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WTCC: Wolokolamsk

Nick Catsburg feiert ersten WTCC-Sieg

Die Lada-Gala geht weiter: Nick Catsburg gewinnt das zweite Rennen vor Teamkollegen Gabriele Tarquini. Michelisz auf dem Podium – Citroen chancenlos.

Foto: FIA WTCC

Perfektes Heimspiel für Lada: Nick Catsburg gewann am Sonntag das Hauptrennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) auf dem Moscow Raceway und feierte damit den zweiten Sieg der russischen Marke in Folge. Bei erneut feuchten Bedingungen fuhr der Niederländer einen souveränen Start-Ziel-Sieg nach Hause und gewann vor seinem Teamkollegen Gabriele Tarquini. Für Catsburg war es der erste WTCC-Sieg.

"Das ist unglaublich, ich bin so glücklich! Wenn uns vor dem Wochenende jemand gesagt hätte, dass wir in beiden Rennen einen Doppelsieg feiern...", kann Catsburg sein Glück kaum fassen. "Das konnte man wirklich nicht erwarteten. Es ist aber toll, dass uns das vor unseren Fans und Sponsoren in der Heimat gelungen ist."

Der Sieg von Lada im Hauptrennen war zu keiner Zeit gefährdet. Catsburg übernahm von der Pole-Position aus nach dem Start die Führung vor Tarquini und setzte sich rasch vom Sieger des Eröffnungsrennens ab, der seinerseits die Verfolger distanzierte. In der Schlussphase konnte Tarquini dann den Rückstand auf Catsburg verkürzen, der aber konterte.

Catsburg 35. Sieger in der WTCC

Allerdings tat das dem Nervenkostüm des Niederländers nicht gut. "Es mag von außen vielleicht einfach ausgesehen haben, aber mein 'Lehrer' Gabriele hat in der Schlussphase ganz schön Druck gemacht. Ich habe mich zwischendurch gefragt: 'Warum fahren wir so hart?'" Doch Catsburg hielt dem Druck stand und trug sich als 35. Fahrer seit Wiedereinführung der WTCC im Jahr 2005 in die Siegerliste ein.

Wie im ersten Rennen wurde die Lada-Party auf dem Siegerpodium durch einen Piloten gestört. Norbert Michelisz (Honda) zeigte sich wie die gesamte Honda-Mannschaft im Vergleich zum Eröffnungsrennen deutlich formverbessert und wurde Dritter, seine Teamkollegen Rob Huff und Taigo Monteiro folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Sechster wurde James Thompson (Münnich-Chevrolet), der damit einen Doppelsieg in der Privatfahrerwertung feierte. Hugo Valente (Lada) konnte das Tempo seiner Teamkollegen nicht mitgehen und wurde Siebter.

Ferenc Ficza demütigt Yvan Muller

Während das Geschehen an der Spitze recht unspektakulär verlief, sorgten Kämpfe im Hinterfeld für Unterhaltung. Zunächst rangen die beiden Volvo-Piloten Thed Björk und Fredrik Ekblom mit Tom Chilton (SLR-Citroen) und John Filippi (Campos-Chevrolet), allerdings nur um Rang 13.

Für Begeisterung sorgte dann Ferenc Ficza (Zengö-Honda), der in der Schlussphase des Rennens stark aufkam, nach einem sehenswerten Zweikampf den viermaligen WTCC-Champion Yvan Muller (Citroen) niederrang und Neunter wurde. Doch nicht nur Muller, sondern das gesamte Citroen-Team kämpfte im Hauptrennen auf verlorenem Posten, bester Vertreter der Franzosen war Jose-Maria Lopez auf Rang acht.

Trotz dieses für ihn schwachen Ergebnisses führt der Argentinier die WM-Wertung zur Saisonhalbzeit deutlich an. Nach zwölf von 24 Rennen hat Lopez 223 Zähler auf dem Konto und damit 105 Punkte Vorsprung auf Mehdi Bennani (SLR-Citroen) und Catsburg, die punktgleich die Ränge zwei und drei belegen. In der Herstellermeisterschaft liegt Citroen ebenfalls weiterhin klar in Front.

Weiter geht es mit der Tourenwagen-WM in 14 Tagen. Dann stehen die Saisonrennen 13 und 14 auf dem Stadtkurs im portugiesischen Vila Real auf dem Programm.

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