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DTM: Interview

Aus wäre Schlag für deutschen Rennsport

Mit dem Ausstieg von Mercedes steht die DTM vor einer Belastungsprobe. Für Audi wäre ein etwaiges Ende der Serie ein großes Problem.

Wie geht es nach dem Mercedes-Ausstieg mit der DTM weiter? Diese Frage treibt die Rennserie und ihre verbleibenden Hersteller schon ein Jahr vor dem Abschied der Marke mit dem Stern um. Laut Audis Motorsportchef Dieter Gass könnte ein Ende der "Masters" schwere Folgen für den gesamten deutschen Motorsport haben.

Dabei blickt der Deutsche nicht nur auf die Serie selbst, sondern hat auch das Umfeld im Auge. Ein Verschwinden der DTM wäre ebenso für Zulieferer und Nachwuchstalente ein großes Problem. So finden im Windschatten der DTM mehrere Markenpokale und Nachwuchsserien statt.

Diese haben bereits Talenten wie dem Dänen Nicki Thiim oder dem neuen DTM-Meister Rast den Weg in den professionellen Motorsport geebnet. Auch spätere Formel-1-Piloten wie Nico Hülkenberg sind mit der F3 Euro Series im Rahmenprogramm der DTM angetreten; der Deutsche entschied 2008 den Vorläufer der Formel-3-EM für sich und setzte danach seinen Weg bis in die Formel-1-WM fort.

Auch Gass ist sich der Bedeutung der DTM-Wochenenden bewusst. "Abgesehen von der Plattform an sich – eine Formel 3 hängt da dran", mahnt er. "Das ist eine Plattform, die auch für andere Serien interessant ist. Das wäre für den deutschen Motorsport nicht gut", schätzt der Audi-Motorsportchef die Situation kritisch ein. "Das wäre ein schwerer Schlag für den deutschen Motorsport im Allgemeinen", glaubt er.

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