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DTM: Norisring

Eng: Chaos in der Startaufstellung

Beinahe wäre der BMW-Pilot durch die spät ausgesprochene Rückversetzung in die falsche Startposition gefahren.

Fotos: DTM

Es war nicht der Tag des Philipp Eng: Der in der Meisterschaft beste BMW-Pilot wurde zuerst wegen einer Blockade von Mike Rockenfeller von Startplatz zwei auf Platz fünf zurückversetzt und kam dann durch Safety-Car-Pech nur auf Platz sieben. Bei der Fahrt in die Startaufstellung erlebte der Österreicher aber eine kuriose Situation: Er wäre beinahe auf den falschen Startplatz gefahren!

"Bevor die Ampel am Ende der Boxengasse auf grün gegangen ist, habe ich noch den TV-Screen gesehen", erzählt der Österreicher im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Da ist mein Gridgirl noch auf dem zweiten Platz gestanden. Ich habe mir gedacht: Wird schon passen!"

"300 Meter bevor ich in die Startaufstellung gefahren bin, wurde mir gesagt, dass ich auf der rechten Seite auf Platz fünf anstatt auf der linken Seite auf Platz zwei fahren muss. Das Gridgirl haben sie in der Zwischenzeit auch zurückgebeten."

Der Ärger im Cockpit war groß, gibt Eng zu: "Da habe ich mich einmal ganz kurz sehr laut gefreut." Grund für die Konfusion war die Tatsache, dass die Rückversetzung Engs wegen Blockierens von Mike Rockenfeller erst um 12:50 Uhr - also über zwei Stunden nach dem Zwischenfall - offiziell bekanntgegeben wurde.

Und damit kurz vor der Öffnung der Boxengasse. Mit dem Urteil ist Eng auch nur bedingt einverstanden: "Ich kann es nicht nachvollziehen. Es war natürlich keine böse Absicht dahinter, und es hätte vielleicht auch eine Verwarnung gereicht - und nicht eine Rückversetzung um drei Plätze", sagt er. "Solche Situationen passieren einfach auf einer 2,3 Kilometer langen Rennstrecke."

Eng gelang es aber bis zum Start, den Ärger hinunterzuschlucken. Denn während Rivale Rast vor ihn den Motor abwürgte, katapultierte sich der BMW-Pilot in gewohnter Manier an seinen Rivalen nach vorne und kämpfte in der Grundig-Kehre gegen seinen Markenkollegen Bruno Spengler bereits um Platz zwei.

Doch dann machte der Kanadier beim Herausbeschleunigen den Raum eng und der M4 des Österreichers wurde links und rechts beschädigt. "Ich habe die Wand berührt - und das war nicht ganz freiwillig", sagt er. "Nach der ersten Kurve war bei meinem Auto leider nicht mehr alles in Ordnung."

Und dann machte ihm zu allem Überdruss auch noch das Safety-Car einen Strich durch die Rechnung, weshalb er am Ende nur auf Platz sieben ins Ziel kam. "Ohne das Safety-Car hätten wir heute um das Podest gekämpft", ist er überzeugt. "Die Top 4 wären drin gewesen. Für ganz vorne hätte das Paket aber glaube ich nicht gereicht, denn Audi war heute sehr stark", gibt er zu.

uch BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt lobt Eng: "Philipp und Bruno konnten die Pace mitgehen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir diese Pace morgen auch im Qualifying haben, damit wir gleich vorne stehen und maximale Punkte holen."

Eng selbst ist trotz der unglücklichen Ereignisse mit der Ausbeute zufrieden: "Wenn man an den schlechten Tagen auf Platz sieben kommt, dann ist das schon okay. Ich glaube, dass man am Ende durch solche Rennen um die Meisterschaft mitfährt. Bei 18 Rennen muss man einfach konstant punkten."

Ganz verschwunden war die Konfusion bei Eng aber auch nach dem Rennen nicht. "Wie viele Punkte habe ich jetzt Rückstand?", fragt der BMW-Pilot. "27, oder? Also im offiziellen Punktestand stehen meine zwei Punkte für Platz zwei im Qualifying noch drin." Tatsächlich durfte Eng die Punkte trotz der Rückversetzung behalten, verlor aber seinen zweiten Platz im Klassement an Audi-Pilot Nico Müller und ist nun Dritter.

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