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Formel 1: Interview

Hamilton: Verständnis für Alonso-Rückzug

Lewis Hamilton könnte es nachvollziehen, falls Fernando Alonso seine Formel-1-Karriere beendet; Schuld sei vor allem das Reglement.

Hört Fernando Alonso nach der laufenden Saison mit der Formel 1 auf? Um dieses Thema ranken sich viele Gerüchte, schließlich ist der zweifache Weltmeister seit seinem Wechsel zu McLaren zum Hinterherfahren verdammt – ohne wirkliche Aussicht auf Besserung. Immer wieder streckt er die Fühler nach anderen Rennserien aus: 2017 fuhr er die 500 Meilen von Indianapolis, 2018/19 ist er in der Langstrecken-WM unterwegs und konnte zuletzt sogar die 24 Stunden von Le Mans gewinnen.

Sein ehemaliger Teamrivale Lewis Hamilton könnte einen Abgang des Spaniers nachvollziehen. "Ich würde es verstehen", sagte der Brite gegenüber der spanischen Zeitung AS. Dabei denke er aber nicht unbedingt an Alonso selbst und finde auch nicht, dass der Sport unfair zum McLaren-Piloten war – er könnte einen Rücktritt wegen des Sports an sich nachvollziehen.

Alonso müht sich bei McLaren ohne Erfolgsaussichten ab. "Denke ich, dass es im Sport nicht richtig läuft? Ja", kritisierte der Mercedes-Pilot die fehlende Chancengleichheit. "Wir haben große und kleine Teams, und zwischen den ersten drei Teams und dem vierten liegen zwei Sekunden."

Allerdings sieht er auch sein Mercedes-Team im Nachteil, weil Konkurrent Ferrari zahlreiche Zugeständnisse bekommt. "Ferrari kann mehr Geld ausgeben als Mercedes, und Ferrari kann ein Veto gegen Regeln einlegen, was sonst keiner kann. Das ist definitiv nicht perfekt geregelt", so der Brite.

Er hoffe, dass sich die Probleme mit Inkrafttreten eines neuen Concorde Agreements ab 2021 lösen lassen: "Ich hoffe, dass es dann für die kleinen Teams besser wird, damit sie eine bessere Plattform für jüngere Fahrer haben."

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