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WEC: Nürburgring

Audi-Fahrertrio als Tabellenführer am Nürburgring

Die Audi-Piloten Fässler/Lotterer/Treluyer starten nach der Sommerpause als Tabellenführer in den vierten Lauf der WEC.

Foto: Audi

Die Audi-Piloten starten nach der Sommerpause als Tabellenführer in den vierten Lauf der Saison 2015 zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoit Tréluyer kommen nach zwei Siegen (Silverstone und Spa-Francorchamps) und einem weiteren Podiumsergebnis (Le Mans) mit 20 Punkten Vorsprung zum Heimspiel von Audi an den Nürburgring.

In ihrer bislang spannendsten Saison tritt die vor vier Jahren gegründete WEC am letzten August-Wochenende zum ersten Mal vor deutschem Publikum an. Die Tabellenführer und ihre Audi-Teamkollegen Lucas di Grassi, Loic Duval und Oliver Jarvis starten zusammen mit 29 weiteren Teams auf der Grand-Prix-Variante des Nürburgrings. Audi hat sich Ende Juli mit einem Test auf diese neue Strecke vorbereitet und dabei auch auf Basis der neuen Einstufung durch das Reglement getestet.

Über die Distanz von sechs Rennstunden erwartet das Publikum am Rennsonntag ab 13:00 Uhr einen ausgeglichenen Wettbewerb. Am Nürburgring könnte es so spannend werden wie zu Saisonbeginn, als Audi den Auftakt in Silverstone nach einem spannenden Kampf mit 4,6 Sekunden Vorsprung für sich entschied. Auch anschließend in Spa-Francorchamps trennten das siegreiche Audi-Trio gerade einmal 13,4 Sekunden von den Verfolgern. Nach den schnellen Strecken zu Saisonbeginn wird nun in der Eifel auf einem mittelschnellen Kurs gefahren. Extrem langsame Streckenabschnitte mit nur rund 70 km/h stehen Passagen mit mehr als 290 km/h gegenüber.

Neue technische Einstufungen in der LMP1-Klasse

Ab dem vierten Saisonlauf in der Eifel gelten neue technische Einstufungen, die auf Basis der realen Daten in Le Mans ermittelt wurden. Danach wird dem Hybrid-Rennwagen Audi R18 e-tron quattro etwas mehr Kraftstoffenergie pro Runde zugeteilt (plus 0,4 Prozent). Die Konkurrenz muss zugleich mit weniger Benzin als zuvor haushalten (minus 1,7-2,2 Prozent). Die Verantwortlichen haben auch den Tankinhalt der Rennwagen verkleinert.

"Daraus ergeben sich geringfügige Verschiebungen", sagt Audis LMP1-Leiter Chris Reinke und präzisiert: "Die Unterschiede der technischen Konzepte im Starterfeld werden jetzt exakter ausgeglichen. Das hat Auswirkungen auf die Rundenzeiten aller Teilnehmer, aber möglicherweise auch darauf, wie viele Runden wir zwischen zwei Boxenstopps absolvieren können."

Neben der neuen Einstufung der Rennwagen gilt für den Nürburgring auch eine Besonderheit im Reifenreglement, da die Strecke neu im Kalender ist. Den Herstellern stehen acht Reifensätze für jedes Auto in Qualifying und Rennen zur Verfügung - bei der Mehrheit der anderen 6-Stunden-Rennen sind es nur sechs Sätze. Somit können die Teams bei jedem Tankstopp auch die Pneus wechseln.

Mit dem Rennen in Deutschland beginnt die entscheidende Phase in der WEC-Saison 2015. Innerhalb von zwölf Wochen werden die fünf noch ausstehenden Läufe in Europa, Nordamerika und Asien ausgetragen. Dabei können sich die besten Fahrer bis Ende November maximal 130 Punkte sichern.

Aktuell weist das Konto der Führenden Fässler/Lotterer/Treluyer 80 Zähler auf. Auch in der Markenwertung wahrt Audi alle Chancen. Als Tabellenzweiter liegt die Marke mit den vier Ringen nur 16 Zähler hinter Spitzenreiter Porsche. 220 Punkte werden noch vergeben. Audi kämpft in diesem Jahr jeweils um seinen dritten Weltmeistertitel in der Fahrer- und der Markenwertung der WEC.

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