MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Im Rennfieber

Die Motivation der DTM-Piloten quer durch alle Lager ist groß, den meisten kommt der Sachsenring fahrerisch sehr entgegen.

Nach zwei spektakulären Rennen im Ausland kehrt die DTM nun nach Deutschland zurück, wo sie von 31. Mai bis 2. Juni auf dem Sachsenring den vierten von zehn Läufen austragen wird. Die DTM-Tabellenspitze ist nach drei Rennen fest in französischer Hand.

Als Führender kommt mit 25 Punkten Laurent Aiello, im Abt-Audi TT-R Sieger der Rennen in Hockenheim und Zolder (B), zum Sachsenring. Zweiter ist nach seinem Aufsehen erregenden ersten DTM-Sieg im Mercedes-Benz CLK-DTM in Donington Park (GB) der ehemalige Formel-1-Star Jean Alesi mit acht Punkten Rückstand. Dahinter befinden sich die Abt-Audi-Piloten Mattias Ekström (16) und Christian Abt (12) in Lauerstellung.

Abt-Sportsline

Unisono freuen sich die DTM-Rennfahrer auf die 3,704 Kilometer lange Strecke bei Hohenstein-Ernstthal – Christian Abt bringt es auf den Punkt: „Die Strecke ist toll und macht sehr viel Spaß. Man kann sie mit der Nürburgring-Nordschleife vergleichen, aber auf moderner Basis. Es geht bergauf, bergab mit unübersichtlichen Kuppen. Durch den Umbau im letzten Jahr sind nun auch ganz schnelle Passagen enthalten, wo man über 250 km/h fährt. Der Sachsenring ist meine Lieblingsstrecke.“

Auch Abt-Audi-Kollege Martin Tomczyk fährt „voll motiviert“ Richtung Osten: „Der Kurs liegt mir, ich war letztes Jahr dort sehr schnell.“ Daneben freut sich der 20-jährige Bayer, der zuletzt in England respektlos gegen Alesi kämpfte, auf die Atmosphäre: „Die Stimmung ist bombastisch, und es gibt viele Audi-Fans.“

Opel

Opel-Pilot Manuel Reuter sagt sich: „Jetzt erst recht.“ Zuletzt in Donington lagen Lust und Frust nahe beieinander. Reuter hatte die erste Pole Position für Opel 2002 geholt, war im Rennen aber schuldlos in einen Unfall verwickelt worden und ausgeschieden.

„Als Profi muss man so ein Wochenende wegstecken können und nur das Positive im Kopf behalten. Und das ist eindeutig, dass unsere gesamte Opel-Truppe in England super stark war, schließlich standen nach dem Training vier von uns unter den ersten Sechs. Wir hatten einfach nur jede Menge Rennpech.“

Alain Menu etwa hatte den sicheren zweiten Platz vor Augen, als er zwei Runden vor Rennende wegen eines Reifenschadens, den ein Trümmerteil ausgelöst hatte, an die Box zum Reifenwechsel musste. Er wurde nur Achter – anstatt auf dem Podium zu feiern.

Mercedes

Auch der in Chemnitz geborene Thomas Jäger wäre um ein Haar mit einem Podestplatz im Rücken in seine Heimat gereist. Der 25-Jährige fuhr in Donington im Vorjahres-CLK-DTM auf dem sensationellen dritten Platz, als er fünf Runden vor Schluss wegen eines Reifenschadens die Box ansteuern musste.

„Das war wirklich ärgerlich, sonst wäre Platz drei drin gewesen.“ Auf sein Heimrennen freut er sich besonders: „Der Sachsenring ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, da wird vom Fahrer alles gefordert und das Auto muss topp sein. Ich hoffe natürlich, dass ich an die guten Leistung von Donington anknüpfen kann, schließlich kommen viele Freunde und Verwandte zum Daumen drücken.“

News aus anderen Motorline-Channels:

DTM: Sachsenring

Weitere Artikel:

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

Ein Thriller mit einem märchenhaften Ende: Kimi Antonelli demütigt George Russell und gewinnt den Grand Prix von Italien - Charles Leclerc übersteht Crash unverletzt

DTM-Rennen Sachsenring – Hintergründe

Halbfinale in der DTM

Das vorletzte Rennwochenende der Saison 2026 stand ganz im Zeichen der Taktik. Wer schafft es, sich die beste Ausgangsposition für den in rund vier Wochen in Hockenheim anstehenden Showdown herauszufahren. Vor allem Thomas Preining, aber auch Maro Engel und Marco Wittmann haben die besten Ausgangspositionen für das Finale.

Ford wird 2027 mit einem LMDh-Boliden in der Langstrecken-WM antreten, nicht in der amerikanischen IMSA-Serie: Ford-Sportchef Mark Rushbrook erklärt die Gründe

Offiziell: GP-Distanz wird verkürzt

Formel-1-Rennen werden kürzer!

Die Formel-1-Kommission hat eine Verkürzung der Grand-Prix-Distanz jetzt auch offiziell beschlossen - Das Drei-Stunden-Limit für Rennen wird zudem aufgehoben

DTM erwägt große Format-Revolution

2027 Shootout-Qualifying in zwei Teilen?

Wird für 2027 in der DTM das Qualifying- und das Rennformat sowie der Ablauf geändert? Am Sachsenring gab es intensive Gespräche mit den Teams