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DTM: Norisring

Paffett siegt auf dem Norisring

Nach einem äußerst turbulenten Rennen auf dem Norisring gelang Gary Paffett der 3. Saisonsieg, er übernahm damit auch die Tabellenführung.

Die Tatsache, dass einmal mehr Gary Paffett als Sieger eines DTM-Rennens hervorgeht, deutet zunächst nicht auf ein ereignisreiches Rennen hin. Christian Abt als Zweitplatzierter im Vorjahres-Audi schon eher, ebenso wie Manuel Reuter auf Platz drei, dessen Ergebnis allerdings im folgenden durch eine 30-Sekunden-Strafe infolge eines Remplers an Mattias Ekström egalisiert wurde.

Die Entstehungsgeschichte dieses Ergebnisses war vielfältig: Nachdem sich Gary Paffett am Start gegen Pole-Setter Tom Kristensen durchgesetzt hatte, deutete bereits alles auf einen Sieg des jungen Briten hin - doch zunächst sollte es anders kommen: Nachdem Jamie Green in Runde fünf beim Versuch, seinen Teamkollegen Häkkinen zu überholen, gescheitert war und einen Scherbenhaufen hinterlassen hatte, nutzten unter anderem Marcel Fässler, Mattias Ekström und Christian Abt die Gunst der Stunde und setzten ihren ersten Boxenstopp zu Beginn der folgenden Safety-Car-Phase an - eine viel Zeit sparende Chance, die Tom Kristensen und Gary Paffett verpassten.

Nachdem das Rennen in Runde neun wieder freigegeben worden war, führte Paffett zwar vor Kristensen, Alesi, Reuter und McNish das Rennen weiterhin an - doch in Schlagdistanz folgten bereits Fässler und Ekström. Die Siegträume des Schweizers und des Schweden erhielten einen Dämpfer, als Audi-Jahreswagenfahrer Rinaldo Capello in Runde 29 im zweiten Sektor die Kontrolle über seinen A4 verlor, stark in die Mauer einschlug und erneut das Safety-Car gerufen wurde - die Chance für Paffett und Kristensen, ihren während der ersten Safety-Car-Phase entstandenen Nachteil wettzumachen.

Doch damit nicht genug: Während das Safety-Car bereits seine Runden drehte, schlug auch Marcel Fässler, vermutlich auf dem Öl Capellos ausrutschend, in die Mauer ein, womit den Siegträumen bei Opel ein jähes Ende gesetzt wurde. Als Profiteur der zweiten Safety-Car-Phase stellte sich Paffett heraus, der kurz nach seinem ersten Stopp erneut zur Box kam; ein taktischer Kniff des H.W.A.-Teams, der dem Briten den sicheren Sieg bescherte.

Doch Ruhe sollte auf dem Norisring noch lange nicht einkehren: Neben zahlreichen kleineren Kollisionen war es vor allem das Duell zwischen Mattias Ekström und Gary Paffett in Runde 42, das die Zuschauer in Atem hielt: Letztlich setzte sich Paffett, auch unter freundlicher Mitwirkung von Vorjahres-C-Klasse-Pilot Alexandros Margaritiss, gegen den Schweden durch und lief in Runde 58 auf den führenden Tom Kristensen auf, der noch einen Boxenstopp zu absolvieren hatte. Erst in Runde 60 wurde Kristensen in die Box beordert und war somit einer der großen Verlierer eines chaotischen Rennverlaufes.

Schwerer als sein Titelkontrahent Paffett hatte es Ekström: Nachdem er auf den ebenfalls von einer guten Taktik profitierenden Audi-Jahreswagenpiloten Christian Abt in Runde 54 aufgelaufen war, zeigte dieser kein Interesse daran, Ekström vorbeizulassen - es profitierte Bernd Schneider, der allerdings später die Mauer touchierte und sich während der folgenden Aufholjagd zudem eine Durchfahrtsstrafe einhandelte. Kurz vor Ende des Rennens lief Manuel Reuter auf den noch immer drittplatzierten Ekström auf, entledigte sich jedoch in der letzten Runde seiner Podestträume, als er sich zwar an Ekström vorbeidrängelte, allerdings schließlich für das zweifelhafte Manöver 30 Sekunden auf das Rennergebnis addiert bekam - Platz neun für den aussichtsreich gestarteten Mainzer.

Gary Paffett siegte nicht nur bei diesem Rennen; er war überdies der einzige Mercedes-Pilot, der es in die Top acht schaffte. Die Mannschaftsleistung Audis zeigte sich überzeugender; Abt, Ekström, McNish und Tomczyk nehmen die Plätze zwei bis fünf ein, Kristensen und Pierre Kaffer die Ränge sieben und acht. Einziger Opel-Pilot in den Punkten wurde Heinz-Harald Frentzen auf Rang sechs.

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