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Formel 1: News

Formel 1-Verkauf "noch in diesem Jahr"

Der Formel 1-Zampano Bernie Ecclestone bringt nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr den Verkauf der Formel-1-Rennserie unter Dach und Fach - Magere Informationen über Investoren.

Seit Wochen wird in der Formel 1 über einen möglichen Verkauf der Rennserie an neue Investoren spekuliert. Bernie Ecclestone selbst hatte diese Spekulationen Anfang Oktober mit seiner Aussage, es werde "noch in diesem Jahr einen neuen Besitzer" geben, angeheizt. Damals war von zwei bis drei potenziellen Interessenten die Rede.

Am seriösesten soll das Konsortium rund um den Milliardär Stephen Ross (Ross' RSE Ventures gemeinsam mit Qatar Sports Investments) sein, dem Eigentümer der Miami Dolphins (American Football). Außerdem gab es zuletzt Medienberichte, wonach sich auch eine Gruppe rund um den deutschen Geschäftsmann Dieter Hahn gebildet haben soll. Das erscheint fragwürdig: Hahns Firma Constantin Medien hatte Ecclestone erst dieses Jahr verklagt - und den Gerichtsprozess verloren.

Auch der Investmentgruppe China Media Capital (CMC) wird Interesse nachgesagt. Spannend in diesem Zusammenhang: CMC-Chef Li Ruigang sitzt auch im Vorstand der Werbeagentur WPP. WPP-Geschäftsführer Martin Sorrell wiederum ist Mitglied des Aufsichtsrats der Formel-1-Dachgesellschaft Delta Topco - und einer breiten Formel-1-Öffentlichkeit bekannt, seit er Ecclestone für dessen umstrittenes Hitler-Zitat scharf kritisiert hat.

Unabhängig davon, wer nun (zumindest) die 35,5 Prozent Formel-1-Anteile von CVC Capital Partners übernehmen könnte: "Ich hoffe auf Leute, die langfristig investieren wollen", sagt Ecclestone. "Ich bin sicher, dass die Leute, mit denen ich zuletzt gesprochen habe, die richtigen sind." Und: "Wahrscheinlich passiert es noch in diesem Jahr." Konkretere Informationen werden vor einem Deal dieser Tragweite nicht öffentlich diskutiert.

Unter Paddock-Insidern geht indes erneut das Gerücht um, Ecclestone selbst könnte die Anteile von CVC zurückkaufen und wieder die volle Kontrolle über die Formel 1 übernehmen. Dazu passt auch die Theorie, wonach Ecclestone die derzeit laufende EU-Beschwerde durchaus entgegenkommen soll: Wenn diverse Verträge von der EU für ungültig erklärt werden, kann er das gesamte Vertragswerk der Formel 1 nach seinem Geschmack neu aufsetzen.

Für CVC hingegen stellt die EU-Beschwerde ein großes Risiko dar, denn der Wert des Formel-1-Investments könnte dadurch, abhängig vom Urteil, gemindert werden. Der Zeitpunkt für einen Ausstieg wäre so gesehen günstig, schließlich hat das Private-Equity-Unternehmen an der Königsklasse jetzt schon Milliarden verdient. Ecclestone hält derzeit übrigens fünf Prozent an der Formel 1. Weitere 8,5 Prozent liegen bei der von ihm gegründeten Bambino-Holding.

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