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Formel 1: Interview

Prost will weniger Technik, mehr Ideen

Alain Prost wünscht sich eine Formel 1, in der wieder Menschen im Mittelpunkt stehen; er meint, heute gebe es zu viel Technologie.

Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost ist der Meinung, dass die moderne Formel-1-WM etwas zu technisch geworden ist; er findet, man solle die Menschen wieder stärker in den Vordergrund rücken. "Wir sind in einem Zeitalter, in dem es sehr viel Technologie gibt, viele Daten. Wir müssen den Sport menschlicher machen – die Fahrer, die Ingenieure", erklärte der vierfache Champion dem FIA-Magazin Auto.

"Wir müssen die menschliche Seite betonen und uns vielleicht etwas weniger auf die Technologie konzentrieren. Die Technologie ist fantastisch, und für die großen Motorenhersteller ist sie sehr gut, weil die Beziehung zwischen Gesellschaft und Wettbewerb immer größer wird", sagte Prost; für den Sport sei das aber nicht zwangsläufig der richtige Weg.

"Wenn wir über die Richtung reden, die der Sport in Zukunft einschlägt, sollten wir meiner Meinung nach zu einer Formel 1 übergehen, in der es mehr um Einfallsreichtum geht, in der es mehr Überraschungen und mehr strategische Möglichkeiten gibt", so der Franzose. Man solle die Technologie zwar nicht komplett verwerfen, müsse künftig aber eine bessere Balance schaffen.

"Ich denke, dass die Formel-1-WM dann auch für Leute außerhalb des Motorsports etwas verständlicher wird", sagte Alain Prost, der zwischen 1980 und 1993 im Grand-Prix-Sport an den Start ging, dabei 51 Rennsiege und vier Mal den Fahrer-WM-Titel holte. Heute ist er als Berater für das Renault-Team und Markenbotschafter tätig.

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