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Motorsport: News

Mit Zweiradantrieb zur Dakar

Zweiradantrieb, Turbo-Diesel, lange Federwege und große Reifen – mit dem brandneuen Peugeot 2008 DKR werden beider Dakar neue Wege beschritten…

Foto: Peugeot sport

Peugeot bereitet sich mit Hochdruck auf das Comeback bei der Rallye Dakar im Januar 2015 vor. Stephane Peterhansel, Carlos Sainz und Cyril Despres werden den brandneuen Peugeot 2008 DKR fahren. Das Auto besticht durch einige innovative, technische Ansätze. Im Gegensatz zu den X-raid Mini wird der 2008 nur von den Hinterrädern angetrieben. Sollte das Auto gewinnen, wäre es der erste Dakar-Sieger mit einem Diesel-Motor und Zweiradantrieb.

Obwohl auf den neuen Boliden Dünen, Berge, ausgetrocknete Flussbetten, die Salzwüste und generell hartes Terrain warten, entschieden sich die Techniker gegen Allradantrieb. Peugeot-Sport Direktor Bruno Famin erläutert die Hintergründe: "So wie wir uns beim Prototypen für die 24 Stunden von Le Mans für ein geschlossenes Auto entschieden haben, wählten wir auch jetzt ein innovatives Konzept. Bei Cross-Country-Rallyes stellt sich die größte Frage, ob man mit Allrad- oder Zweiradantrieb fährt."

"Nach einer detaillierten Studie entschieden wir uns für den Zweiradantrieb, denn er bietet einige Vorteile." Das Dakar-Reglement begünstigt Autos mit Zweiradantrieb in einigen Punkten, um die konzeptionellen Nachteile gegenüber Allradlern zu kompensieren. Das will Peugeot ausnutzen. Technikleiter Jean-Christophe Pallier geht ins Detail: "Im Motorsport steht Gewicht gegen die Performance. Im Cross-Country-Sport dürfen Autos mit Zweiradantrieb deutlich leichter als Allradler sein."

"Sie dürfen auch größere Reifen verwenden. Das ist vor allem bei den vielen Gruben ein Vorteil, die bei dieser Art von Terrain oft vorkommen können. Außerdem können wir den vorderen Überhang dadurch minimieren. Der 2008 DKR kann praktisch vertikale Wände erklettern. Das ist aber noch nicht alles! Durch den längeren Federweg - 460 statt 250 Millimeter - werden die Fähigkeiten auf Dünen besser, denn unebener Untergrund kann besser absorbiert werden. Das sind die Schlüssel für die Dakar."

Außerdem darf der Druck der großen Reifen vom Cockpit aus gesteuert werden. Der Fahrer kann beispielsweise vor einer Dünenkette den Druck aus den Reifen ablassen und kann die Pneus nach dem Dünengürtel bequem aus dem Cockpit wieder aufpumpen lassen. Die anderen Fahrer müssen aussteigen und alles manuell machen. Das kostet Zeit. Peugeot hat dank der Reifen ein mächtiges, aber kompaktes Auto gebaut.

Beim Triebwerk handelt es sich um einen Mittelmotor. Der V6 Twin-Turbo Benziner leistet knapp 350 PS. "All diese Komponenten auf so kleinem Platz unterzubringen, führt zu Kopfschmerzen", merkt Pallier an. "Kleine Autos funktionieren auf kurvigen, WRC-ähnlichen Strecken sehr gut. Unsere Gestaltung erhöht die Möglichkeiten für zweiradgetriebene Autos in Situationen, wo normalerweise Allradler einen Vorteil haben."

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