MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: Hungaroring

Bennani triumphiert - Huff bestraft

Mehdi Bennani sicherte sich im Hauptrennen der WTCC seinen ersten Saisonsieg vor Nick Catsburg - Rob Huffs Titelträume schwinden immer weiter.

Fotos: FIA WTCC

Mit einem starken Start und dank einer Strafe gegen Polesetter Rob Huff (Münnich-Citroen) holte sich Mehdi Bennani (SLR-Citroen) seinen vierten Karrieresieg in der W´Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC). Im Hauptrennen auf dem Hungaroring stellte er mit einem starken Start die Fronten klar und hielt anschließend Nick Catsburg (Volvo) auf Distanz. Die Podiumsplätze komplettierte Tom Chilton (SLR-Citroen), der damit in beiden Rennen aufs Podium fuhr.

"Was für ein wunderbares Rennen, es ist ein wahrer Traum!", freut sich ein emotionaler Bennani nach dem Rennen. "Großen Dank an den König von Marokko für die Unterstützung. Jetzt muss ich erst mal mit meinem Vater feiern gehen." Wie schon im ersten Rennen war der Kampf um den Sieg bereits in der ersten Kurve entschieden, in die Bennani als Erster einbog. "Es war wichtig, den Start perfekt umzusetzen", zeigt er auf.

Durchfahrtsstrafe versaut Huffs Wochenende

Einen Aufreger gab es bereits beim Start. Rob Huff fuhr schlecht los und fiel bis zur ersten Kurve bis auf Rang vier zurück. Danach fuhr er vor Kurve zwei auf Nick Catsburg auf und schob den Niederländer in dessen Volvo-Teamkollegen Nestor Girolami. Für Letzteren war das Rennen gelaufen. Im Eifer des Gefechts verfluchte er Catsburg noch als "dummen Kerl", konnte aus seiner Position aber nicht sehen, dass dieser angeschoben wurde. Das Safety-Car kam auf die Strecke.

Huff erhielt dafür eine Durchfahrtsstrafe, die sein Rennen ruinierte. Zwar übernahm er kurzzeitig nochmal die Führung von Bennani, kam aber noch in derselben Runde rein. Mit viel Frust im Bauch fuhr er die schnellste Runde des Rennens und wurde noch Zehnter. Trotzdem dürften seine WM-Träume jetzt bereits ausgeträumt sein. Wie schon John Filippi im Eröffnungsrennen brachte auch dem Ex-Weltmeister die Pole-Position im Hauptrennen kein Glück.

Bennani hatte nun nichts mehr zu befürchten. Catsburg konnte ihn nicht angreifen und sonst gab es keinen Gegner mehr, der ihm hätte gefährlich werden können. Doch beinahe hätte er sich selbst den Sieg gekostet, als er in Runde vier neben die Strecke rutschte. Er konnte die Führung gerade noch behaupten. Tom Chilton profitierte durch die Ereignisse in der ersten Runde und richtete sich komfortabel auf Rang drei ein, den er bis ins Ziel brachte.

Michelisz geht ohne Podium nach Hause

Für die zahlreichen Zuschauer, die auch in diesem Jahr wieder die Strecke mit "Norbi"-Gesängen in eine ganz spezielle Atmosphäre tauchten, gab es keinen Podiumsplatz ihres Lokalhelden Norbert Michelisz (Honda) zu feiern. Nach dem Aus im Eröffnungsrennen startete er das Hauptrennen von Rang sechs. Doch sein Start war verhalten und letztlich kam er nicht über Rang vier hinaus. Tiago Monteiro (Honda) hingegen verlässt mit Platz fünf von Startplatz neun die Strecke als Matchwinner nach dem Sieg im ersten Rennen. Seine Tabellenführung ist noch einmal größer geworden.

Die Top 10 im Hauptrennen vervollständigten Esteban Guerrieri (Campos-Chevrolet), der unter einem schlechten Start von Startplatz drei litt, Thed Björk (Volvo), Yann Ehrlacher (RC-Lada), Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) und besagter Huff. Die WTCC wird in zwei Wochen ihren Saisonhöhepunkt auf der Nürburgring-Nordschleife im Rahmen des 24-Stunden-Rennens absolvieren.

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: Hungaroring

Weitere Artikel:

Berger über Roland Ratzenberger

"Schwieriger als mein eigener Unfall"

Der Tod von Roland Ratzenberger war für Gerhard Berger schwieriger als sein eigener Unfall in Imola - Mit der Gefahr habe er sich damals "nicht sehr viel befasst"

Valtteri Bottas über Mercedes-Zeit

"Ich hasste den Rennsport"

Valtteri Bottas spricht offen über mentale Probleme während seiner Zeit bei Mercedes und verrät, wie sehr ihn die Saison 2018 neben Lewis Hamilton belastet hat

Samt "Großem Preis" am Schrannenplatz

Rückblick auf die Mödling Classic 2026

Bestes Wetter war den Fahrern am 9. Mai bei der Veranstaltung der Classic Rallye Staatsmeisterschaft hold. Im Feld von 75 Fahrzeugen sammelte ein Porsche 356 C von 1965 die wenigsten Strafpunkte. Wie gewohnt gab es wieder eine eigene Gäste-Wertung.

Kimi Antonelli feiert einen Sieghattrick und gewinnt auch das Formel-1-Rennen in Miami, das am Ende trocken blieb - Pierre Gasly schockt mit Überschlag. Das gesamte Rennen war an Spannung und Action kaum zu überbieten.