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Formel 1: Interview

Haas: Vorbereitungen in heißer Phase

Die Vorbereitungen beim neuen Haas-Team für die Saison 2016 laufen auf Hochtouren, auch die Pläne für das erste Auto werden konkreter.

In den vergangenen Jahren haben sich Neueinsteiger in die Formel 1 schwer getan. Manor musste viereinhalb Jahre warten, bis Jules Bianchi 2014 in Monaco die ersten Punkte der Teamgeschichte einfahren konnte. Die beiden anderen Neulinge des Jahrgangs 2010, Caterham (damals Lotus) und H·R·T (damals Hispania), warteten bis zu ihrer Auflösung vergeblich auf Zähler, und selbst ein Großkonzern wie Toyota fuhr in seinem ersten Jahr nur zwei Zähler ein.

Mit verbesserter Zuverlässigkeit in allen Bereichen darf man daher die Frage stellen, welche Rolle das neue Haas-Team bei seiner Ankunft in der kommenden Saison spielen wird. Manor will die US-Amerikaner 2016 in Schach halten, doch die wollen mit der 'roten Laterne' nichts zu tun haben: "Wir wollen respektabel sein und einige Punkte einfahren", gibt Teamchef Günther Steiner gegenüber GPUpdate als ambitioniertes Ziel aus.

Ob man das letzten Endes auch erreichen kann, ist aber eine andere Frage, weiß auch Steiner: "Man kann es nur schwer vorhersagen, weil man nicht weiß, wie stark die Konkurrenz ist. Man versucht quasi, ein bewegliches Ziel zu treffen", meint der Österreicher. Doch beim Haas-Team herrscht Aufbruchstimmung. Der neue Rennstall steckt mitten in den Vorbereitungen und liegt nach eigenen Aussagen gut im Zeitplan. "Es gibt einige kleinere Kopfschmerzen, aber nichts Größeres", betont Steiner.

Derzeit arbeitet man an drei Standorten in den USA, in England und in Italien und kommt langsam in die heiße Phase. Bislang musste man Infrastruktur und Personal aufbauen, mittlerweile ist man aber auch schon beim wichtigsten Element angelangt: dem Auto. "Wir haben viel über das Konzept des Autos gesprochen, aber nie über die Teile des Autos – und jetzt sind wir in dieser Phase", freut sich Steiner, der mit seinem Team aller zwei Wochen im Windkanal von Ferrari zu Gast ist.

Und was ist mit den Fahrern, über die zuletzt so viel spekuliert wurde? "Sicherlich kommen viele Leute zu dem Schluss mit Gutiérrez und Vergne, weil wir enge Verbindungen zu Ferrari haben", sagt Steiner über die Gerüchte der vergangenen Wochen, "aber wir haben noch keine Favoriten". Zwar sei es leicht, die Fahrer auf der Liste des Teams zu bekommen, doch bis zu einer Verkündung könnte noch ein wenig Zeit vergehen. "Aber hoffentlich können wir am Ende des Sommer etwas sagen."

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