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Formel 1: News

Kommt das Aus für die "Bröselreifen"?

Die Formel-1-WM könnte sich 2021 von Pneus mit allzu hohem Verschleiß verabschieden, damit die Fahrer länger ans Limit gehen können.

Ab der Saison 2021 soll in der Formel-1-WM ein anderer Wind wehen: Mit einem neuen Reglement soll es den Fahrern ermöglicht werden, dem Vordermann besser zu folgen. Damit die Piloten aber auch das ganze Rennen lang ans Limit gehen können, soll es nun dem hohen Reifenverschleiß an den Kragen gehen.

Die neuen 18-Zoll-Felgen machen ohnedies andere Reifen erforderlich, sie sollen deutlich robuster werden. Nicholas Tombazis, Technikchef für Monoposti beim Automobilweltverband FIA, sagt: "Wir wollen Pneus einsetzen, die den Fahrern Kämpfe ermöglichen, ohne schnell zu verschleißen."

Der momentan sehr hohe Verschleiß ist ein gewünschter Effekt, doch mit den Regeländerungen für 2021 könnte der gegenteilige Weg eingeschlagen werden. Pat Symonds, Technikchef der Formel-1-WM, führt bereits Gespräche, um Reifen zu entwickeln, die besseren Rennsport zulassen.

Der Brite sagt: "Wir haben in der Vergangenheit vielleicht die falschen Dinge verlangt. Es ist ein sehr komplexes Problem, und wir haben aktuell noch keine richtige Idee, wie es in Zukunft aussehen wird." Laut Symonds werden bereits Simulationen durchgeführt.

Er warnt aber davor, dass die Boxenstopps an Bedeutung verlören, wenn die Reifen zu lange hielten: "Wir wissen, dass die Fans die Boxenstopps mögen, und wir wollen diese Stopps auch weiterhin haben. Wenn wir einen Reifen wie in Le Mans entwickeln, hält er zwar, aber wir verlieren die Boxenstopps."

Jedoch stimmt Symonds Tombazis zu: "Das Ziel, einen hohen Reifenverschleiß zu haben, war der falsche Weg." Eigentlich sollte damit das Überholen vereinfacht werden, denn theoretisch sind dadurch Autos auf unterschiedlichen Reifen unterwegs, und Fahrer auf neuerem Gummi hätten einen Vorteil.

Jedoch gibt es einen unerwünschten Nebeneffekt: Die Reifen überhitzen im Zweikampf, weshalb es für den Hintermann schwierig ist, den vorausfahrenden Fahrer zu attackieren. Das hat natürlich negative Einflüsse auf den Rennsport und damit die Spannung.

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