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GT Master: Sachsenring

Porsche-Sieg unter Vorbehalt

Die Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard und Kevin Estre gewinnen das Samstagsrennen auf dem Sachsenring unter Vorbehalt.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Der Titelkampf im GT Masters wird noch spannender: Die Porsche-Piloten Timo Bernhard und Kevin Estre (Team75 Bernhard) haben das Samstagsrennen dominiert und sind im 911 GT3 R als Erste über die Ziellinie gefahren, während die vier erstplatzierten Fahrerpaarungen in der Meisterschaft im viertletzten Saisonrennen allesamt ohne Punkte blieben. Aufgrund eines angekündigten Berufungsverfahrens nach einer Disqualifikation im Qualifying ist der Sieg von Bernhard/Estre bis zu einer Verhandlung vor einem Berufungsgericht des DMSB vorläufig.

Platz zwei ging an Sheldon van der Linde und Kelvin van der Linde (Land-Motorsport) im Audi R8 LMS vor dem Mercedes-AMG-Duo Nicolai Sylvest und Kim-Luis Schramm (Team Zakspeed). "Das Rennen war perfekt", sagt Timo Bernhard. "Ein tolles Ergebnis, denn wir haben uns diesen Sieg hart erarbeitet."

Von der Pole-Position aus fuhr die deutsch-französische Paarung Bernhard/Estre auf dem Sachsenring souverän ihren ersten Saisonsieg ein. Auch mehrere kurze Safety-Car-Phasen, die das Feld wieder zusammenschoben, brachten sie nicht aus der Ruhe. Im Ziel hatte Estre einen Vorsprung von 4,8 Sekunden. Während es für den Franzosen der insgesamt siebte Sieg im GT Masters war, stand der ehemalige Langstrecken-Weltmeister und Le-Mans-Sieger Bernhard erstmals ganz oben auf dem Podium.

Der Sieg des Porsche-Duos ist vorläufig, da nach dem Qualifying von den technischen Kommissaren des DMSB am Fahrzeug ein Verstoß gegen das technische Reglement des GT Masters festgestellt und der 911 GT3 R disqualifiziert wurde. Das Team75 Bernhard kündigte eine Berufung gegen die Disqualifizierung an, unter Vorbehalt durfte Bernhard die im Qualifying herausgefahrene Pole-Position wieder einnehmen.

Hinter den "Neunelfer"-Fahrern belegten Sheldon und Kelvin van der Linde mit ihrem Audi R8 LMS zum dritten Mal in dieser Saison den zweiten Rang. Das Duo setzte nach den Safety-Car-Phasen die Sieger jeweils kurzzeitig unter Druck, konnte aber letztendlich das Tempo der Spitzenreiter nicht mitgehen. Für Sheldon van der Linde bedeutet der zweite Rang auch gleichzeitig den Sieg in der Trophy-Wertung. Als Dritte fuhren Nicolai Sylvest und Kim-Luis Schramm im Zakspeed-Mercedes-AMG erstmals 2018 auf das Podium.

Mikkel Jensen und Timo Scheider (Team Schnitzer) machten mit ihrem BMW M6 GT3 bereits beim Start eine Position gut und kamen schließlich als Vierte vor den Mercedes-AMG-Fahrern Indy Dontje und Maximilian Buhk (Team HTP) ins Ziel.

Auf den folgenden Plätzen folgte ein Audi-Trio von Mücke Motorsport. Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke setzten sich hier als Sechste gegen Mike David Ortmann und Markus Winkelhock sowie Ricardo Feller und Christopher Haase durch.

Die Audi-Markenkollegen Christopher Mies und Alex Riberas (Land-Motorsport) kamen bei ihrem ersten gemeinsamen Rennen im GT Masters als Neunte ins Ziel, Aaro Vainio und Michele Beretta (Team Rosberg) sammelten als Zehnte mit ihrem Lamborghini Hurácan GT3 den letzten Meisterschaftszähler.

Keine Punkte gab es im elften Saisonlauf des GT Masters für die Top-Platzierten der Gesamtwertung: Die Tabellenführer Markus Pommer und Maximilian Götz (HTP Motorsport) schieden bereits in der zweiten Runde nach einer unverschuldeten Kollision mit dem Audi von Lokalmatador Philip Geipel (YACO Racing) und der Corvette des Tabellendritten Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition) aus.

Kirchhöfer musste sein Fahrzeug schließlich nach sieben Runden wegen Folgeschäden abstellen. Ebenfalls nicht ins Ziel kamen wegen der Auswirkungen einer Kollision die Tabellenzweiten Robert Renauer und Mathieu Jaminet (Herberth Motorsport). Durch diese Nuller bleiben Pommer und Götz unverändert an der Tabellenspitze.

Sieger der Trophy-Wertung wurden zum dritten Mal in dieser Saison die Porsche-Fahrer Jan-Erik Slooten und Lucas Luhr (Ring Police).

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