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DTM: Lausitzring

Martin Tomczyk schreibt DTM-Geschichte

Martin Tomczyk schwimmt auf der Erfolgswelle - mit einem weiteren Sieg übernimmt er als erster Jahreswagen-Pilot die Tabellenführung der DTM.

Fotos: DTM

Die DTM hat einen neuen Tabellenführer: Martin Tomczyk.

Der Bayer war nach seinem Sieg in Österreich auch beim Auftritt in der Lausitz nicht zu stoppen.

Mit starkem Rennspeed und perfekter Strategie sicherte sich Tomczyk seinen zweiten Sieg in Folge im Audi des Jahrgangs 2008.

Erstmals hat somit ein Jahreswagen-Pilot die Tabellenführung in der DTM inne.

Gleichzeitig konnte Audi endlich den Lausitzring-Fluch vertreiben.

Die Ingolstädter feiern den ersten Erfolg seit sechs Jahren auf der bisher ungeliebten Strecke.

Tomczyk konnte sich zu Beginn des Rennens schnell an Jamie Green vorbeischieben, machte anschließend Jagd auf Polemann Bruno Spengler.

Beim ersten Stopp zauberte die Phoenix-Mannschaft und brachte Tomczyk als Führenden wieder auf die Bahn.

Anschließend spielte der Rosenheimer seinen Speed souverän aus. "Es war unglaublich. Dass es so schnell war und so einfach zu fahren, das war fantastisch", jubelt Tomczyk, der sich locker vom Feld absetzen konnte.

"Das Manöver in der zweiten Runde gegen Jamie war der Schlüssel zu diesem geilen Rennen. Es fühlt sich verdammt gut an, nun Gesamtführender zu sein."

Im Ziel hatte Tomczyk gut fünf Sekunden Vorsprung auf den schnellsten Verfolger. Dies war Timo Scheider. Der zweimalige Champion fuhr ein bärenstarkes Rennen, profitierte von langen Phasen mit freier Fahrt.

Das Abt-Team ließ Scheider jeweils lange bis zum Boxenstopp fahren, in diesen Runden konnte der Pilot perfekte Rundenzeiten fahren und sich somit an Spengler vorbeiarbeiten.

Bei Mercedes lief an der Lausitz diesmal viel schief. "Wenn man auf dem Podest steht, dann kann man nicht ganz unzufrieden sein. Martin und Timo haben einen guten Job gemacht. Wir müssen analysieren, was im Rennen passiert ist. Die waren schneller. So ist das eben", fasst Spengler zusammen. Der Kanadier hatte im Rennen nicht den Speed, kam erst mit 15 Sekunden Verspätung ins Ziel.

"Das tut sehr gut", erklärt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "Unser Speed war schon im Warmup gut. Im Rennen wurde dies bestätigt und unsere Taktik war ebenfalls gut. Die Meisterschaft ist noch weit weg, aber immerhin: wir sind da!"

Hinter den drei Podestbesuchern sammelten Gary Paffett, Oliver Jarvis und Jamie Green wichtige Punkte. Vor allem der britische Audi-Pilot hätte sogar noch mehr erreichen können.

Jarvis bekam für seinen zweiten Stint brandneue Reifen, konnte damit wesentlich schneller fahren als viele Konkurrenten. Allerdings hielt ihn Green über viele Runden auf, sodass dieser Vorteil verpuffte. Bei freier Fahrt in jener Phase hätte Jarvis sogar eventuell einen Dreifacherfolg für Audi herbeiführen können.

Hinter den Top 6 zeigte Tom Kristensen als Siebter eine tolle Leistung als Rockenfeller-Vertreter.

Auf Rang acht angelte sich Filipe Albuquerque seinen ersten DTM-Punkt. Der Portugiese wurde für seine gute Leistung belohnt, sein Teamkollege Edoardo Mortara hatte viel Pech. Der Neuling geriet wieder einmal mit Maro Engel zusammen, wurde anschließend von Christian Vietoris, David Coulthard, Ralf Schumacher und Renger van der Zande geschnappt. Wenig später gab Mortara genervt auf.

Eine große Enttäuschung erlebte auch Mattias Ekström. Der Schwede war als Dritter gestartet, verlor aber sofort zwei Ränge. "Reifendruck hinten rechts passt nicht, es gibt Vibrationen", funkte Ekström an die Box.

Der zweimalige DTM-Meister wurde weit durchgereicht, fand auch später nicht den Speed. Er kam als Elfter ins Ziel. Susie Stoddart konnte aufgrund eines Bremsproblems gar nicht erst starten.

In der Gesamtwertung steht nun Martin Tomczyk mit 30 Punkten an der Spitze, dahinter folgt Bruno Spengler mit nur einem Zähler Rückstand.

Mike Rockenfeller ("Ein Nuller ist nie gut") wurde in Abwesenheit auf Rang vier durchgereicht. Timo Scheider liegt in der Gesamtwertung nun auf Rang drei. Das nächste Rennen findet in zwei Wochen auf dem Norisring statt

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