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Formel 1: Interview

Haas: Zweifel am Verbleib in der WM

Teamchef Steiner findet die einzementierten Kräfteverhältnis in der Formel-1-WM langweilig, hofft jedoch langfristig auf Besserung.

Gegen die drei siegfähigen Teams habe kein anderer Rennstall eine Chance – sollte das langfristig so bleiben, sieht Haas-Teamchef Günther Steiner keinen Sinn darin, weiter in der Formel-1-WM zu bleiben. "Zwei Jahre lang ist das tragbar, aber langfristig nicht. Dann wird es langweilig", sagte er.

Der Südtiroler sieht deshalb Veränderungen als zwingend an: "Ansonsten hat es keinen Sinn, einfach nur dabei zu sein. Das Geschäft funktioniert nicht, wenn du nicht den Spaß hast, um Podestplätze und Siege mitzufahren.". Das Problem der Formel-1-WM sei offensichtlich: In den vergangenen beiden Jahren blieb für die sieben Teams hinter Mercedes, Ferrari und RB Racing nur ein Podestplatz pro Saison, jeweils beim chaotischen Baku-Rennen.

Ansonsten gibt es für das Mittelfeld aktuell keine Chance, die drei Rennställe an der Spitze anzugreifen – zu groß sind die Abstände. Das ödet Steiner an: "Warum sollte ich mein Leben verschwenden, wie verrückt Tag und Nacht arbeiten und in 21 Länder um den Erdball reisen, wenn ich weiß, dass ich nur das Gleiche wie im vergangenen Jahr erreichen kann? Das hat keinen Sinn."

Ganz hat Steiner die Hoffnung auf Besserung aber noch nicht aufgegeben. "Die Dinge ändern sich hier so schnell, dass die Formel 1 in drei Jahren nicht mehr die von heute sein wird, denke ich", so der Haas-Teamchef. Man brauche nur die Formel-1-WM von Anfang der 2000er Jahre mit heute vergleichen: "Damals konnte man ganz einfach Geld verdienen, das ist nun unmöglich. 18 Jahre später, und es ist unmöglich. Dinge ändern sich, und das ist der Teil an der Formel 1, der mich interessiert."

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