenfälle

Peugeot war davon unbeeindruckt: Alexander Wurz war am Steuer des (zumindest teilweise blauen) Peugeot Nr. 9, seine Zeit reichte für Platz 2 in der Startaufstellung, 26 Hundertstel hinter der Pole-Zeit von Simon Pagenaud im Auto Nr. 7.

Bruno Senna konnte mit der viertschnellsten Zeit überzeugen, das gilt nicht für die Audi R10 TDI von Dr. Colin Kolles: Startplatz 9 und 11, dreieinhalb Sekunden langsamer als die Peugeot.

Bei den LMP2 waren die Abstände knapper, hier übernahm Karim Ojjeh die Qualifikation des GAC-Zytek von Philipp Peter. Es reichte für die fünfte Startposition, knappe neun Zehntel hinter dem schnellsten LMP2-Auto.

Das kommt aus dem Haus Porsche, der strahlend blaue RS Spyder des dänischen Team Essex führt das LMP2-Feld, am Steuer war Casper Elgaard.

GT2: Müller machts möglich

Jetalliance Racing begann die Generalprobe für Le Mans in aller Vorsicht, man muss sich an ein gegenüber den FIA-GT-Einsätzen modifiziertes Auto gewöhnen. Die Eingewöhnung fiel dem Qualifikationsfahrer Alex Müller dann aber doch leicht genug:

Der (blaue!) Aston Martin DBR9 steht auf der Pole Position der Klasse, neun Zehntel vor dem Reiter-Lamborghini und über zwei Sekunden schneller als die etwas geplagte Corvette von Luc Alphand Aventures. Leider stellen sich nur diese drei Autos in der GT1-Klasse dem Wettbewerb.

Alex Müller: „Mich freut jede Bestzeit – die aber ganz speziell. Denn dieses Ergebnis gibt sicher dem ganzen Team viel Selbstvertrauen für das morgige Rennen.“

GT2: Danke, ganz lieb!

Die GT2 sieht ebenfalls ein blaues Auto an der Spitze des Feldes, und aus unserer Sicht ebenfalls das richtige:

Marc Lieb setzte sich mit dem Proton-Felbermayr-Porsche durch.

Somit hat auch sein Teamkollege Richard Lietz beste Karten für das Rennen. Weniger als zwei Zehntelsekunden beträgt der Vorsprung auf Lietz’ letztjähriges Team IMSA Performance, dahinter führt das Team Modena die Meute der Ferrari an.

Die schnellsten Zeitenjäger des Tages: Marc Lieb (GT2), Alex Müller (GT1,) Casper Elgaard (LMP2) und Simon Pagenaud (LMP1).

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