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Formel 1: Interview

Montezemolo-Kritik an Alonsos Charakter

Der Ex-Ferrari-Boss meint, Fernando Alonsos Persönlichkeit sei einer von drei Gründen, warum er bei der Scuderia ohne Titel blieb.

In einem Interview mit Luca di Montezmolo auf der offiziellen Website der Formel-1-WM nannte der ehemalige Ferrari-Präsident unter anderen den Charakter seines früheren Piloten Fernando Alonso als einen von drei Gründen, warum man gemeinsam nie einen Titel gewonnen hat: "Alonso war Alonso, nicht Ferrari-Alonso. Wenn er gewinnt, ist er glücklich. Wenn er nicht gewinnt, ist das Team daran schuld, und er ist unglücklich."

Daher, so der Italiener, halte Alonso dem Vergleich mit anderen Ferrari-Legenden wie Niki Lauda oder Michael Schumacher nicht stand: "Er war weniger nahe am Team als Michael und Niki, besonders in schwierigen Zeiten, denn in guten Zeiten nahe am Team zu sein, ist leicht." Damit fing er sich auf twitter den Zorn des Spaniers ein, der sogar so weit ging zu behaupten, die Zitate seien frei erfunden, obwohl vom Interview eine Audiodatei existiert.

Der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass Montezemolo auch durchaus positive Worte über seinen Ex-Fahrer findet. 2010 und 2012 habe er die Weltmeisterschaften nicht aufgrund eigener Fehler verloren; und was die Leistung betrifft, sei er sehr gut gewesen – auf einer Stufe mit Hamilton und Vettel: "Im Rennen war Alonso ein fantastischer Fahrer. Wenn er einen Titel gewonnen hätte, würden wir uns heute ganz anders über ihn unterhalten."

Als Gründe, warum es in der gemeinsamen Zeit nicht mit dem WM-Titel geklappt habe, nannte Luca di Montezemolo neben Alonsos Persönlichkeit noch "Pech" (er verweist in diesem Zusammenhang etwa auf das Finale in Brasilien 2012, als Alonso schon eine Hand am WM-Pokal hatte) und den Umstand, dass Alonso genau in jenen Jahren bei Ferrari gewesen sei, als RB Racing gleich gute oder sogar bessere Autos gebaut habe.

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