MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Analyse

Schlechtere Rennen durch Funkverbot?

Williams-Chefingenieur Rob Smedley sieht die jüngste Aufhebung des Funkverbots positiv, nicht nur aus Teamsicht, auch für die Fans.

Das Funkverbot in der Formel-1-WM hat in den vergangenen Monaten hohe Wellen geschlagen. Eigentlich wollte man damit erreichen, dass den Fahrer nicht mehr gesagt wird, wie sie zu fahren haben, doch stattdessen sorgte man vor allem für Kontroversen, weil man Piloten für erhaltene Sicherheitsanweisungen bestrafte. Aus diesem Grund hat man den Funk vor dem Großen Preis von Deutschland wieder freigegeben.

"Die Show sollte verbessert werden, aber das haben wir nicht erreicht – also mussten wir zurückgehen", heißt Williams-Chefingenieur Rob Smedley die Rolle rückwärts gut. Der Brite ist nicht der Meinung, dass sich die Rennen aufgrund des Funkverbotes verbessert hätten, stattdessen habe sich die Spannung sogar verringert. "Durch die Regeln beeinflussen wir das Spektakel auf negative Weise", meint er und verweist etwa auf das Rennen in Aserbaidschan.

Dort hatte Lewis Hamilton Probleme mit dem Management seines Aggregats. "Das Team hätte ihm ganz einfach sagen können, was er machen soll, aber da sie es nicht konnten, haben wir kein gutes Rennen zwischen den beiden Mercedes gesehen – oder zwischen Lewis und anderen Piloten", sagt Smedley. Das neue Rennen in Baku war mit Spannung erwartet worden, geriet aber dank Rosbergs Dominanz zur großen Langeweile.

Dass man nun zum freien Funk zurückgekehrt ist, sieht der Williams-Ingenieur daher vor allem aus Fansicht positiv. "Sie wollen diese Interaktion zwischen Kommandostand und Auto. Es sorgt für ein besseres Spektakel, interessantere Einblicke, und bringt die Fans näher an die Action heran", so Smedley. In Hockenheim habe man dieses Ergebnis bereits sehen können. "Es wurde definitiv mehr gefunkt", glaubte etwa Christian Horner zu erkennen. "Hoffentlich war es für die Fans eine bessere Show, weil sie mehr über die Taktik und die Autos erfahren haben."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Analyse

- special features -

Weitere Artikel:

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

MotoGP 2026: Aprilia

Aprilia enthüllt RS-GP26

Aprilia Racing startet 2026 nicht nur mit neuer Optik, sondern mit dem Selbstverständnis eines Titelanwärters in die neue MotoGP-Saison

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

Überarbeitetes Markenlogo

Honda präsentiert neue Power-Unit RA626H

Honda hat am Dienstag bei einer Präsentation in Tokio die neue Power-Unit für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt: Welchen Namen die Antriebseinheit tragen wird