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LMS: 1000km Hungaroring

Die ersten zwei Stunden in Budapest

Um 16 Uhr wurden die Langstrecken-Renner auf ihren Weg in die Nacht geschickt, Peugeot führt - aber längst nicht so souverän wie erwartet...

Johannes.Gauglica@motorline.cc

Ein Fahrzeug aus der Formula Le Mans ging im Warm-up nach einem Ausrutscher verloren, somit reihten sich 37 Fahrzeuge für den Start des 1000-Kilometer-Rennens auf. Am Ende des Feldes, das in der strahlenden Nachmittagssonne ein prächtiges Bild abgab, stellten sich der Atlas FX-Saleen und der Aston Martin LMP on Signature an, in letzterem begann Vanina Ickx, Tochter von Le-Mans-Legende Jacky, den Durchmarsch in Richtung Mittelfeld.

Turbulente Anfangsphase

Dominik Kraihamers Teamkollege Nicolas De Crem räuberte auf den 3. Platz in der Klasse der Formula Le Mans, der bis zu diesem Zeitpunkt stärkste Auftritt des gesamten Wochenendes für das Boutsen-Team mit Nummer 45.

Richard Lietz wurde derweil in der Rush-Hour der ersten Runde ein paar Positionen durchgereicht, die teaminterne Spitze bei Felbermayr-Proton übernahm die Nr. 88 mit Romain Dumas am Steuer. Und an der Spitze gab es den erwarteten Umturz.

Schon vor der ersten Kurve des Rennens hatte Polesitter Danny Watts im HPD zwei der stärkeren LMP1-Fahrzeuge vor sich. Die Rebellion-Lola machten beim Beschleunigen kurzen Prozess. Der Diesel-Peugeot folgte alsbald und setzte sich dann auf Platz 2 fest. Anfangs als dichter Gruppe unterwegs, fluktuierten die Abstände zwischen den Top 3 bald durch die anstehenden Überrundungen. Schon nach weniger als fünf Minuten erreichten die Leader das Feld der GT-Fahrzeuge, die schwere Aufgabe des Überrundens im Winkelwerk des Hungaroringes begann.

Erste Boxenstops

Nach 55 Minuten liefen die ersten Fahrzeuge zu einem planmäßigen Stop die Box an, auch der führende Wagen Nr. 13 war unter ihnen. Damit übernahm Oreca mit dem Peugeot das Kommando, das Diesel-Auto schaffte vier Runden mehr als die schnellsten LMP1-Benziner. Diese Ökonomie schaffte aber auch der auf der Strecke nicht wesentlich langsamere LMP2 des Strakka-Teams.

Richard Lietz blieb ebenfalls länger draußen als seine unmittelbare Konkurrenz in der Klasse und setzte sich somit an die Spitze. Nach einem nicht völlig perfekten Boxenhalt fiel die Nr. 77, jetzt mit Marc Lieb am Steuer, wieder auf die 6. Klassenposition zurück.

Rebellion hatte eine „Schreckminute“ zur Mitte der zweiten Rennstunde, als zuerst die Nr. 12 den 3. Platz mit einem Dreher verspielte und dann das zweitplatzierte Schwesterauto auf dem sprichwörtlichen letzten Drücker einem irregeleiteten Fahrzeug ausweichen musste. Das bedeutete einen deutlicheren Rückstand von knapp 13 Sekunden auf den jetzt sicherer in Führung etablierten Peugeot.

Die Formula Le Mans schmolz unerbitlich zusammen – offenbar hatten die Einheitsautos von Oreca-Courage und die großen V8-Motoren von Chevrolet so ihre Problemchen mit der Hitze in Ungarn. Alle außer dem im Training so gehandicapten Fahrzeug von Boutsen Energy, das gerade rechtzeitig zum Rennen wieder in Form schien. Startfahrer Nicolas de Crem als Startfahrer nutzte die Gunst der ersten zwei Stunden und führte eine Klasse an, die in Selbstauflösung begriffen war. Mit dieser Pracht war es unglücklicherweise alsbald auch vorbei - damit verblieben nach zwei Stunden Renndauer noch zwei FLM-Fahrzeuge im Rennen.

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