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WEC: Nürburgring

Toyota erobert Pole-Position

Jose Maria Lopez und Kamui Kobayashi sichern Toyota die Pole-Position für das 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring - Porsche in GTE-Pro-Klasse an der Spitze.

Nach der Rekordrunde im Qualifying von Le Mans zeigt Toyota erneut seine Stärke über einen schnellen Umlauf. Jose Maria Lopez und Kamui Kobayashi stellten ihren TS050 mit einer Durchschittszeit von 1:38.118 Minuten auf die Pole-Position für das 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Das Duo, das sich das Auto mit der Startnummer 7 mit Mike Conway teilt, war einen Hauch schneller als die beiden Porsche 919 Hybrid.

"Ich bin sehr glücklich", sagt Lopez, der bei seiner schnellen Runde in 1:38.083 Minuten einen bärenstarken Eindruck hinterließ. Sein japanischer Kollege war um 0,07 Sekunden langsamer. "Auch Kamui hat einen tollen Job gemacht", lobt der Argentinier, der mit großen Schwierigkeiten in seine erste LMP1-Saison gestartet war. "Das war jetzt erst einmal die Pole. Ich bin sehr froh, dass ich bei meinem ersten Einsatz im Qualifying so gut unterwegs war. Jetzt hoffen wir auf ein gutes Rennen."

Porsche verzichtete am Ende auf einen weiteren Angriff auf die Pole-Position, da der Toyota #7 der in der WM schlechter positionierte TS050 ist. Der schnellste Mann des Tages kam aber aus dem Lager der Stuttgarter. Andre Lotterers 1:37.886 Minuten brachte die Crew im Porsche mit der Startnummer 1 nur den dritten Startplatz. Das Schwesterauto war konstanter unterwegs. Brendon Hartley (1:38.292) und Timo Bernhard (1:38.252) starten somit von Rang zwei.

Der Toyota #8 hatte vor allem in Händen von Kazuki Nakajima kein sauberes Qualifying. Die erste Rundenzeit des Japaners wurde gestrichen, weil die Tracklimits missachtet worden waren. Kurios: Nakajima geriet neben die Piste, weil ihn Nelson Panciatici (Alpine) abgedrängt hatte. In der LMP2-Klasse setzte sich G-Drive durch. Ben Hanley überzeugte mit einer extrem schnellen Runde, Pierre Thiriet verteidigte die Position vor Laurent/Jarvis (Jackie Chan DC) und Senna/Canal (Rebellion).

GTE-Pro: Porsche holt die Pole-Position

Die Zeitenjagd in der GTE-Pro-Klasse stellte sich anders dar, als man es nach den Freien Trainings hatte vermuten können. Nicht eines der Turbo-Autos von Ford oder Ferrari spielte die Hauptrolle, sondern der Porsche mit der Startnummer 92. Michael Christensen hatte in 1:53.779 Minuten die mit Abstand schnellste Runde als Vorlage realisiert, Teamkollege Kevin Estre diesen Elfmeter sicher verwandet. Der Durchschnitt: 1:54.007 Minuten.

"Freut mich für das ganze Team, denn es waren zuletzt harte Wochen. Ich bin sehr zufrieden", sagt Kevin Estre. "Es war nur ein Qualifying, aber es ist immer schön, ganz an der Spitze zu stehen. Schauen wir mal, was das Rennen bringen wird." Am Ende hatte das Porsche-Duo 0,345 Sekunden Vorsprung auf Sörensen/Thiim (Aston Martin). Der zweite Porsche (Lietz/Makowiecki) startet von Rang drei. Den besten Ford stellten Olivier Pla und Stefan Mücke auf den vierten Startplatz.

In der GTE-Am-Kategorie sicherten sich Lauda/Dalla Lana/Lamy eine weitere Pole-Position. Nachdem Pedro Lamy eine solide Rundenzeit vorgelegt hatte, konnte der am Nürburgring starke Amateur Paul Dalla Lana den ersten Platz absichern. Christian Ried (Dempsey-Proton-Porsche) muss sich mit Startplatz zwei begnügen. Sein Teamkollege Matteo Cairoli hatte den Porsche 911 RSR im ersten Durchgang zunächst an die Spitze gebracht. Das 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wird am Sonntag um 13:00 Uhr gestartet.

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