Motorsport

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Rallycross-WM: Höljes

Überlegener Heimsieg für Kristoffersson

Johan Kristoffersson feiert beim WRX-Rennen in Höljes seinen dritten Saisonsieg und macht einen großen Schritt in Richtung WM-Titel – Bakkerud und Loeb am Podest.

Fotos: FIA World Rallycross

Scheinbar unaufhaltsam marschiert Johan Kristoffersson (PSRX-Volkswagen) in Richtung seines ersten Titels in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX). Bei seinem Heimrennen in Höljes legte der Schwede ein fast perfektes Wochenende hin und feierte seinen dritten Saisonsieg. Mit Erfolgen im Qualifying, Halbfinale und Finale erzielte Kristoffersson zudem die Maximalpunktzahl von 30 Zählern und machte in Abwesenheit von Mattias Ekström (EKS-Audi) einen großen Schritt in Richtung WM-Titel.

Kristoffersson ließ in Höljes zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran aufkommen, dass er der Mann ist, den es zu schlagen gilt. Mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen drückte er dem Qualifying seinen Stempel auf und ließ seinen Rivalen auch im Halbfinale und Finale keine Chance. Von Startplatz eins aus setzte Kristoffersson das überlegene Tempo seines Volkswagen Polo GTI jeweils in ungefährdete Start-Ziel-Siege um. "Das Auto ist einfach geflogen. Ich glaube, meine Gegner bekommen es langsam mit der Angst zu tun", sagt Kristoffersson, der nach seinem dritten Sieg bei den vergangenen vier Rennen derzeit vor Selbstvertrauen strotzt.

Platz zwei ging im Finale an den Vorjahressieger Andreas Bakkerud (Hoonigan-Ford). Der Norweger hatte das zweite Halbfinale gewonnen, im Finale aber keine Chance gegen Kristoffersson. "Das Tempo von Johan konnte ich einfach nicht mitgehen, aber zum fünften Mal auf dem Podium zu stehen, ist echt gut", sagt Bakkerud.

Timo Scheider zum fünften Mal im Halbfinale

Dritter wurde Sebastien Loeb (Peugeot-Hansen), der an diesem Wochenende im ersten Qualifying der einzige Fahrer war, der die beiden PSRX-Volkswagen schlagen konnte. Im Finale war der neunmalige Rallye-Weltmeister davon aber weit entfernt, sicherte sich nach einen spannenden Kampf mit seinem Teamkollegen Timmy Hansen aber zum dritten Mal in dieser Saison einen Platz auf dem Podium.


"Das war am gesamten Wochenende ein großer Kampf. Die Volkswagen sind echt stark, da haben wir richtig zu kämpfen. Aber wir versuchen es", sagt Loeb. "Das Auto war gut ausbalanciert, ich konnte angreifen. Das Podium ist echt gut." Platz fünf ging an Kevin Eriksson (MJP-Ford), der damit bei seinem Heimrennen bester Privatier war. Sechster wurde im Finale Janis Baumanis (STARD-Ford)

Timo Scheider (MJP-Ford) steigerte sich nach überschaubaren Zeiten in den Freien Trainings deutlich und zog bei seinem sechsten Rennstart in dieser Saison zum fünften Mal ins Halbfinale ein. Auch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, die er wegen einer Kollision mit Toomas Heikkinen (EKS-Audi) in Q4 erhielt, änderte daran nichts. Aus der letzten Startreihe war Scheider im zweiten Halbfinale aber chancenlos und verpasste als Fünfter den Finaleinzug. Dennoch war der zweimalige DTM-Champion mit diesem Ergebnis wieder einmal im Soll, denn mit fortschreitender Saison wird der Vorsprung der Werksteam immer größer.

Rückschläge für Petter Solberg und EKS

Eine weitere Enttäuschung musste in Höljes Petter Solberg (PSRX-Volkswagen) verkraften. Wie schon beim vorherigen Rennen in Norwegen verpasste der zweimalige WRX-Champion nach einer starken Vorstellung im Qualifying auch in Höljes das Finale. Im zweiten Halbfinale würgte Solberg beim Start den Motor seines Volkswagen Polo GTI ab und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen.

EKS-Audi erlitt beim Heimrennen des Teams Schiffbruch und verpasste in Abwesenheit von Teambesitzer Mattias Ekström, der an diesem Wochenende für Audi in der DTM am Norisring fährt, zum ersten Mal seit fast zwei Jahren mit allen Fahrern das Halbfinale. Reinis Nitiss schied nach einem Aufhängungsschaden ebenso wie Heikkinen und Ekström-Ersatzmann Per-Gunnar Andersson nach dem Qualifying aus.

In der WM-Wertung enteilt Kristoffersson nach seinem sechsten Podium in Folge seinen Rivalen. Mit 181 Punkten liegt er nun 31 Zähler vor seinem Teamkollegen Solberg und wird damit auf jeden Fall auch nach dem nächsten Rennwochenende die WM-Tabelle anführen. Ekström bleibt bei 143 Punkten und fällt auf Rang drei zurück. In der Teamwertung dominiert PSRX-Volkswagen mit 331 Punkten ebenfalls. Peugeot-Hansen (246) und EKS-Audi (201) sind bereits deutlich abgeschlagen.

Die Rallycross-WM reist nun über den Atlantischen Ozean. Das achter Rennen findet in fünf Wochen (04.-06.08.2017) im kanadischen Trois-Rivieres auf dem einzigen Stadtkurs im WRX-Kalender statt.

Vorschau Vorschau Bericht STARD Bericht STARD

Ähnliche Themen:

Rallycross-WM: Höljes

Weitere Artikel

Der Erbe des Prügelknaben?

Skoda Superb Combi iV - im Test

Kilometerfressen war bisher die Paradedisziplin des Dieselmotors. Fahrzeuge wie der Skoda Superb Combi iV treten an, um diese Vorherrschaft zu brechen und das automobile Umweltbewusstsein auch auf der langen Strecke durchzusetzen.

Batterien und Menschen haben eines gemeinsam: Sie mögen es weder zu kalt noch zu heiß. Der auch für den Süden Deutschlands überraschend milde Januartag mit 14 Grad lässt den Gedanken an den Klimawandel aufkeimen und ist auch deshalb perfekt geeignet für die ersten Testfahrten mit dem neuen Opel Grandland X Hybrid 4, dem ersten Plug-in-Hybrid aus Rüsselsheim (bzw. aus Rueil-Malmaison - PSA und so).

Schalten lassen auf Basisniveau

Neu: L200 Work Edition mit Automatik

31.490 Euro: So günstig gibt es einen Pick-up mit Automatikgetriebe in Österreich sonst nicht.

35 Jahre Pfiffigkeit "made in Japan"

Suzuki Swift feiert eine kleine Erfolgsgeschichte

Mitte der 1980er Jahre erblickte ein pfiffiger kleiner Japaner das Licht der motorisierten Welt: der Suzuki Swift. Seit mehr als 35 Jahren behauptet sich der Kleinwagen auf dem Automarkt. Weltweit wurden bis heute mehr als sechs Millionen Fahrzeuge verkauft.