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DTM: Norisring

Rast holt sich die Pole-Position

Nach seinem gestrigen Sieg sichert sich Audi-Pilot Rene Rast auch den besten Startplatz für das zweite Rennen.

Fotos: DTM

DTM-Leader Rene Rast will es auch am Sonntag unbedingt wissen: Nach seinem tollen Sieg am Samstag holt der Audi-Pilot die Pole-Position für das zweite DTM-Rennen auf dem Norisring und führt damit eine Audi-Vierfach-Führung an: Hinter ihm platzierten sich Teamkollege Jamie Green, gegen den eine Untersuchung wegen Missachtung der roten Flagge läuft, Nico Müller und Loic Duval.

Auffällig waren die extrem engen Abstände: Green und Müller hatten nur 0,007 Sekunden Rückstand, der Brite fuhr seine Runde aber früher und wird dadurch vor dem Schweizer gereiht. Bei Duval betrugt der Rückstand nur 0,040 Sekunden.

Bester BMW-Pilot war Philipp Eng auf Platz fünf, der auch in der Meisterschaft als Dritter bester Pilot der Münchner ist und auch nicht mehr als 0,046 Sekunden zurückliegt. Lokalmatador Marco Wittmann kam über den neunten Platz nicht hinaus.

"Ich hätte nicht damit gerechnet", zeigt sich Pole-Setter Rast, der am Vortag im Qualifying die fünfbeste Zeit gefahren war, überrascht. "Gestern war's im Qualifying ein bisschen schwierig. Heute scheint's ein bisschen besser zu sein, bei den kühleren Temperaturen. Meine Runde war wesentlich sauberer als gestern. Von dem her bin ich natürlich mega happy."

Rivale Eng schildert währenddessen, wie nah man sich ans Limit herantasten muss, um ganz vorne zu liegen: "Ich habe zweimal die Wand gestreift, einmal in Kurve 2, einmal in Kurve 4. Ich bin wirklich um mein Leben gefahren - wie immer eigentlich."

Das ist für den Österreicher nichts Neues: "Letztes Jahr habe ich die Pole hier um eine Tausendstel verpasst. Das zeigt einfach, wie hoch die Qualität an Fahrern und Teams und Herstellern in der DTM ist."

Dennoch gibt dem bestplatzierten BMW-Piloten die Audi-Dominanz zu denken: "Unsere Freunde aus Ingolstadt haben einen leichten Pace-Vorteil. Für das Rennen müssen wir schauen, dass wir noch eine Schippe drauflegen. Hoffentlich kommen wir ein bisschen nach vorne."

Die Spannung ist groß, denn die Wetterprognose schließt auch Regenschauer am Nachmittag nicht aus. "Ich hoffe natürlich, dass es trocken bleibt", wirft Pole-Setter Rast ein. "Mal schauen. Hier gibt's immer Überraschungen."

Der große Pechvogel war aber wieder einmal Timo Glock: Nach seinem Ausfall am Samstag nach der Kollision mit Sheldon van der Linde parkte der BMW-Pilot seinen M4 schon nach wenigen Minuten und sorgte für einen Abbruch des Qualifyings.

"Ich weiß auch nicht, was ich sagen soll", zeigt er sich zerknirscht. "Plötzlich hatte ich keinen Vortrieb mehr, und wahrscheinlich ist die Antriebswelle gerissen. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Folgeschaden von gestern war, als mir Aberdein auf die Aufhängung draufgefahren ist. Es wird sicher knapp, das Auto bis zum Rennen wieder hinzukriegen."

Das Aston-Martin-Quartett platzierte sich im zweiten Qualifying erneut auf den hinteren Rängen: Daniel Juncadella war mit Platz 13 wie schon am Vortag bester Pilot der Neueinsteiger.

Update

Wegen Missachtung der roten Flagge wurden Jamie Green (2.), Mike Rockenfeller (6.) und Jake Dennis (19.) in der Startaufstellung jeweils um fünf Positionen nach hinten versetzt.

In der Begründung der Rennleitung heißt es bei allen drei betroffenen Fahrern übereinstimmend: "Die Fahrer dürfen bei roter Flagge maximal 80 km/h erreichen. Der Fahrer hat zunächst auf Tempo 80 heruntergebremst, dann allerdings wieder beschleunigt."

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